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EquiVoX Stimme des Pferdes Magazin und Messe - aktuell: › Ausgabe 670 wöchentlich - ungewöhnlich - kostenlos und benutzerfreundlich! ISSN 1437-4528 |
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Übersicht |
› CENTAURON – Eskalationsleiter von Verantwortlich reiten: 3 Stufen-Einwirkung Innerhalb jeglicher Anwendung gibt es die von mir so genannte „Eskalationsleiter“ der Einwirkung: 1.Stufe: Minimaler Einsatz unter Berücksichtigung des Sensitivitätsstatus´ des Pferdes. 2.Stufe: Deutlich, unmissverständlich gesteigerter Einsatz der Hilfen 3.Stufe: Exponentiell gesteigerte Einwirkung, um den gewünschten Effekt in jedem Fall zu erzielen Das bedeutet, dass ich mir als Reiter nicht zu viel Zeit nehmen darf, um mich „verständlich“ zu machen. Das Pferd ist ein Herdentier und die Herde ist hierarchisch geordnet. Ungehorsam, der aus Unaufmerksamkeit und/oder Respektlosigkeit resultiert, muss schleunigst bereinigt werden, weil sonst im hierarchischen Denken des Pferdes der Reiter an zweiter Stelle, nach dem Pferd nämlich, rangiert und nicht mehr viel „zu melden hat“ ! Tritt der gewünschte Effekt ein, so wird selbstverständlich unmittelbar darauf gelobt (Klopfen, Inneren Zügel entlasten, Stimme, Beenden der Übung, Absitzen), wieder alles „heruntergefahren“ und „business as usual“ tritt in Kraft. Nochmal: Der Zweck des Gewichtsweichens ist es, dem Pferd begreiflich zu machen, dass es sich mit seinem Bewegungsverhalten an dem Becken des Reiters orientieren soll! Wenn die Übung mit Kopf zur Wand einigermaßen klappt, dann kommt die nächste Stufe – das Gewichtsweichen mit dem Kopf zum Halleninnern. Hier tritt zum ersten Mal für das Pferd die verhaltende Funktion von Zügel und Gewicht in Kraft. Hier gilt es ganz besonders zu beachten, dass die verhaltende Hilfe (anfangs kommt sie nicht aus dem Becken, denn das bekommen die wenigsten Reiter und Pferde direkt auseinandergehalten) des Zügels immer nur äußerst kurzfristig eingesetzt werden darf! Kurze Arrets, die keinesfalls die Dauer einer Beinbewegung überschreiten dürfen, mit mindestens doppelt so langen Entlastungsphasen des Zügels. Hierbei gilt: Ein Verhindern des Nachvornetretens kann immer nur zum Zeitpunkt des abfußenden Beines erzielt werden, da, wo also die Restbewegung noch unentschieden ist und beeinflusst werden kann. Ein bereits im Schwung befindliches Bein wird nicht reagieren können und erst seinen Schwungzyklus beenden müssen, bevor es wieder neu reaktionsbereit ist.… |
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