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Erich BuschErich Busch: Ein Trainerportrait Kunst ist, wenn Schweres leicht aussieht. von
„Es kommt aber nicht auf die Reitweise an“, sagt er. „Die Pferde bekommen hier Grundlagen, die sie in andere Reitstile mitnehmen – das kann auch Spring- oder Dressurreiten sein.“ Leichtigkeit, Anspruch und Flexibilität – Wie lässt sich das vereinen? Eine der Grundlagen in der Pferdeausbildung von Erich Busch sind die drei W’s: Warten, Weichen, Willigkeit. Einigen ist dieser Grundgedanke sicher schon bekannt von dem erfolgreichen Westerntrainer Peter Kreinberg. Vielen Pferden fehlen für die Belastung beim Reiten auch zunächst die körperlichen Vorraussetzungen, d.h. sie müssen erst locker werden und Muskeln aufbauen. Erich Busch trainiert seine Pferde mit System und sehr viel Gefühl. Ein wichtiges Ziel ist für ihn immer die Entspannung und Gymnastizierung des Pferdes, die Vorraussetzung dafür ist ein klares Dominanzverhältnis zwischen Mensch und Tier. Der Hof
Nachts stehen die Tiere in Einzel- und Gruppenställen mit Ausläufen, tagsüber sind sie auf der Weide oder in Paddocks. Zusätzlich laufen sie täglich circa eine Stunde in der Führanlage. „Die Einheiten in der Führanlage sind eine enorme Bereicherung für das Training“, schwärmt Busch. Denn: Laut Studien der Medizinischen Hochschule Hannover ist ein Pferd nach einer Stunde Schritt optimal aufgewärmt und am besten vorbereitet für gymnastizierende Übungen. Außer Stallungen und Weide gibt es eine Reithalle sowie einen Außenreitplatz und einen Round Pen. Für die Gäste stehen gemütliche Ferienwohnungen zur Verfügung. Auszubildende
Programm
Auch außerhalb finden Vorführungen statt, regelmäßig ist Erich Busch im Westfälischen Pferdemuseum „Hippomax“ im Allwetterzoo Münster zu sehen. Bei den German Open in Bad Salzuflen im November, bei denen deutsche Meisterschaften für Westernreiter ausgetragen wurden, fand er mit seinem Stand und einer Show in der Galanacht großen Anklang. Er selber nimmt aber an Turnieren nicht teil. Erich Busch – Die Vorgeschichte
Und die Pferde? „Wir hatten zu Hause immer Pferde“, sagt er. Jahrelang besaß er einen Hengst mit dem er immer größere Probleme bekam. Eine Lösung musste her. Durch Kurse bei Peter Kreinberg lernte er einen neuen Umgang mit Pferden auf der Basis ihrer Körpersprache und ihres angeborenen Verhaltens. Heute hat er selbst ein gut durchdachtes rundes Konzept, nach dem er mit den Tieren arbeitet. Häufig kamen sogar so genannte unreitbare Pferde zu ihm – jetzt gehen sie verlässlich, sensibel und in schöner Haltung unter dem Sattel. Es wundert nicht, dass er nun sein Wissen und seine Erfahrungen an andere weitergibt… Nach langer Suche kauften er und Frauke Cilsik vor vier Jahren endlich ihren „Hof auf dem Berg“. Seitdem bauen sie ihn weiter und weiter zu ihrem Westernreitzentrum aus. Der Trainer
Das alles dient ihm bei seiner Arbeit mit den Pferden. Er sieht sehr genau was bei Pferd und Reiter vor sich geht und kann dies seinen Schülern bewusst machen. Beim Reitunterricht geht es vor allem um die Beziehung zwischen der Aktion des Reiters und der Reaktion des Pferdes. Oft sind es kleinste Signale die der Reiter selber gar nicht mitbekommt. Erich Buschs Lehrpferde sind so fein, dass eine leichte Spannung im Reiterbein, die dieser selber für Entspannung hält, das Pferd dazu bringen kann rückwärts oder zur Seite zu gehen. Was für viele ein Traum ist, kann für andere ein Albtraum sein. Grade für Reiter die vorher gelernt haben ihre Pferde mit sehr viel Druck zu reiten, ist es oft schwierig, sich ihres Körpers wieder bewusst zu werden. „Unser Ziel ist es, den Leuten ein Gefühl fürs Pferd zu vermitteln.“ Während er arbeitet, ob er selber reitet oder Unterricht gibt, erklärt er unablässig was geschieht. Was er macht ist durchsichtig und logisch und ihm liegt viel daran dies auch so weiterzuvermitteln. Pferdeausbildung
Jedes Pferd kommt mit anderen Vorraussetzungen. Das sind die körperlichen Bedingungen, der Charakter, seine Vorerfahrungen und das Ziel seines Besitzers. Bei der Bodenarbeit verrät das Pferd viel über sich. Wie bewegt es sich, will es mitarbeiten oder wehrt es sich, wo liegt seine schwache Seite, wie ist sein Verhältnis zum Menschen? Zuerst läuft das Pferd völlig frei, Erich Busch hat in der Hand nur ein langes Seil oder Lasso. Mit seiner Körpersprache sagt er dem Pferd, wo es gehen soll. Durch seine Position, Haltung und durch das Seil hat er die Möglichkeit, dem Pferd Druck zu machen und es zu beeinflussen. Er dreht es um, bestimmt sein Tempo, lässt es aus der Entfernung rückwärts treten. Schließlich geht er zu ihm, berührt es und es folgt ihm auf Schritt und Tritt. „Wer sagt, wo’s langgeht, ist der Boss!“ Als nächstes wird es desensibilisiert, d.h. es wird mit Bürste, Seil, Pad etc berührt. Bei einer anderen Übung muss es auf eine Plane treten, worum die meisten Pferde normalerweise einen großen Bogen machen. Dabei ist es immer noch frei und wird nur mit Körpersprache dazu bewegt sich ihr zu nähern. Entfernt sich das Pferd von der Plane, wird es angetrieben, sobald es sich ihr jedoch zuwendet wird es in Ruhe gelassen. Damit wird die Plane zur Komfortzone. Viele Pferde stehen nach wenigen Minuten bombensicher darauf. Nach dem gleichen Prinzip erfolgt auch das Verladetraining. Nach diesen Maßnahmen sind meistens Sattel und Trense kein Problem mehr. Jetzt schon hat das Pferd gelernt, Druck nachzugeben. Das soll es auch beim Reiten tun. Zur Vorbereitung wird es vom Boden aus mit einem Halsverlängerer gearbeitet, um den Druck im Maul kennen zu lernen und sich nach unten zu dehnen. Bald versteht es auch hier: Sobald es nachgibt, ist der Druck weg. So wird es auch beim Reiten mit allen Hilfen sein. „Es ist wichtig, dass dem Pferd immer das gleiche System angeboten wird“, sagt Busch dazu. „Was ein Pferd von der Bodenarbeit kennt, wird es beim Reiten wieder erkennen. Im Trab und Galopp werden ihm die gleichen Hilfen angeboten, die es vom Schritt kennt. Viele verwirren ihre Pferde damit, dass sie in Trab und Galopp ganz andere Hilfen verwenden als im Schritt, sie ziehen auf einmal an den Zügeln und drücken die Beine weg und wundern sich dann, warum das Pferd losrennt.“ Seine Reitweise ist wie beim Westernreiten eine Impuls- bzw. Arbeitsreitweise. Ein wichtiger Unterschied zum Westernreiten ist jedoch, dass er das Pferd sich zwar immer wieder nach unten dehnen lässt, das Ziel jedoch eine höhere Selbsthaltung und Aufrichtung ist. Diese wird ihm jedoch nur immer wieder angeboten, es muss sie sich im Grunde selber suchen und wird nicht hinein gezwungen. Das Ziel
Zum Reiten sagt er: „Das Training von Pferden ist die ständige Suche nach dem Positiven.“ Er möchte, dass die Pferde dabei mehr Ausdruck bekommen und ihr eigenes individuelles Potenzial entwickeln. Gibt es ein schöneres Ziel? Angebote
Er bietet gerne Interessierten die Möglichkeit eines Praktikums! Kontakt
„Hof auf dem Berg“ Erich Busch und Frauke Cilsik Jägerborner Weg 4 32699 Extertal/ Linderhofe Tel./ Fax: 05262/ 99 56 84 Handy: 0163/ 42 83 10 7 » www.westernausbildung.de |
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