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![]() Sliding Stop – wie bringt man das Pferd dazu? |
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Als ausgezeichnetes Mittel hat sich der sportliche Wettbewerb erwiesen. Dieser wird seinerseits durch unsportliche Motive angetrieben, z. B. durch die Wettleidenschaft. Die berühmteste Leistungsrasse der Welt, das englische Vollblut, ist aus der Wettleidenschaft hervorgegangen und wird bis heute durch die Wettleidenschaft angetrieben. Sobald die Wettleidenschaft nachläßt, bekommt das die entsprechende "Industrie" zu spüren und beginnt zu klagen. Am 9. Juli 2003 brachte die Frankfurter Rundschau auf Seite 22 in der Abteilung Sport einen halbseitigen Artikel über einen neuen Weltrekord, eine Reportage über den weltweit erfolgreichsten Trabrennfahrer Heinz Wewering, der bei über 45.000 Rennen sage und schreibe 14.925 Siege eingefahren hat.
Genau: Von nichts kommt nichts. Das haben auch die Westernleute erkannt, das Turnierwesen blüht und gedeiht, und wo gehobelt wird, da fallen Späne. Die Zocker sind gnadenlos. Am selben Abend fährt Wewering noch neun Rennen in Dinslaken und
Das ist bitter. So wird man vielleicht erfinderisch und läßt sich dazu hinreißen, Methoden anzuwenden, die nicht ganz sauber sind. Der Druck auf die Favoriten nimmt verständlicherweise zu, je erfolgreicher diese sind. Kann ein Favorit immer gewinnen? Als ich damals den Artikel schrieb, habe ich mich bei einem der ganz Großen der Branche vergewissert, ob ich mit meiner Kritik richtig liege: bei George Maschalani. In dieser Woche bespreche ich das Buch, das Kerstin Diacont in Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Trainer und Turnierreiter geschrieben hat: » Besser Westernreiten mit George Maschalani. |
Das Pferd war verdorben und unbrauchbar. Maschalani hat aber gesehen, daß es gute Anlagen hat. Er hat die Herausforderung angenommen und sich mit diesem Pferd eingelassen. Das leuchtet ein. Wenn einer mit solchen Pferden umgehen kann, dann ein Meister. Und umgekehrt möchte sich ein Meister natürlich auch immer wieder neuen Herausforderungen stellen, denn sonst wird das Leben ja langweilig. Routineaufgaben zu erledigen, bringt keine echte Befriedigung. Wenn man aber das scheinbar Unmögliche doch möglich gemacht hat, ist die Freude echt und desto größer. Maschalani hat also erläutert, wie groß die Probleme waren und was er unternommen hat, um dennoch zum Erfolg zu kommen. Erfolg hieß in diesem Falle, das Pferd zu flüssigen Galoppwechseln zu bringen. Ich kann mich heute natürlich nicht mehr daran erinnern, was George Maschalani im einzelnen gesagt hat. Ich weiß aber noch, worin der Kern seiner Aussage bestand: Geduld und schrittweises Vorgehen. Sein Angebot » Training enthält folgende Aussage:
Dieser Vergleich läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. George Maschalani praktiziert, was er predigt. Er beherrscht die spektakulären Aktionen ebenso wie die zarten Übungen, aber er ist sich nicht zu schade, mit Pferden ins Rennen zu gehen, mit denen er nicht gewinnen kann, wie Turnierergebnisse zeigen (» 16.Nümbrecht Open AQHA/NRHA). Trotzdem wird er Erwartungen erfüllen müssen und kann das offenbar auch (» Mr. Yukon Wonder):
So möchte man das haben: Man engagiert einen Könner, der langt einmal kräftig zu, und damit hat sich die Sache. George Maschalani würde dieser Interpretation vehement widersprechen. |
Den Roßbacher Hof (welch passender Name!) betreiben die beiden seit 1994, ihre Freestyle Ranch existiert seit 1990; seit dieser Zeit ist George Maschalani als Trainer tätig. Er ist 1959 geboren, 1980 nach Deutschland gekommen, gebürtig aus dem Libanon (dem Namen nach hätte ich auf Italien getippt – aber nein, wenn ich darüber nachdenke: dann müßte es wohl Masciallani heißen). Die Liste seiner Erfolge und Titel ist beeindruckend lang: Mehrfacher Deutscher und Europameister in Reining, Western Riding, Pleasure und Trail (also, wenn ich das richtig sehe, in allen Disziplinen, die im Buch beschrieben werden), NRHA Futurity Champion (und das gleich zweimal), mehrfach Reiter des Jahres, Inhaber des goldenen Reitabzeichens, AQHA und APHA Richter, Ausbilder für Pferdewirte, Mitglied der Meisterprüfungskommission. Neben den klassischen Leistungen eines Gestüts (Zucht, Aufzucht, Ausbildung, Vorstellung, Reitunterricht) bietet die Freestyle Ranch auch » Urlaub an. Eine Reihe von interessanten Zitaten begleiten die Angebote, in diesem Fall:
Wenn ich wissen will, wie man Westernpferde trainiert, wie man auf Turnieren Erfolg hat, sollte dieser Mann die erste Adresse sein. Da meine Frage sich auf Sliding Stops bezog, schlug ich direkt im entsprechenden Kapitel "Stop-Training" nach. Das Buch bietet die folgenden Abschnitte an:
Hier müßte ich doch fündig werden. |
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Ich zitiere einige Kernsätze, die meine Vermutung bestätigen: Man macht es nicht mit Gewalt (S. 110 ff, Hervorhebungen durch den Autor):
Das soll reichen. Der Vortrag ist eindeutig genug. Der Stimmeinsatz und die Körperhilfe sind im Idealfall die einzigen Hilfen. |
Diese Meinung ist vollkommen weltfremd, man muß sich fragen, ob es diesen Menschen überhaupt gibt oder ob die Cavallo ihn nur erfunden hat, damit die Geschichte eine Pointe hat. Pferde reagieren phantastisch auf Stimmsignale. Die Bauern und Kutscher in früheren Zeiten waren darauf angewiesen, daß die Pferde auf die Stimme reagierten (siehe z.B. › Fuhrmann). Die Arbeit von George Maschalani ist nicht besonders überraschend. Jeder, der Tiere dressiert, also ein Interesse daran hat, ein Verhalten zuverlässig abzurufen, das das Tier im Prinzip hervorbringen kann, wird so oder ähnlich vorgehen. Behutsam, ohne Zwang, Schritt für Schritt in die Richtung des gewünschten Verhaltens, wobei jeweils die verlangte Verhaltensänderung aus dem bereits Gelernten ohne große Schwierigkeiten abzuleiten ist. Offenbar muß man sich mit Liebe, Geduld, Hingabe und Konsequenz auf die Kreatur einstellen, wobei die verschiedenen Arten natürlich unterschiedliche Fähigkeiten haben. Insofern fand ich es erfreulich und konsequent, von der Autorin des Leserbriefes zu erfahren, daß ihr Pferd an dieser Art plötzlicher Richtungsänderung von sich aus großes Vergnügen hat. Nun mag man sich fragen, warum die Tiere, insbesondere die Pferde, alles dies für uns tun. George Maschalani deutet an, daß er mit dem Reiz-Reflex-Modell arbeitet, was auf den russischen Forscher Pawlow zurückgeht. Die Annahme ist, daß mit einem entsprechenden Training eine Art fester Schaltung gebaut wird, so daß das Tier bei der Auslösung des entsprechenden Reizes reflexartig antworten muß und keinerlei Möglichkeit hat, sich anders zu verhalten. An dieser Theorie ist mit Sicherheit etwas dran. Auf jeden Fall ergibt sich aus der Theorie eine Handlungsanweisung, die bei genügendem Einsatz von Zeit zum gewünschten Erfolg führt. George Maschalani hat anscheinend die nötige Geduld. Die Vorführung, die ich damals miterleben durfte, war jedenfalls beeindruckend genug. Die Autorin des Leserbriefes beschreibt ihre eigene Vorgehensweise ganz ähnlich:
Jetzt wissen wir auch, warum der Teilnehmer, der sein Pferd in der Pause ununterbrochen gezwiebelt hat, trotzdem nicht den ersten Preis bekam: Wie die Fotosequenz eindeutig beweist, bricht sein Pferd nach rechts aus. Das haben die Richter mit Sicherheit negativ bewertet. Dankenswerterweise hat die Autorin uns sehr anschaulich deutlich gemacht, worin die Gefahren eines Trainings bestehen, das mit sehr viel Druck versucht, in kürzerer Zeit dasselbe Verhalten herauszukitzeln. Das Ergebnis ist ein anderes. Vielleicht sind schnelle Erfolge nicht unmöglich, aber auf die Dauer ist das sicherlich nicht das Richtige. Wenn man nach kurzer Zeit mit einem neuen Pferd wieder von vorne anfangen muß, hat man im Endeffekt bestimmt keine Zeit gespart. Das läßt sich mit den schnellen Autos vergleichen, die viel häufiger tanken müssen und damit die Zeit wieder verlieren, die sie vorher gewonnen haben. |
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Kürzlich erst führte George Maschalani vor ausgesuchten Experten seine Methode vor (» Classic meets Western):
Dieses Zitat scheint zu belegen, daß das Westernreiten endlich von den etablierten Funktionären wahrgenommen und anerkannt wird. Es wird höchste Zeit, denn spätestens wenn das Westernreiten olympische Disziplin geworden ist, wird auch unser Land sich seinen Anteil am Medaillensegen abholen wollen. Und wenn man dann mal Pferde hat, die gut genug sind, um im internationalen Vergleich bestehen zu können, wird man diese Pferde nicht verschleißen wollen. Im Gegenteil, man wird sie hegen und pflegen, damit sie möglichst lange auf der Höhe ihrer Leistung bleiben, um dann irgendwann einmal in den verdienten Ruhestand gehen zu können. So gesehen ist der Wettbewerb nicht nur für die Auslese der Pferde wichtig, sondern auch für den Umgang mit ihnen. Je wertvoller ein Pferd, desto mehr Gedanken macht man sich um sein Wohlergehen. Das soll dann wohl auch auf die anderen Pferde abfärben. So hoffen wir denn, daß sich das Problembewußtsein und die Verhaltensweisen allmählich auf breiter Front ändern. Es gibt übrigens auch ein Video von George Maschalani, das er auf der Veranstaltung des Pferdesportverbandes Rheinland vorgeführt hat: » Der fliegende Wechsel; dort eine Telefonnummer, über die man das Video sicher bestellen kann, ansonsten bestimmt auch bei George Maschalani direkt. |
Abbildungen |
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zu Ausgabe Sehr geehrter Herr Stürenburg, besten Dank, daß Sie uns auf Ihren Artikel aufmerksam gemacht haben. Wir freuen uns sehr über die positive Buchkritik. Aber, wenn Ihnen dieses frühe "Machwerk" schon so gut gefallen hat, dann sollten Sie unbedingt das neue Buch lesen und vor allem mal das Video anschauen. Da wird es so manchen Aha Effekt geben. Was die Richtigkeit des Artikels betrifft, so ist von unserer Seite aus lediglich die Aussage über Yukon zu bemängeln. Es ist zwar richtig, daß er vor der genannten Show in Nümbrecht nur eine Woche bei uns war, aber zwei Jahre zuvor war er unter seinem vorigem Besitzer für einen sehr langen Zeitraum bei uns und wurde erfolgreich geshowt. Der neue Besitzer hat es dann zuerst mit einem anderen Trainer probiert, da ihm Deutschland zu weit war, hat sich dann aber doch entschlossen, das Pferd noch mal zu bringen, nachdem sich der gewünschte Erfolg halt nicht einstelle. Mein Mann brauchte dann nur noch das bereits Erlernte wieder hervor zu kramen und etwas auf zu frischen. Dafür reichte eine Woche gerade so. Das ist, denke ich ein weiterer Beweis für eine grund solide Basisausbildung. - Wenn man nach Jahren immer noch darauf zurückgreifen kann. Bitte flechten Sie das in den Artikel noch mit ein, damit kein falscher Eindruck entsteht. Besten Dank, MfG J.Kaiser |
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zu Ausgabe Sehr geehrter Herr Stürenberg, Ich kann mich der Meinung von Frau Reiss nur anschließen. Auch ich habe Herrn Maschalani reiten sehen. Anlässlich einer Hengstpräsentation in Baden-Württemberg Anfang des Jahres. Dort ritt er Passionate Andy (der jetzt bei von Grisha Ludwig trainiert wird). Was ich dort sah, hatte mit dem wie Sie Herrn Maschalani in Ihrem Artikel zitieren, nicht das geringste zu tun. Ruppig und teilweise grob hat er den Hengst geritten. Vorne viel zu eng und immer schön auf Effekt (Einerwechsel durch die Länge der Bahn, in welchem Pattern kommt das bitte vor?) Wenn man sich in der Szene umhört hat Herr Maschalani den Ruf, ein Englischreitender Westernreiter zu sein. Was Ihre Recherche zum Artikel in Cavallo 6/00 angeht: Der Artikel liegt mir vor. Dort werden ohne jede Wertung die Meinung der verschiedenen Ausbilder abgedruckt. Wenn Sie die Adresse des (real existierenden) israelischen Trainers brauchen, warum fragen Sie nicht in der Redaktion nach? Ihre Polemik ist journalistisch wirklich schlechter Stil, der Sie nicht gerade in ein gutes Licht rückt. Mit freundlichen Grüßen G. Charles
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zu Ausgabe Sehr geehrter Herr Stürenberg, Sie hätten die Möglichkeit nicht nur gehabt, sondern haben die Möglichkeit immer noch, den Text auf Ihrer Homepage zu ändern. Und auf Nachfrage werden auch Kopien von Artikeln versendet.... In die Stimmdiskussion möchte ich nicht eingreifen. Nur soviel: Ich habe viel Kontakt zu Pferden und deren Menschen im therapeutischen Bereich. Dort sehe ich immer wieder, das Pferde auch ohne konkrete Stimmhilfe sehr gut ihren Job machen, z. B. bei Spastikern, die unkontrollierte, teilweise sehr schrille Geräusche machen, die ein Pferd eher erschrecken könnten. Auch kenne ich einen taubstummen Reiter, der fabelhaft mit den ihm anvertrauten Pferden zurechtkommt. Persönlich schließe ich mich der Meinung von Neindorffs in dem von Ihnen erwähnten Artikel an. Schade finde ich auch, das Sie nicht erwähnt haben, das der Einsatz von Stimmhilfen beim Turnier (gerade im Westernsport) zu Punktabzug führt. Mit freundlichen Grüßen Gabriele Charles
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zu Ausgabe Sehr geehrte Damen und Herren, da ich bei dem von Frau Reiss beschriebenen Abreiten in Schlüsselfeld nicht anwesend war, möchte ich hier auf ihre Schilderung nicht eingehen und ihre Wertung dessen auch nicht kommentieren. Seltsam finde ich allerdings wieso Frau Reiss zu dem Eindruck kommt, dass es "hinter den Kulissen" bei George Maschalani ganz anders aussieht. Nach ihren eigenen Worten hat sie mit anderen Zuschauern die Beobachtungen in aller Öffentlichkeit auf einem Turnier gemacht, - da kann wohl von "hinter den Kulissen" keine Rede sein. Da ich eigentlich schreibfaul bin hätte der Leserbrief für sich genommen mich nicht dazu gebracht hier den ersten Leserbrief meines Lebens zu verfassen. Was ich aber leider in den letzten Wochen feststelle ist, dass in einigen Medien, Foren und Chatrooms eine regelrechte Hetzjagd gegen George Maschalani geführt wird, mit dem Ziel einen vermeintlichen "Pferdeschinder" und "Tierquäler" zu entlarven. Nach meiner Überzeugung läuft hierbei "hinter den Kulissen" so einiges ab und manche Leute aus der Western-Szene sehen ihre Stunde gekommen auf George Maschalani einzudreschen. Gerade weil bei George nichts "hinter den Kulissen" abläuft und er schon immer und überall seine Meinung offen kundgetan hat (was diplomatisch oft nicht besonders klug war) gibt es in der Szene Viele die nun eine Gelegenheit sehen es ihm heimzuzahlen. Auch sein Reiten und sein Training hat immer öffentlich und nicht hinter "verschlossenen Türen" stattgefunden, ob auf Turnieren oder zu Hause. In George Maschalanis Trainingsstall gibt es im wahrsten Sinne des Wortes nur "offene Reithallen", -von jedermann einsehbar. Auf dem Gestüt sind rund um die Uhr Feriengäste, Reitschüler und Besucher. Dort ist es nicht möglich, - was auch immer -, "hinter den Kulissen" zu tun und es verborgen zu halten. Ich möchte nicht missverstanden werden, man kann und muss über Trainingsmethoden und das Thema Tierquälerei in der Westernreiterei diskutieren, da liegt einiges im Argen. Es muss auch nicht jeder mit George Maschalanis Reitweise, Ausbildungsmethoden und Meinungen einverstanden sein. Was mich aber ankotzt ist die heuchlerische, und in der Regel anonyme, Art und Weise wie seit Wochen eine Kampagne geschürt wird um George Maschalani persönlich zu schaden. Unbewiesene Behauptungen, Gerüchte und viel "Hörensagen" lassen sich heute nur allzu leicht, gezielt, mittels Internet, in die Öffentlichkeit bringen und viele steigen gerne darauf ein. Ein solches Niveau war früher eigentlich nur der Bildzeitung vorbehalten. Für mich war und ist George Maschalani mein bester Reitlehrer, und er ist mein Freund. Gerade deshalb musste ich das mal loswerden. Karl-W. Schreitz, Friedrichsdorf |
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zu Ausgabe Kommentar zu Seite http://www.pferdezeitung.com/Berichte/225/Gesamttext/ 2003-07-28 14:52:22 George Maschalani Sehr geehrte Damen und Herren, Da ich bei dem von Frau Reiss in ihrem Text beschriebenen Abreiten in Schlüsselfeld nicht anwesend war, möchte ich auf die Schilderung nicht eingehen und ihre Wertung dessen auch nicht kommentieren. Seltsam finde ich allerdings wie Frau Reiss zu dem Eindruck kommt, dass es "hinter den Kulissen" bei George Maschalani ganz anders aussieht. Nach ihren eigenen Worten hat sie mit anderen Zuschauern ihre Beobachtungen in aller Öffentlichkeit auf einem Turnier gemacht, – da kann wohl von "hinter den Kulissen" keine Rede sein. Da ich eigentlich schreibfaul bin und auch noch nie vorher einen Leserbrief geschrieben habe, hätte dieser Kommentar von Frau Reiss für sich genommen mich auch jetzt nicht dazu gebracht hier Stellung zu nehmen. Was ich aber in den letzten Wochen feststelle ist, dass in einigen Medien, Foren und Chatrooms eine regelrechte Hetzjagd gegen George Maschalani geführt wird mit dem Ziel einen vermeintlichen "Pferdeschinder" und "Tierquäler" zu entlarven. Nach meiner Überzeugung läuft HIERBEI "hinter den Kulissen" einiges ab und manche Leute aus der Western-Szene sehen ihre Stunde gekommen auf George Maschalani einzudreschen. Gerade weil bei George nichts "hinter den Kulissen" abläuft und er schon immer und überall seine Meinung offen kundgetan hat, (was diplomatisch oft nicht besonders klug war), gibt es in der Szene viele die nun eine Gelegenheit sehen es ihm heimzuzahlen. Auch sein Reiten und sein Training hat immer öffentlich und nicht "hinter verschlossenen Türen" stattgefunden, ob auf Turnieren oder zu Hause. In George Maschalanis Trainingsstall gibt es im wahrsten Sinne des Wortes nur "offene Reithallen", – von jedermann einsehbar. Auf dem Gestüt sind rund um die Uhr Feriengäste, Reitschüler und Besucher. Dort ist es nicht möglich, – was auch immer – , "hinter den Kulissen" zu tun und es verborgen zu halten. Ich möchte nicht missverstanden werden, man kann und muss über Trainingsmethoden und das Thema Tierquälerei in der Westernreiterei diskutieren, da liegt einiges im Argen. Es muss auch nicht jeder mit Georges Reitweise, Ausbildungsmethoden und Meinungen einverstanden sein. Was mich aber ankotzt ist die heuchlerische, und in der Regel anonyme, Art und Weise wie seit Wochen eine Kampagne geschürt wird um George Maschalani persönlich zu schaden. Unbewiesene Behauptungen, Gerüchte und viel "Hörensagen" lassen sich heute nur allzu leicht gezielt, mittels Internet, in die Öffentlichkeit bringen und viele steigen gerne darauf ein. Ein solches Niveau der Berichterstattung und Auseinandersetzung war früher eigentlich nur der Bildzeitung vorbehalten. Für mich war und ist George Maschalani mein bester Reitlehrer, – und er ist mein Freund. Gerade deshalb musste ich das hier mal loswerden. Karl-W. Schreitz, Friedrichsdorf |
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