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Presseinfos News: Susanne Hennig

Leserbriefe   Magazin Magazin, Ausgabe 269, erschienen am 23.05.2004

Leserbriefe

chronologisch

Notizen  Leserbrief  1281 vom 18.05.2004
zu Ausgabe Magazin  268
Ihre tolle & wirklich unproblematische Webseite

Guten Tag Herr Popken,

ich bin immer ganz beeindruckt, wie viel Arbeit Sie in Ihre Webseite stecken & auch, wie viele Gedanken Sie sich um alles machen. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen!

Einzig die gedankenschwere Geschichte \"Versand der Pferdezeitung als Datei\", die Sie einige Editorials lang beschäftigt hatte, fand ich recht erstaunlich. Ich selbst gehe einfach Anfang der Woche übers Internet auf Ihre Seite & bin damit kreuzglücklich. Wie bei einer Printzeitschrift lese ich natürlich nicht alles, aber ich kann mir das ja aussuchen & bequem über die Seite scrollen.

Die Trakehner-Geschichte ist wirklich klasse, mehr von der Sorte!!! Mit Befriedigung habe ich von dem Ausgang des Rechtsstreites zwischen Ihnen & Frau Frevert gelesen. Vor ca. 1 1/2 Jahren habe ich mit Frau Frevert einige Mails getauscht: ich hatte mangelnde Aktualität & Qualität der Seite bemängelt, ihr Tenor war das Jammern über \"alles muß ich selber machen\" & \"keiner hilft mir\" & \"es ist alles so schwierig\"; wie das halt im realen Leben so ist... Ich habe ihr einen VHS-Kurs zur Erstellung von Internet-Seiten empfohlen; schlußendlich wurde die Seite durch einen Platzhalter ersetzt.

Der Markt bereinigt sich manchmal tatsächlich von selbst & \"Mühe allein genügt nicht\".

Ihnen wünsche ich weiterhin sehr viel Erfolg mit Ihrer übersichtlichen, gehaltvollen & aktuellen Seite, die für mich eine der wichtigsten Online-Publikationen geworden ist.

Einen ganz herzlichen Gruß aus dem malerischen Bottrop!
Susanne Brefort

PS: Wie kann man eigentlich an der Verlosung Ihrer Webpräsenz-Gestaltung teilnehmen? Das ist mir irgendwie durchgegangen.

Sehr geehrte Frau Brefort,

herzlichen Dank für Ihr Lob! Es ist für mich immer sehr wichtig, zu erfahren, wie meine Arbeit bei den Lesern ankommt – aber das ist natürlich nichts Besonderes, jeder möchte wissen, ob er seinen Job gut macht.

Ich finde es schade, daß Frau Frevert keinen Erfolg gehabt hat. Das Internet gaukelt manchmal mehr Herzlichkeit und Wärme vor als wirklich vorhanden ist. Im Grunde ist es ein sehr anonymes Medium, aber auch nicht viel anders als etwa Printmedien. Auch das Buch, das Frau Frevert geschrieben hat, wird sich im Markt bewähren müssen, und niemand kann diese Bewährungsprobe wirklich beeinflussen.

Aufgrund der sehr hohen Zugriffszahlen der Vorwoche hatte ich tatsächlich auch den Eindruck, als ob der Bericht über das Trakehnergestüt viele Leser interessiert. Allerdings lagen die Zugriffe am Montag deutlich unter dem Durchschnitt. Nun könnte man das wiederum dem guten Wetter zuschreiben, aber da die meisten Leute, zumindest tagsüber, vom Büro aus zugreifen, dürfte sich die Wetterlage eigentlich nicht so drastisch auswirken. Nun ja, wer weiß, vielleicht verstehe ich die Sache ja eines Tages etwas besser.

Auf jeden Fall möchte ich Ihrer Anregung folgen und mehr in dieser Richtung machen. Vielleicht wird man auf lange Sicht einen Trend erkennen können.

Die Verlosung wurde vier Wochen lang oben links unterhalb des Gemäldes angeboten. Hätten Sie gerne für sich selbst gewonnen oder für jemand anderen?

Die Verlosung warf wieder eine ganze Reihe von Rätseln auf. Die Gewinnerin der dritten Woche zum Beispiel hat sich drei Wochen lang regelmäßig beteiligt, bis heute jedoch nicht auf Ihren Gewinn reagiert. Die Seite ist jetzt schon zwei Wochen lang online und ich weiß nicht, ob sie der Eigentümerin gefällt. Eigentlich sollte diese ja auch aktiv damit arbeiten; ich würde ihr gerne Schützenhilfe geben.

Besonders gefreut hat mich, daß Sie mit der Pferdezeitung gut zurechtkommen. Ich bedanke mich sehr herzlich für die guten Wünsche und wünsche auch Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Werner Popken

Notizen  Leserbrief  1282 vom 19.05.2004
AW: Ihre tolle & wirklich unproblematische Webseite

Guten Tag Herr Popken,

das Lob haben Sie sich ehrlich verdient, das muß man Ihnen neidlos lassen!!!

Ja, ich hätte mir auch ein weiteres, gutes Pferdemagazin im Internet gewünscht. Mein Hauptkritik an Frau Freverts Seite war vor allem die mangelnde Aktualität & genau darin sehe ich nun einmal den großen Vorzug des Internets. Daß dies ein Minimum an technischem Know-How & eine gute Portion Arbeit voraussetzt, muß ich Ihnen ja nicht erzählen.

Ich hätte gern für mich selbst gewonnen - meine eigenen Kenntnisse in puncto Webseitengestaltung halten sich nämlich durchaus in Grenzen. Daher habe ich meine Webpräsenz bei Strato angemietet, die bieten vorgefertigte Baukästen, die man nur noch mit Inhalten füllen muß. Das ist nun weder sonderlich individuell noch originell, man muß sich aber wirklich nicht viel dabei denken. Übrigens haben Sie mit dem Tip, wie man jpg-Bilder verkleinern kann, genau ins Schwarze getroffen, endlich habe ich auf meiner Webseite mein Foto. Sie sehen, Ihre Pferdezeitung ist mir auch ganz \"unpferdisch\" immer wieder von großem Nutzen.

Dabei fällt mir ein, daß Sie mal einige sehr schöne Artikel zum Thema Fotografieren veröffentlicht haben. Wo kann ich die in der Pferdezeitung finden? Die Suchfunktion hat mir dabei leider nicht sehr geholfen.

Zugriffszahlen halte ich übrigens für unberechenbar. Ich selbst konnte in dieser Woche erst am Dienstag in die Pferdezeitung schauen - ich bin selbständig & war halt Montag den ganzen Tag beim Kunden. Vielleicht hatten auch andere/viele Leser am Montag einfach zu viel zu tun.

Mit einem herzlichen Gruß aus Bottrop!

Susanne Brefort M.A.

Sehr geehrte Frau Brefort,

herzlichen Dank! Ich habe das Wort "Foto" in die Suchbox rechts oben eingegeben und daraufhin jede Menge Fundstellen gefunden. In der Abteilung "Tips" gab es 18 Fundstellen, darunter vermutlich auch die, die Sie suchen, zum Beispiel  Brennweiten,  Bildschärfe,  Bildgröße.

Wenn Sie schon wissen, in welcher Abteilung Sie suchen wollen, können Sie auch gleich im Menü die richtige Abteilung anwählen, hier zum Beispiel die Tips, und dann im Inhaltsmenü die Suche auswählen; dann wird nur in dieser Abteilung gesucht.

Was die Zugriffszahlen betrifft: In dieser Woche gibt es einen Feiertag und in der nächsten Woche ist Pfingsten. Vermutlich nutzen viele Leute in diesem Jahr den einzigen Brückentag, um ihren Urlaub etwas auszudehnen. Die schwachen Zugriffe ziehen sich nämlich durch die ganze Woche. Das wäre eine plausible Erklärung.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Popken

Notizen  Leserbrief  1283 vom 19.05.2004
Re: Pferdemesse im Internet / Ihre Messeseite

Lieber Werner Popken,

ich habe mir gerade unser  Angebot der Woche angeschaut das Sie gemacht haben Ich muss sagen ..ich bin einfach total begeistert! Sie machen eine Spitzenarbeit! Vielen Dank!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Liebe Grüsse aus Spanien

Daniela Rubio

Notizen  Leserbrief  1284 vom 19.05.2004
Hallo Herr Popken,

ich habe mir Ihre Messeseite mal angesehen.....mmmmh....bin ehrlich gesagt nicht so richtig überzeugt. Der Unterschied zwischen den normalen Anzeigen und den Messeanzeigen ist - finde ich - nicht deutlich. Zur Zeit wirkt die Messeseite auf mich daher wirklich nur wie eine neue Rubrik.

Auch das Werkzeug \"Banners\" und die \"Zwischeneinblendungen\" in den normalen Rubriken sind nicht richtig deutlich und können daher leicht übersehen werden.

Ich denke nicht, daß auf diese Art eine große Resonanz erreicht wird.

Allerdings finde ich die Idee an sich sehr gut....nur die Gestaltung überzeugt mich nicht.

Ein etwas farbigere, größere (auf Ihrer Seite ist alles ziemlich klein...Menschen ohne Adlerauge dürften daher manchmal Probleme bekommen) Darstellung, evtl. mit einer Art \"kleinen Messeständen\" die farbig voneinander abgehoben sind, fände ich ansprechender. Also eine richtige Messe....mit Messehallen zum Thema Zubehör, Pferde, Beritt, usw. und darin dann die Messestände mit den einzelnen Ansprechpartnern...oder so.

Der Mensch ist doch von Natur aus neugierig...zumindest der weibliche Teil der Bevölkerung ;-) .... da würde dann auch der Entdeckertrieb gefördert.

Also wie gesagt, zum jetzigen Stand überzeugt mich die Darstellung noch nicht...die Idee an sich ist aber prima.

Gruß Babette Krall

Sehr geehrte Frau Krall,

herzlichen Dank für Ihre Kritik! Ich fand sie sehr hilfreich und denke, daß Sie wohl recht haben. Ich habe daher durch verschiedene Maßnahmen in Ihrem Sinne versucht, die Sache stärker herauszuarbeiten. Habe ich Sie richtig verstanden?

Mit freundlichen Grüßen

Werner Popken

Notizen  Leserbrief  1285 vom 21.05.2004
Werbung in Ihrer Zeitung

Guten Tag,

Mit Vergnügen sehe ich mir Ihre Seiten immer wieder an, wir haben auch schon Pferde verkauft und dafür bin ich Ihnen dankbar.

Dieses Portal ist wirklich fair und gut.

Mit erschrecken sehe ich nun Reitsportzubehör und das auf penetrante Art ( gleich 3x ) in der Pferdeverkaufsseite.

Ist es Ihnen möglich, dieses zu verhindern?

MfG

Elisabeth Kandl

Sehr geehrte Frau Kandl,

herzlichen Dank für Ihre Zuschrift! Es ist immer wichtig, von den Lesern zu hören, wie das Angebot ankommt. Wenn der Hinweis auf Reitsportzubehör dreimal gekommen ist, so nur durch Zufall. Diese Hinweise werden blind gemischt und sieben davon jeweils ausgewählt, so daß normalerweise Wiederholungen relativ selten sein sollten.

Es tut mir leid, daß Sie diese Hinweise als penetrant empfinden. Ich habe mich bemüht, die Hinweise herauszuheben, damit sie zur Kenntnis genommen werden, zugleich aber so zurückhaltend zu bleiben, daß die Leser eben gerade nicht belästigt werden.

Selbstverständlich kann ich das verhindern – ich habe es ja gerade erst selbst reingebracht. Die Frage ist: Will ich das? Warum habe ich das gemacht, was habe ich damit bezweckt, was ist der Sinn des Ganzen, wie kann man es hinbekommen, daß der Zweck erfüllt wird, ohne unerwünschte Nebenwirkungen?

Es freut mich, daß Sie gern die kostenlosen Leistungen der Pferdezeitung in Anspruch nehmen. Die Betonung liegt hier auf "kostenlos". Seit der Gründung der Pferdezeitung war mir klar, daß die Leser niemals auch nur einen Cent für diese Leistungen ausgeben würden, die selbstredend nicht kostenlos zu haben sind. Wer die Zeche zu bezahlen hat, ist dem Leser egal.

Deshalb mußte ich ein Konzept entwickeln, wie die enormen Kosten anderweitig aufgebracht werden sollten. Es ist nicht zu verantworten und von niemandem zu leisten, permanent in Vorleistung zu gehen, ohne jemals einen Ausgleich erhoffen zu können, auch von mir nicht. So ist unsere Welt nicht gebaut. Die Amerikaner sagen ganz richtig: "Ein kostenloses Mittagessen gibt es nicht" ("There is no free lunch").

Deshalb ist der moderne Verbraucher extrem mißtrauisch, wenn er etwas geschenkt bekommen soll. Er weiß nämlich im Grunde genau, daß man nichts verschenken kann, weil alles bezahlt werden muß. Daher sucht er verzweifelt nach dem verborgenen Pferdefuß, der hinten herum die Kosten wieder hereinbringen soll und letzten Endes den Verbraucher vielleicht übel hereinlegt.

Ein gutes Beispiel sind die modernen Funktelefone. Die Industrie hat sie verschenkt; die Leute haben wie wild telefoniert, bis sie gemerkt haben, daß das Telefonieren sehr teuer ist. Manch einer hat sich damit sogar ruiniert. Insbesondere Jugendliche waren in dieser Hinsicht sehr verführbar.

Ich würde mich sehr unwohl fühlen, wenn ich die Kosten auf unethische Art und Weise hereinbringen müßte. Deshalb habe ich nach einer Lösung gesucht, die mich gar nicht erst in dieses Dilemma bringt. Die Pferdezeitung hat Erfolg, weil sie etwas bietet, was die Leser haben wollen. Wenn sie nun noch mehr von dem bieten würde, was die Leser haben wollen, wofür aber wiederum andere Leute gern bezahlen möchten, weil sie ihrerseits davon profitieren, wäre allen geholfen. Wie muß man sich das vorstellen?

Die Pferdezeitung überträgt das Modell eines Magazins auf das Internet. Das Modell des Magazins hat sich nämlich bewährt und die Frage war lediglich, ob sich dieses Erfolgsmodell auch im Internet realisieren läßt. Sehr gut, wie der Erfolg der Pferdezeitung zeigt. Die Pferdezeitung kann sogar noch in vielerlei Hinsicht verbessert werden, wenn die Finanzierung gewährleistet ist. Viele gute Ideen scheitern einfach an nicht vorhandenen Mitteln.

Magazine finanzieren sich zum überwiegenden Teil über Anzeigen. Ich wüßte nicht, daß die Leser sich darüber beschweren, daß mindestens die Hälfte eines Magazins aus Anzeigen besteht. Die Firmen, die die Anzeigen bezahlen, können dies natürlich nur dann auf Dauer verantworten, wenn sich diese Aktivität für sie lohnt. Und da sie dies tun, muß man schließen, daß Anzeigen wirksam sind.

Mit anderen Worten: Es gibt genug Leser, die das kaufen wollen, was die Inserenten anzubieten haben. Wunderbar! Alle kommen zu ihrem Recht! Die Anbieter gehen über die Anzeige an die Öffentlichkeit, weil sie Kunden suchen; die Kunden finden über die Anzeigen diejenigen, die ihnen das bieten, was sie brauchen. Es findet ein Austausch statt. Ohne Austausch würden alle Räder stillstehen, alles würde zusammenbrechen. Unsere Wirtschaft, unsere Existenz hängt davon ab, daß der notwendige Austausch zustandekommt.

Eine Pferdemesse ist ebenfalls ein Erfolgsmodell. Messen sind seit alters her ein Ort des Austausches und viel älter als Magazine. Der Erfolg der Messen in unserer Zeit ist umso erstaunlicher, als eine Messe zu fast 100% als Marketingveranstaltung konzipiert ist, der ein leichter Schleier an Unterhaltung übergeworfen wurde. Trotzdem strömen die Leute auf die Messen und zahlen sogar Eintritt, obwohl sie sonst gegen jegliche Art von Werbung und Marketing höchst allergisch sind. Wiederum gilt wie bei den Magazinen: Nur dann gehen die Aussteller auf die nächste Messe, wenn es sich für sie gelohnt hat.

Warum nun gehen die Verbraucher auf Messen und zahlen sogar dafür? Weil sie eine Marktübersicht brauchen und die Messe dafür die beste Möglichkeit bietet. Im übrigen kaufen wir alle durchaus gern ein, das darf man nicht vergessen. Wir brauchen ja alles mögliche wirklich.

Eine reale Messe kann eine solche Marktübersicht aber nur teilweise bieten. Eine Messe im Internet könnte, bis auf den persönlichen Kontakt und die Möglichkeit, die Ware sofort mitzunehmen, zumindest die Informationen genausogut oder noch besser vermitteln, und zwar vollständig und ununterbrochen. Deshalb habe ich auf der Equitana 99 die Pferdemesse in der Pferdezeitung vorgestellt. Auf der Seite » Pferdezeitung.com/Messe/Informationen finden Sie 15 gute Gründe, warum jemand an der Pferdemesse teilnehmen sollte.

In diesem Sinne habe ich am Mittwoch mit Frau Krall gesprochen, weil ich den Eindruck hatte, daß eine Messepräsentation ihres Unternehmens ihren geschäftlichen Erfolg beflügeln könnte. Genau wie Sie hatte Frau Krall bereits mehrfach inseriert, auch ein Pferd verkauft, aber der Erfolg könnte besser sein.

Frau Krall hat sich daraufhin die Sache angeschaut und fand die Idee zwar im Prinzip richtig und attraktiv, aber viel zu unscheinbar präsentiert.

Nun bewerbe ich die Pferdemesse als solche bereits seit langer Zeit. Seit einem halben Jahr präsentiere ich zwei große Banners am Anfang einer jeden Seite, die dem Leser signalisieren sollen: Pferdemesse, das müßte dich eigentlich interessieren, schau doch mal!

Und was stelle ich fest: Die Leser blenden die Banners komplett aus. Auch Frau Krall hatte die Banners noch überhaupt nicht wahrgenommen. Die ganze Idee der Pferdemesse war ihr nicht vertraut.

[Banner][/Banner]

Vor einigen Wochen habe ich, weil ich selbst die Notwendigkeit sah, die Leser verstärkt auf dieses Angebot hinzuweisen, an verschiedenen Stellen "Textanzeigen" eingebaut, so z.B. am Ende des Menüs und am Ende einer jeden Seite, nach dem Seitenmenü und bei den Anzeigen auch zwischendurch, unter dem Motto: Kennen Sie schon?

Frau Krall bemerkte, daß diese Hinweise zu unscheinbar sind und von ihr fälschlicherweise als Hinweise auf neue Rubriken wahrgenommen wurden. Ich hatte den Eindruck, daß diese Kritik berechtigt ist. Deshalb habe ich gestern Abend einige Änderungen vorgenommen, an denen Sie nun Anstoß nehmen.

Frau Krall wollte gerne, daß der Messecharakter deutlicher wird. Da grafische Hinweise erfahrungsgemäß unwirksam sind, schien mir die gefundene Lösung brauchbar zu sein. Zunächst der Hinweis auf die Pferdemesse insgesamt, dann eine Zufallsauswahl von Abteilungen, die schon bevölkert sind. Da sich diese Auswahl immer wieder ändert, sollte der Leser nach kurzer Zeit ein Gefühl dafür bekommen, was ihn dort erwartet, und neugierig stöbern.

Immerhin haben Sie diese Neuigkeit wahrgenommen. Das ist ein Erfolg. Leider war die Wahrnehmung negativ besetzt. Ich konnte Sie also nicht dazu verleiten, die "Messehallen" zu betreten. Das ist schlecht, sehr schlecht. Denn der Erfolg der Pferdemesse hängt natürlich davon ab, daß die Leser davon Gebrauch machen und die "Aussteller" auf ihre Kosten kommen, weil die Leser auf diese Weise Lösungen für ihre Probleme finden. Mein Kunde sind Sie, der Leser, und für den Leser reiße ich mir die Beine aus, nicht für den zahlenden Kunden, den "Aussteller". Der hat nämlich auch nur dann Erfolg, wenn mein Kunde zufrieden ist.

Wenn es gelingen würde, die gesamte Pferdewelt in der Pferdemesse zu repräsentieren, kämen alle auf ihre Kosten. Die Leser, weil sie wirklich eine vollständige Marktübersicht über alle Bereiche erhalten und sich umfassend informieren können, die "Aussteller", weil bekanntlich Konkurrenz das Geschäft belebt und zu äußerst geringen Kosten eine wirklich umfassende Informationsvermittlung möglich ist, und die Pferdezeitung, weil sie ihre Leistungen durch die Einnahmen um ein Vielfaches steigern könnte. In jeder Ausgabe könnte jeder zu seinem Spezialgebiet interessante Informationen finden, die Galopperfreunde, die Traberfreunde, die Dressurreiter, die Westernreiter, die Distanzreiter, die Fahrer, die Freizeitreiter, die Wanderreiter, die Voltigierer, und was dergleichen Nischen sonst noch sein mögen.

Denken Sie allein an die vielen Züchter! Wie kann man sich dort orientieren? Was will Züchter A, was bietet Züchter B? Züchter können sich im allgemeinen überhaupt nicht auf Messen präsentieren, weil die Kosten viel zu hoch sind. In der Pferdemesse im Internet sind die Kosten tragbar. Sie finden bereits einer Reihe von Züchtern, die sich mehr oder weniger umfangreich vorstellen, teilweise bereits seit Jahren, und sehr gute Erfahrungen mit der Messeseite gemacht haben.

Am letzten Wochenende haben wir die erste Seite eines Sattelanbieters bekommen – wie viele gibt es auf dem Markt? Wenn Sie einen Sattel kaufen wollen – wie groß ist Ihr Informationsbedürfnis?

Die größte Messeseite ist derzeit noch nicht freigeschaltet, aber sie hat 265 Bilder. Wenn Sie die Seite platzsparend in der Druckversion ausdrucken, brauchen Sie 55 Blatt Papier! Die Messeseite  Nösenberger z.B. benötigt 35 Seiten Papier. Eine weitere Seite zum Thema Ergänzungsfuttermittel ist fertig und noch nicht freigeschaltet, die 45 Seiten Papier braucht. Können Sie diese Informationsfülle in einer Anzeige in einem Magazin unterbringen? Können Sie diese Fülle an Informationen bei einem wirklichen Messebesuch erhalten? Natürlich nicht. Die Vorteile der Pferdemesse im Internet liegen auf der Hand.

Selbstverständlich könnten Sie auch auf die entsprechenden Homepages gehen, müßten sich dann aber mit der jeweiligen Struktur dort erst auseinandersetzen, um sich die Inhalte erschließen zu können. In der Pferdemesse der Pferdezeitung bewegen Sie sich überall gleich. Es gibt keine Verschachtelungen, Abschnitt reiht sich an Abschnitt, Sie können beliebige Abschnitte herausgreifen oder auch den gesamten Text auf einmal sehen.

Wie auf einer Messe kommt der Anbieter mit seinen Informationen zu Ihnen und verlangt nicht umgekehrt, daß Sie zu ihm kommen. Das funktioniert nämlich nicht, so viel Zeit haben Sie nicht. Die Welt ist riesig, das Angebot unüberschaubar, jede Hilfe zur besseren Erschließung des Angebotes sollte willkommen sein. Das ist die Intention der Pferdemesse.

Da Sie bereits Pferde verkauft haben, nehme ich an, daß Sie ebenfalls ein ernsthafter und professioneller Marktanbieter sind. Also müßten Sie ebenfalls eine Messeseite in der Pferdemesse schalten. Und damit daran interessiert sein, daß andere Leser auf Ihr Angebot aufmerksam werden.

Nun bewegen wir uns hier in einem Interessenkonflikt. Der Leser möchte nicht genervt werden, aber andererseits müssen wir ihm doch irgendwie deutlich machen, daß wir etwas haben, was ihn interessieren könnte. Wenn wir ihn verschrecken, haben wir verspielt. Was tun?

Die Werbeindustrie hat den Bogen ganz offensichtlich überspannt. Die Leute wurden mit immer aggressiveren Banners überzogen, und wer einmal einem solchen Hinweis folgte, wurde oftmals bitter enttäuscht. Im Herbst des letzten Jahres habe ich für eine Woche einen Test gefahren. Eine Vermarktungsorganisation hat mir einen Link gegeben, der zu Schlecker führte. Ich habe es selbst ausprobiert und fühlte mich um meine Zeit und Energie betrogen. Kein Wunder, daß die Leser ähnlich reagieren.

Google ist dafür berühmt, den Besuchern zu geben, was sie brauchen, und sie nicht zu nerven. Die Experten haben sich gefragt, wie Google seine Kosten deckt. Inzwischen kennen wir die Google-Werbung, die unaufdringlich dem Leser mehr von dem gibt, was er ohnehin haben will. Nach diesem Modell habe ich mich gerichtet.

Werbung ist mir zu wenig, ich setze auf Information. Die Pferdemesse ist deshalb kein Portal, die Pferdezeitung schon gar nicht. Die Pferdezeitung ist ein wöchentlich erscheinendes Magazin. Auch das haben manche Leser noch gar nicht verstanden. In der letzten Woche sprach ich mit jemandem, der schon seit langer Zeit die Pferdezeitung als Verkaufsplattform nutzt und noch nicht bemerkt hatte, daß es journalistische Beiträge gibt.

Ein Portal ist im Grunde ein Gelbe-Seiten-System, das Sie mehr oder weniger schnell auf die einzelnen Homepages weiterleitet. Die Pferdemesse will Sie nicht festhalten, aber auf gar keinen Fall nötigen, die Messe zu verlassen, um die Informationen zu bekommen, die Sie haben wollen. Deshalb ist die Messeseite für den Anbieter unbeschränkt und wird pauschal abgerechnet. Der Anbieter hat also keine Motivation, Ihnen Informationen vorzuenthalten.

Haben diese Erläuterungen Ihnen geholfen, die Situation zu verstehen? Haben Sie, ähnlich wie Frau Krall, gute Vorschläge, wie man die Lage verbessern könnte?

Mit freundlichen Grüßen

Werner Popken

Notizen  Leserbrief  1286 vom 21.05.2004
Anzeige von Fam.Buchholz

Die Anzeige AV Stute 20 Jahre Shem El Nadisha für 500,-€ Beistell/Zucht hatte mich interessiert und so habe ich Kontakt aufgenommen. Es folgte einiger reger Austausch in dem die Besitzerin der Stute und ich uns über den Kauf und die Abholung einigten. Da es ein recht langer Weg ist, waren für mich etliche organisatorische Dinge zu erledigen, nachdem einen Tag zuvor alle Kleinigkeiten, die ein Pferdekauf so mit sich bringt, zum wiederholten Mal, besprochen waren. Z.Bsp. sagte mein Partner eine angebotene Arbeit für den Tag ab, ich brachte meine beiden Kinder zu einer Freundin, der Stall wurde gerichtet, das Geld abgehoben, der Weg festgelegt und mit einer riesigen Vorfreude war es kaum noch zu erwarten. Dann, ein paar Stunden vor unserer Abfahrt der vernichtende Anruf von Frau Buchholz, es täte ihr leid, sie hätten es sich anders überlegt, sie wolle das Pferd doch nicht abgeben. Oh, es war für uns eine so bittere Enttäuschung. Wir hatte sogar angeboten, das Bucholzs sich erst bei uns umsehen, vor dem Kauf, aber das hielten sie nicht für notwendig. Ich verstand die Welt nicht mehr, aus der Traum vom Pferd. Ich bat die Frau, ihre Anzeige doch zurück zu ziehen um nicht noch mehr Menschen so weh zu tun. Leider ist die Anzeige noch immer im Netz. Ich möchte Sie bitten entweder mit der Frau Kontakt aufzunehmen oder die Anzeige zu löschen.

Ich würde mich sehr über eine kurze Nachricht von Ihnen freuen.

Mit freundlichen Grüße Petra Wenzel

Sehr geehrte Frau Wenzel,

ich habe mit Frau Buchholz gesprochen. Nach Rücksprache mit ihrem Mann hatte sie sich entschlossen, Ihnen die Stute doch nicht zu verkaufen. Das ist ihr gutes Recht. Es ist natürlich schade, daß Sie sich aufgrund der Zusage zunächst gefreut und darauf eingestellt haben, aber solche Sinneswandlungen kommen vor.

Vertragsrechtlich sieht die Sache so aus: Der Anbieter macht durch seine Anzeige kein Vertragsangebot, sondern fordert seinerseits zu einem Vertragsangebot auf. Sie als Interessent machen ein Vertragsangebot, das der Anbieter annehmen oder ablehnen kann. Erst dann kommt der Vertrag zustande, wenn beide Parteien sich in allen Einzelheiten einig sind. Sind sie das nicht, kommt der Vertrag nicht zustande.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Popken

Notizen  Leserbrief  1287 vom 21.05.2004
Re: Werbung in Ihrer Zeitung

Sehr geehrter Herr Popken,

Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt!

Die von Ihnen beschriebene Werbung finde ich absolut in Ordnung, außerdem sehr gut gemacht!!!

Mich stört es, daß ich unter Pferdeanzeigen zB. die Nr. 20907 finde.

Ich hoffe, Sie nicht gekränkt zu haben
und verbleibe mit freundlichen und herzlichen Grüßen aus Unterfranken,
Elisabeth Kandl

Sehr geehrte Frau Kandl,

vielen Dank für Ihre Antwort! Schön, daß Sie die Werbung in Ordnung finden und gut gemacht, das ehrt mich!

Sie haben mich keineswegs gekränkt, im Gegenteil: Ihr Leserbrief war für mich eine Gelegenheit, die Konzeption noch einmal zu überdenken und auszuformulieren.

Ich verstehe nur nicht ganz, was Sie zu bemängeln haben. Meinen Sie, daß unterhalb einer Pferdeanzeige eine Werbung erscheint? Jetzt endlich geht mir ein Licht auf! Ich habe mir die Anzeige  www.pferdezeitung.com/20907 angeschaut und was sehe ich da? Nanu! Das ist aber nicht im Sinne des Erfinders!

Herzlichen Dank, daß Sie mich darauf aufmerksam machen! Gibt es mehr davon? Anscheinend haben Sie schon drei dieser Anzeigen gesehen – da muß ich mich wohl auch mal aufmachen und mir Pferdeanzeigen anschauen...

Sie haben vermutlich alle drei Anzeigen entdeckt, wenn nicht noch jemand anders Unfug getrieben hat. Es handelt sich um eine Person, die es eigentlich besser wissen müßte. Sie hat tatsächlich eine Shetland Stute zu verkaufen, aber dann dreimal dieses Gebiß angeboten, und zwar als Shetland Stute sowie Welsh A und Wesh B.

Dabei bietet sie dieses Gebiß auch als Zubehör und als Sonstiges an. Drei weitere Anzeigen sind abgelaufen und sehr umfangreich betextet gewesen. Leider ist es jetzt zu spät, um dort anzurufen.

Am nächsten Tag: Die Dame war zu Hause und ganz überrascht, daß jemand an ihren Anzeigen Anstoß genommen hatte. Nachdem ich erläutert hatte, daß sie jemandem, der nach einem Pferd Ausschau hält, die Zeit stiehlt, sah sie ein, daß es keine so gute Idee war und hat die Anzeigen gelöscht.

Sie war gar nicht selbst auf die Idee gekommen, sondern "Anschlußtäter": sie hatte entsprechende Anzeigen gesehen und sich gedacht, daß das eine gute Möglichkeit sei, den richtigen Leuten ein unwiderstehliches Angebot zu machen.

Es ging hier nämlich um ein spezielles Showgebiß in kleinen Größen, nach dem sie selbst lange gesucht hatte. Und damit waren wir beim Kernproblem: Wie schafft man es, die Leute zu erreichen, die sich für genau das interessieren, was man selbst anzubieten hat?

Anlaß für mich, wieder einmal die Idee der Pferdemesse zu erläutern. Damit stieß ich auf großes Interesse, weil die Inserentin einen Onlineshop aufbaut und schon mehrfach Ärger bekommen hatte, weil sie ohne böse Absicht etwas getan hatte, an dem andere Anstoß nahmen. In der Folge wollte sie jetzt immer erst ihren Anwalt fragen.

Leider mußten wir das Gespräch dann unterbrechen und werden es später fortsetzen. Ich denke, daß die Onlinehändlerin mit der Pferdemesse sehr gut bedient ist. In jeder Pferdeanzeige finden sich Links auf Bereiche der Pferdemesse, die jeden interessieren müßten, der ein Pferd kaufen will. Diese Links sind unaufdringlich, einfach ein leises Angebot.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Popken

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