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Hauptartikel   Magazin Magazin, Ausgabe 293, erschienen am 06.11.2004

Magazin  Ausgabe 293

Grischa Ludwig, QH-Hengst BH Is Dun
FN-Meisterschaftsritt Reining Senioren

Foto: Autorenhinweise m_red  » Werner Popken
Abschnitt Abschnitte Hauptartikel:
  1. Abschnitt  Deutscher Meister FN Reining Senioren
  2. Abschnitt  Pattern 10
  3. Abschnitt  Halbfinale
  4. Abschnitt  Finale
  5. Abschnitt  Die Krone dem König
  6. Abschnitt  Gold, Silber, Bronze
  7. Abschnitt  Quellen / Verweise
  Inhaltsverzeichnis  Inhaltsverzeichnis
Teil Teil 1, Ausgabe Magazin 292:
Hauptartikel  Cutting Night

Teil Teil 2
Deutscher Meister FN Reining Senioren

Teil Teil 3, Ausgabe Magazin 294:
Hauptartikel  Deutsche Meisterschaft FN Jugend

Hauptartikel oben 

Deutscher Meister FN Reining Senioren

Sportliche Kunstform aus der Arbeitswelt

Zum Thema
Thema  Westernturnier



von Autorenhinweise m_red  » Werner Popken


Bad Salzuflen (fn-press). Er gewann vor vier Jahren die erste rasse- und verbandsübergreifende Deutsche Meisterschaft Reining. Grischa Ludwig (Bitz) wurde in Bad Salzuflen souverän erneut Deutscher Meister. Im Sattel des sechsjährigen Quarter Horse Hengstes BH Is Dun erhielt er am letzten Oktoberwochenende für seine Vorstellung den Score von 214, 5 Punkten. Damit setzte der WM-Reservereiter von 2002 sich deutlich vor den neuen Deutschen Vizemeister Volker Schmitt (Coesfeld) mit Higgi Baby Doll (211, 5), der damit auch seinen Erfolg von 2002 wiederholte.

Grischa Ludwig, nach dem Rückwärtsrichten
BH Is Dun, QH-Hengst, 6
Meisterschaftsritt: Spin
rechtsherum, rechtes Hinterbein steht
linksherum, linkes Hinterbein steht
+ 1/4 Umdrehung links, Stop, verweilen
Man merkte es schon, als Grischa Ludwig einritt. Er wollte die DM auf jeden Fall gewinnen. Das Pattern 10 für das Finale begann mit einem Sliding Stopp mit Rückwärtsrichten bis zum Punkt x.

Der 30-jährige Baden-Württemberger ging die Prüfung risikoreich an und ließ seinen Hengst richtig Tempo machen bis er in schönster Manier den gewünschten Stopp lieferte: BH Is Dun lief mit den Vorderbeinen weiter und rutschte mit der Hinterhand lange mit.

Präzise ging er in derselben Spur die zehn Meter rückwärts. Dann kamen die Spins zu beiden Seiten – schnelle Drehungen auf der Hinterhand, wobei ein Bein am Boden bleibt und das Pferd im schnellen Schritt um die Hinterhand kreuzt. Auch hier hohes Tempo und volles Risiko.

Mit den kleinen langsamen, großen schnellen Galoppzirkeln, Galoppwechseln bei x ging es weiter. Zum Abschluss gab es noch drei Sliding Stopps, zwei davon mit Rollback. 214, 5 Punkte war der Lohn für diesen Ritt.

Damit holte sich der bereits mit zahlreichen anderen Westerntiteln versehene Profitrainer als erster auch zum zweiten Mal den DM-Titel.

"Ich freue mich sehr darüber, dass mir das gelungen ist. Das war mein Ziel, sonst hätte ich hier gar nicht starten müssen", sagte er nach der Siegerehrung.

Ein großes Lob ging seinerseits auch an den Veranstalter. "Die haben sich hier alle Mühe gegeben, eine schöne Meisterschaft auszurichten. Und das ist ihnen gelungen."

Von jedem der drei Richter hatte Grischa Ludwig 71, 5 Punkte erhalten. Also je 1, 5 Punkte gewonnen.

Bei der Reining geht jeder Reiter mit 70 Punkten auf dem Konto in die Bahn. Je nach Ausführung für die einzelnen Manöver bekommt er halbe Punkte abgezogen, dazu oder – wenn die Leistung neutral ist – null Punkte. In diesem Falle fiel die Bilanz also eindeutig positiv aus.

Insgesamt zehn Paare hatten sich am Freitag Abend für das Finale am Sonntag qualifiziert. Darunter gleich drei Reiter – Schmitt, Ludwig und Mannschafts-Europameister Oliver Stein (Coesfeld) – mit zwei Pferden. Die zehn Paare starteten in der Reihenfolge ihrer Punkte aus dem Halbfinale. BH Is Dun und auch Volker Schmitts Higgi Baby Doll waren da wohl noch nicht so aus sich rausgekommen. Jedenfalls fielen der Titel als auch der Vizetitel gleich bei den ersten beiden Ritten.

Der mit Platz sieben in Jerez de la Frontera beste deutsche und europäische WM-Reiter Volker Schmitt und die sechsjährige Quarterstute waren die ersten des Finales vor Grischa Ludwig und BH Is Dun. Die nachfolgende Reiter und Scores blieben erst einmal alle unter 210 Punkten. Der 36-jährige Volker Schmitt konnte mit seinem zweiten Pferd TT Joker Jac nicht kontern (204) und somit auch nicht an Grischa Ludwig vorbeiziehen.

Der scorte mit seinem zweiten Pferd, dem siebenjährigen Quarter Horse Hengst Little Nic Tari, sogar noch 211, 5 Punkte und zog so mit Schmitt auf Platz zwei gleich. Auf dem Treppchen konnte Ludwig allerdings nur ein Mal stehen. Und so ging Silber an Volker Schmitt und Bronze an den Oliver Stein, der mit dem sechsjährigen Quarter Horse Hengst Kickin Freckles als letzter Reiter mit 211 Punkten noch mal ganz nah an den Vizetitel herankam.

"Das war eine hochprofessionelle Veranstaltung. Die Organisation machte einen sehr guten Eindruck. Der Rahmen und das Ambiente waren sehr schön für eine Deutsche Meisterschaft Reining. Auch die Siegerehrung war der Bedeutung des Titels angemessen und sehr würdig", lobte Friedrich Otto-Erley (Warendorf), Leiter der Abteilung Turniersport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), die Veranstalter – in diesem Fall die Erste Westernreiter Union und den Messeveranstalter Bad Salzuflen. Den plagte nur eine Sorge: Die 1.500 Tribünenplätze waren mit begeisterten Zuschauern restlos besetzt und so mussten einige Besucher draußen bleiben. Bo

Pattern 10  oben 



Volker Schmitt, 2. Pferd: TT Joker Jac
Galopp, die Hinterbeine setzen unter
Die Hinterbeine rutschen
Die Zügelführung wird bewertet
Der QH-Hengst kommt unbalanciert hoch
Das Maul ist schreckhaft aufgerissen
Reining ist eine Dressur im Western-Reitstil, die im Galopp geritten wird. Die Elemente einer Prüfung stammen aus der Arbeitswelt zu Pferd, die jedoch in Anlehnung an die klassische Dressur zu einer "sportlichen Kunstform" umgesetzt wurde:

  • schnelle und langsame Galoppzirkel,
  • fliegende Galoppwechsel,
  • Drehungen auf der Hinterhand (Spins),
  • rasante Stopps (Sliding Stops),
  • Hinterhandwendungen (Rollbacks) und
  • Rückwärts-Richten.

Die aufgezählten Elemente wiederholen sich in jeder Prüfung, sind jedoch unterschiedlich angeordnet.

Es gibt zehn Pattern (Aufgaben), die im Regelbuch festgehalten sind und auf jedem Turnier je nach Klasse ausgeschrieben werden. Reining erinnert durch die Reitweise an die Herkunft dieses Reitsports; so ist zum Beispiel die Zügelführung in den meisten Prüfungen einhändig.

Erwünscht ist die exakte Kontrolle des Pferdes am losen Zügel durch minimale Zügel, Schenkel- und Gewichtshilfen sowie durch die Stimme. (entnommen der Broschüre der NRHA).
» FN: Reining

Die Hauptaufgabe der Zukunft muss aber sein, Reining für den Zuschauer interessanter und nachvollziehbarer zu gestalten. Springreiten ist einfach, wenn die Stange fällt ist es ein Fehler.

Warum bei der Reining ein Stopp besser als der andere ist, ist für den "Laien" kompliziert. Wir müssen Darstellungsformen finden, die schnell und klar das Bewertungssystem rüberbringen. Weder der Arena-Zuschauer, noch der vorm Fernseher-Bildschirm, geht hinterher zur Richterkarte, um den Score nachzuvollziehen.
» Interview Helmut Schmaus-Gerstenberg


Pattern 10
Pattern 10

Nr.Aufgabe (Grafik siehe » AQHA Reining Pattern)
1. Bis hinter dem Marker in der Mitte reiten, Sliding Stop. Rückwärtsrichten zum Zentrum der Arena oder mindestens 3 Meter. Verweilen.
2. 4 ganze Spins nach rechts.
3. 4 ganze und 1/4 Spin nach links, so daß das Pferd auf die linke Begrenzung schaut. Verweilen.
4. Rechtsgalopp, 3 ganze Zirkel nach rechts. Die ersten beiden Zirkel groß und schnell, den dritten Zirkel klein und langsam, Galoppwechsel im Zentrum der Arena.
5. 3 ganze Zirkel nach links, den ersten klein und langsam, die nächsten beiden groß und schnell, Galoppwechsel im Zentrum der Arena.
6. Ein großer, schneller Zirkel nach rechts und an der rechten Seite der Arena geradeaus weiter; Run Down bis hinter dem Marker in der Mitte, Rollback nach links, mindestens 6 Meter Abstand zu Wand und Zaun. Kein Verweilen.
7. Weiter um den letzten Zirkel herum, an der linken Seite der Arena bis hinter dem Marker in der Mitte, Rollback nach rechts, mindestens 6 Meter Abstand zu Wand oder Zaun. Kein Verweilen.
8. Weiter um den letzten Zirkel herum, an der rechten Seite der Arena bis hinter dem Marker in der Mitte, Sliding Stop, mindestens 6 Meter Abstand von Wand oder Zaun. Verweilen.

Quelle: AQHA, Official Handbook of Rules and Regulations 48th Edition



Halbfinale  oben 



Volker Schmitt, 1. Pferd: Higgi Baby Doll
Die Hinterbeine rutschen
Der QH-Hengst kommt kontrolliert hoch
Der Kopf wird entspannt getragen
Grischa Ludwig schreibt mit dem zweiten Titelgewinn weiter Geschichte

Gibt es etwas wichtigeres als die FN Deutsche Meisterschaft in der Reining?

Ja, einen Grund gibt es ganz bestimmt: Und das ist, wenn der Kreissaal den Ehemann eilig zu seiner Frau ruft... Und genau das passierte Eberhard Simon kurz vor dem Beginn des Halbfinals der 4. Deutschen Meisterschaft in der Reining.

Außerdem traten Alex Tuzakov und Steffen Breug nicht an – übrig blieben 17 Reiter, die um die Krone des deutschen Reiningsports kämpften. Zum zweiten Mal in Folge war die EWU Gastgeber dieses bedeutenden Wettbewerbs.

15.000 Euro Preisgeld waren allein für die FN-Deutsche Meisterschaft Reining ausgeschrieben. Das Preisgeld stifteten je zur Hälfte die Veranstalter der Reining-Qualifikationsturniere und das Messezentrum Bad Salzuflen.

Zwei Pferde im Teilnehmerfeld durchbrachen die Phalanx der Quarter Horses: Die Paint-Stute Chex In Blonde, vorgestellt von Nico Hörmann, sowie der Haflinger Slide Me Maxi unter Hannes Bolz. Das Publikum war sofort auf der Seite des Haflingers, der beherzt angriff – und es auch ins Finale schaffen sollte. Die Besucher spendeten Hannes Bolz und Slide Me Maxi den größten Beifall für 210 Punkte.

Volker Schmitt pokerte hoch

Doch der Reihe nach: Als erster trat Oliver Stein auf dem achtjährigen SR Rooster an. Ein kleiner Fehler, als er den letzten Wechsel in der Acht im letzten Moment hinbekam, aber Pluspunkte für ihn besonders bei den Stops – das bedeuteten 213 Punkte und am Ende mit dem vierten Rang die sichere Qualifikation. Genau auf diesen Score kam auch Grischa Ludwig mit dem sechsjährigen BH Is Dun. Und das trotz eines Kreuzgalopps in der Acht.

Volker Schmitt pokerte hoch und hatte sich vorgenommen, die Qualifikation mit Ritten um die 140 zu schaffen, ganz nach dem Motto „sauber reiten und keine Fehler machen". Er kam seinen Zielen sehr nahe und vor allem schaffte er mit dem neunten und zehnten Rang genau die gewünschte Finalteilnahme. Den sechsjährigen Higgi Baby Doll brachte er auf 209 Punkte. Einen Penalty in der Acht glich er durch gute Stops aus.

Jürgen Pieper enttäuscht

Nico Hörmann blieb mit Chex in Blonde unter der Marke und kam auf 203 Punkte. Nach dem bereits erwähnten Hannes Bolz stellte Philipp-Martin Haug Mainstreet Idear vor, blieb aber bei 198, 5 Punkten hängen. Alexander Ripper ließ mit Dunit´s Cowboy 205 Punkte folgen – ebenso zu wenig wie bei Birgit Bayer, die mit Peps Lil Dixie auf 199, 5 Punkte kam.

Iris Uhlenbrock dagegen schaffte die Qualifikation. Mit dem sechsjährigen Remedys Nic Olena kam sie auf 209, 5 Zähler. Oliver Wehnes erzielte mit Yankee Peppy Tee 205, 5 Punkte. Sehr enttäuscht konnte man von Jürgen Pieper mit GB Jac sein. Im Vorjahr war dieses Duo erst nach einem dramatischen Stechen hauchdünn am Titel vorbeigeschrammt, jetzt kam der Vizemeister nicht über 201, 5 Punkte bei den Richtern Butch Carse, Sylvia Katschker und George Maschalani hinaus.

Den Finaleinzug verpasste auch Adi Wagner auf dem neunjährigen Mr Jymm Bar San (201, 5). Als Dritter dagegen kam Nico Hörmann auf dem sechsjährigen Smart Little Fury weiter. Mit dem Hengst kam er auf 215 Punkte. Er holte Plus bei den Spins und in den Stops. Dann pokerte wieder Volker Schmitt, der jetzt bei 209, 5 Punkten mit TT Joker Jac die Qualifikation schaffte.

Highscore für Oliver Stein und Kickin Freckles

Die beiden besten Scores aber sollten jetzt folgen: Grischa Ludwig setzte zunächst mit dem siebenjährigen Quarter Little Nic Tari eine neue Bestmarke (215, 5), die aber umgehend Oliver Stein auf dem sechsjährigen Kickin Freckles nochmals um einen halben Zähler auf 216 Punkte verbesserte. Als letzter Vorlaufs-Teilnehmer kam der Titelverteidiger Alexander Ripper mit seinem Meisterpferd Solanoswarlee Boy in die Arena. Den 13-jährigen Quarter brachte er mit 210, 5 Punkten als Sechsten ins Finale.

Die Frage war nun, wer hatte seine Karten offen gelegt und wer pokerte und wollte Kraft schonen? Die Antwort konnte es erst im Finale geben.

Die Platzierung im Halbfinale:

RangReiterPferdBesitzerScore
1. Oliver SteinKickin FrecklesRalf Jankowski216
2. Grischa LudwigLittle Nic TariNicole Brunett215, 5
3. Nicolas HörmannSmart Little FuryGerhard Rust215
4. Oliver SteinSR RoosterNicole Amandt213
5. Grischa LudwigBH Is DunThomas Scheffel213
6. Alexander RipperSolanos Warlee BoyGeorg Ripper210, 5
7. Hannes BolzSlide Me MaxiHannes Bolz210
8. Iris UhlenbrockRemedys Nic OlenaPierre Vanderpoorte209, 5
9. Volker SchmittTT Joker JacFamilie Burges209, 5
10. Volker SchmittHiggi Baby DollSabine Gresens209
11. Oliver WehnesYankee Peppy TeeFamilie Schweizer205, 5
12. Alexander RipperDunit`s CowboyThomas Huber205
13. Nicolas HörmannChex In BlondeTanja Waida203
14. Adi WagnerMr Jymm Bar SanBirgitt Wagner202, 5
15. Jürgen PieperGB JacJürgen Pieper201, 5
16. Birgit BayerPeps Lil DixieJ.&A. Schmitz199, 5
17. Philipp-Martin HaugMainstreet IdearNadine Leonhardt198, 5

(04.11.2004 by J.B. EWU)

Finale  oben 



Vorstellung: Schmitt, Ludwig, Stein
Uhlenbrock, Bolz, Ripper, Hörmann
Siegerehrung: Schmitt, Ludwig, Stein
Reibchen (Messeleitung), Ludwig, Diekwisch
Hannes Bolz
Slide Me Maxi, Haflinger-Wallach, 8
Alexander Ripper, FN Dt. Meister Reining 2003
Solanos Warlee Boy, QH-Hengst, 13
Volker Schmitt mit klarer Taktik

Jetzt galt es, die 4. Deutsche Meisterschaft FN Reining stand zur Entscheidung an. Die Halle des Messezentrums Bad Salzuflen war proppevoll – die Erwartungen groß. Zehn Reiter bewarben sich um die Krone der deutschen Reining.

Volker Schmitt eröffnete mit Higgi Baby Doll das Finale. Seine kontrollierte Vorstellung bewerteten zwei Richter mit einem 70er Score, der dritte Richter vergab dreimal plus 0, 5. So kam er auf 211, 5 Punkte. Wie viel das Wert sein sollte, konnte er wohl jetzt noch nicht ahnen.

Grischa Ludwig legt vor

Gleich nach ihm kam Grischa Ludwig in die Arena. Er showte als erstes Pferd BH Is Dun. Im Zirkel nach rechts fing er sich einen halben Punkt Abzug im Score und auch beim ersten Stop am Ende der Pattern bekam er einen halben Penalty – aber ansonsten wusste er gut zu punkten.

Und zwar besonders beim Run In, den beiden Spins und beim klasse letzten Stop. Sein Score zur Belohnung: 214, 5.

Und was zu dieser Zeit noch keiner so recht ahnte: Damit sollte bereits Gold und Silber bei der 4. Deutschen Meisterschaft der FN-Reining vergeben sein!

Oliver Stein konnte da auch nichts dran ändern. Zunächst stellte der 24-jährige aus Rhede SR Rooster vor. Eine halber Penalty für einen kurzen Trab nach dem vorletzten Stop und leichtes Minus in den Spins, das bedeutete für dieses Duo 206, 5 Punkte.

Iris Uhlenbrock brachte sich auf Remedys Nic Olena früh selbst um alle Chancen, als sie nach dem Run In zum Rollback statt zum Back Up aufforderte – 0 Score.

Dann kam der Haflinger Slide Me Maxi unter Hannes Bolz in die Arena.

Doch Slide Me Maxi war erkennbar müde und so fehlte die Kraft, um an die Leistung aus dem Halbfinale anschließen zu können. Besonders bei den Stops fiel das auf. So kam Hannes Bolz auf 199, 5 Punkte.

Nach dem Abziehen ging es mit Volker Schmitt weiter, der nun TT Joker Jac durch die Pattern führte. Aber ein ganzer Penalty im linken Zirkel Minus-Scores in den beiden ersten Manövern konnte er auch nicht mehr durch seine Stops ausgleichen. Die Score lautete 204.

Titelverteidiger kann nicht in Entscheidung eingreifen

Der Titelverteidiger Alexander Ripper fing auf Solanos Warlee Boy stark an, aber dann patzte er beim ersten Spin kräftig, als er um minus 1 Penalty überdrehte. Und beim Zirkel rechts folgte gleich noch einmal ein Penalty Abzug. So kam er nicht über eine 205, 5 hinaus.

Besser schnitt Nicolas Hörmann ab. Auf Smart Little Fury überdrehte er aber den zweiten Spin leicht und blieb vor allem im Linkszirkel nicht ohne Fehler. So kam er mit einer 208 aus der Arena heraus – das war am Ende der fünfte Platz.

Als Vorletzter kam noch einmal Grischa Ludwig in die Arena, jetzt mit Little Nic Tari. Mit einem klasse ersten Spin holte er bei allen Richtern plus 0, 5 und so kam er mit einer 211, 5 durch. Das war Tie mit Volker Schmitt – immer noch der zweitbeste Score bis dahin.

Die Krone dem König  oben 



Oliver Stein, FEI-Europameister
Kickin Freckles, QH-Wallach, 6
Was kann Oliver Stein noch ausrichten?

Jetzt lag es an Oliver Stein, diese Rangfolge noch zu durchbrechen. Auf Kickin Freckles hatte er im Halbfinale den Highscore erzielt.

Und er legte gut los. Plus beim Run In, doch erste Penalty-Abzüge beim Spin nach links. Vor allem aber der Linkszirkel kostete ihn Punkte. Und dann der Score: 211. Das war rein sportlich der vierte Platz.

Zweiter Titel für Grischa Ludwig

Jetzt aber stand fest: Gold gewann zum zweiten Mal in der Geschichte der FN-Deutschen Meisterschaft Reining Grischa Ludwig, dieses Mal mit BH Is Dun.

Er schrieb damit doppelt Geschichte: Im Jahr 2001 gewann er nicht nur den ersten Wettbewerb dieser Art, sondern nun ist er auch der erste zweifache Deutsche FN-Meister in der Reining. Die Krone gebührt dem König.

Vizemeisterschaft geht an Volker Schmitt

Silber und die Deutsche Vizemeisterschaft ging an Volker Schmitt auf Higgi Baby Doll.

Für die Vergabe von Gold, Silber und Bronze kam eine besondere Bestimmung der FN zum tragen: Laut FN-Regelung werden Gold, Silber und Bronze an drei verschiedene Reiter vergeben.

Da Grischa Ludwig bereits Gold gewann, wurde sein sportlich errittener zweiter Rang aus der Medaillenwertung herausgenommen. So gewann Oliver Stein auf Kickin Freckles Bronze.

Die Final-Platzierung:

RangReiterPferdBesitzerScore
1. Grischa LudwigBH Is DunThomas Scheffel214, 5
2. Volker SchmittHiggi Baby DollSabine Gresens211, 5

3.*

Oliver SteinKickin FrecklesRalf Jankowski211

4.*

Grischa LudwigLittle Nic TariNicole Brunett211, 5
5. Nicolas HörmannSmart Little FuryGerhard Rust208
6. Oliver SteinSR RoosterNicole Amandt206, 5
7. Alexander RipperSolanos Warlee BoyGeorg Ripper205, 5
8. Volker SchmittTT Joker JacFamilie Burges204
9. Hannes BolzSlide Me MaxiHannes Bolz199, 5
10. Iris UhlenbrockRemedys Nic OlenaPierre Vanderpoorte
* = Laut FN-Regelung werden Gold, Silber und Bronze an drei verschiedene Reiter vergeben.
Da Grischa Ludwig bereits Gold gewann, wurde sein sportlich errittener zweiter Rang aus der Medaillenwertung herausgenommen.

(04.11.2004 by J.B. EWU)

Gold, Silber, Bronze  oben 



Grischa Ludwig
Deutscher Meister 2004: Grischa Ludwig

Der im Januar 1974 in Stuttgart geborene Grischa Ludwig (Bitz) bekam es sehr früh mit Pferden zu tun. Auf dem elterlichen Hof in Stetten, wo sein Vater Heinz-Dieter therapeutisches Reiten für Behinderte anbietet, erlernte er schon als kleiner Steppke den ordnungsgemäßen Umgang mit den Vierbeinern.

Zu den größten Erfolgen des 30-jährigen Grischa Ludwig zählen folgende: 2000 grüßte er als US-Bronce World-Trophy Reining Champion auf der Americana in Augsburg. Im gleichen Jahr siegte er im Italien Open Derby in Reggio Emilia (Italien).

Er war zwölffacher Quarter Horses Europameister. 2001 holte er den ersten rasse- und verbandsübergreifenden, von der FN ausgelobten Titel als Deutscher Meister.

2002 trug Grischa Ludwig als Reservereiter zum vierten Platz des deutschen Teams bei der erste Reining-WM (Jerez de la Frontera/Spanien) bei.

Anfang 2004 wurde ihm in Leipzig der Horseman-Award verliehen.


Volker Schmitt
Deutscher Vizemeister 2004: Volker Schmitt

Bei den Weltreiterspielen 2002 in Jerez de la Frontera (Spanien) war er der erfolgreichste deutsche – und europäische – Teilnehmer. Mit der Deutschen Equipe wurde er Vierter im Mannschaftswettbewerb und in der Einzelwertung belegte Volker Schmitt einen hervorragenden siebten Platz.

Dabei ist er ein Späteinsteiger. Im Alter von 19 Jahren machte Volker Schmitt in der kanadischen Provinz Alberta erstmals mit der Westernreitweise Bekanntschaft. Zurück in "good old Germany" befasste er sich intensiv mit den verschiedenen Pferderassen und der amerikanischen Reitweise.

1991 war es dann soweit. Volker Schmitt machte sich im Kölner Raum selbständig und pachtete eine Reitanlage. Seit Anfang dieses Jahres nun besitzt der 36-jährige seine eigenen Ranch in Coesfeld, westlich von Münster gelegen. Der Profitrainer wurde bereits 2002 Deutscher Vizemeister bei der rasse- und verbandsübergreifenden DM Reining.


Oliver Stein
Bronzemedaille: Oliver Stein

Der gebürtige Pfälzer Oliver Stein ist als Trainer im Westernreitzentrum Coesfeld tätig. Er bildet dort vor allem Jung- und Reining-Pferde aus und engagiert sich sehr stark in der Ausbildung von jungen Nachwuchs-Reinern.

Bereits in seiner Jugend war Oliver Stein sehr erfolgreich. Als Trainer kann er vor allem große Erfolge in den Disziplinen Reining und Working Cowhorse vorweisen. Im vergangenen Jahr gewann er mit dem deutschen Team die erste FEI-Europameisterschaft.

EWU/Bo



In dieser Ausgabe habe ich bis hierhin nur die Bilder betitelt – die Texte sind den Presseerklärungen der FN bzw. der EWU entnommen. Adelheid Borchardt (FN) und Jörg Brückner (EWU) können die sportlichen Ereignissen nämlich viel besser kommentieren als ich. Und da die Ausgabe schon wieder recht umfangreich ist, verschiebe ich den Rest auf die nächste Woche.

Es gibt noch einiges zu berichten, aber auch zu den Themen der nächsten Woche kann ich den Sportreportern wieder weitgehend den Vortritt lassen. Die Pferdezeitung hat den Sport bisher eigentlich eher am Rande gewürdigt, jedoch immer wieder festgestellt, daß dieser ein wesentlicher Motor des Geschehens ist. Einen Eindruck davon haben wir bereits durch die beiden Berichte über die 13. German Open bekommen. In der nächsten Woche möchte ich das Thema in Bezug auf die Disziplin Reining fortsetzen und abschließen.

Quellen / Verweise  oben 



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