FN-Tagungen in Kassel FN wählt neuen Präsidenten Breido Graf zu Rantzau neuer Präsident der FN Kassel (fn-press). Breido Graf zu Rantzau (Breitenburg) ist neuer Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Die FN-Mitgliederversammlung wählte den 55-jährigen Diplom-Betriebswirt und Landwirt im Rahmen der FN-Tagungen in Kassel zum Nachfolger von Jürgen R. Thumann (Düsseldorf), der zu Beginn des Jahres zum Präsidenten des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) gewählt worden war und daher für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung stand. Der neue FN-Präsident ist ein Praktiker – sowohl in sportlicher wie auch züchterischer Hinsicht. 1967 war er Europameister der Junioren im Springen. 1985 belegte er Platz fünf beim wohl schwersten Springen der Welt, dem Hamburger Springderby. Bis heute ist Graf zu Rantzau auf Turnieren in Springprüfungen bis zur Klasse S erfolgreich unterwegs. Bekanntes Beispiel für seine züchterischen Erfolge ist die Stute Malva von Marlon xx, mit der Rantzau vor ihrem Zuchteinsatz viele nationale und internationale S-Springen gewinnen konnte. Sie ist zudem die Mutter des augenblicklichen Spitzenpferds von Markus Beerbaum (Thedinghausen), Constantin von Contender. Auf sein neues Amt ist Breido Graf zu Rantzau gut vorbereitet. In der abgelaufenen Legislaturperiode bekleidete er bereits das Amt des Vizepräsidenten des FN-Bereichs Sport und hatte den Vorsitz im Vorstand Sport und Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) inne. Seit 1997 ist er Mitglied im FN-Präsidium. Auch im Bereich Zucht kann Graf Rantzau auf lange Erfahrung in der ehrenamtlichen Arbeit zurückblicken. Seit 1986 ist er Vorsitzender des Verbandes der Züchter des Holsteiner Pferdes, seit 1999 Vizepräsident der World Breeding Federation for Sport Horses (WBFSH). Darüber hinaus gehörte er der von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (Fédération Equestre Internationale, FEI) eingesetzten Task Force zur Überarbeitung des Regelwerks der internationalen Medikationsbestimmungen an. T.H. /Hb Wahlen in Kassel FN Präsidium in neuer Besetzung Kassel (fn-press). In neuer Zusammensetzung präsentiert sich das Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (Fédération Equestre National, FN) nach den FN-Tagungen in Kassel. Die Mitgliederversammlung wählte sieben neue Mitglieder, fünf wurden wiedergewählt. Neuer Präsident ist der bisherige Vizepräsident Breido Graf zu Rantzau (55, Breitenburg). Zum dritten Mal wiedergewählt wurde in Kassel Vizepräsident Horst Ense (Kerpen-Niederbolheim). Der 70-Jährige gehört dem Präsidium als Vorsitzender des FN-Bereichs Zucht bereits seit 1993 an. Ebenfalls wiedergewählt wurde Ruth Klimke (64, Münster) als Vorsitzende des FN-Bereichs Persönliche Mitglieder (PM). Neu im Präsidium ist Friedrich Witte (69, Burscheid). Als stellvertretender Vorsitzender des FN-Bereichs Sport wurde er als Nachfolger von Graf zu Rantzau zum FN-Vizepräsidenten gewählt. Witte ist seit 1981 Vorstandsmitglied des Pferdesportverbandes Rheinland und seit 2001 dessen Vorsitzender. Witte ist darüber hinaus Mitglied im PM-Vorstand (seit 1997) und im Beirat des FNverlags (seit 2000). Ebenfalls neu gewählt wurde in Kassel Erika Cordts (69, Hannover) als Vertreterin der Landesverbände und Nachfolgerin von Ernst-Albert Holzapfel (Meinhard). Dr. Joachim Markgraf (70, Dresden) tritt als Vertreter des Allgemeinen Reit- und Fahrsports die Nachfolge von Cord-Friedrich Wassmann (61, Badbergen) an, der dem Präsidium allerdings auch künftig als kooptiertes Mitglied angehören wird. Als Nachfolger von Friedrich Jahncke (Dannenberg), der sich seit 1993 für die Belange der Zucht im Präsidium stark gemacht hat, wurde Gustav Meyer zu Hartum (63, Herford) gewählt. Als Bundesjugendwart nimmt Rolf Schmidt (54, Feldatal) den Platz seines Vorgängers Ferdi-Jörgen Wassermeyer (Schwelm) im Präsidium ein. Neu gewählt wurden außerdem Hans-Peter Schmidt (63, Neumarkt/Oberpfalz) und Dr. Bernd Springorum (70, Herdecke) für die ausscheidenden Ingrid Thomsen (Kiel) und Constantin Freiherr Heeremann von Zuydtwyck (Riesenbeck). Für vier Jahre ins Präsidium wiedergewählt wurden Karl-Heinz Groß (65, Saarbrücken), seit 2001 Finanzkurator des FN-Präsidiums, sowie Madeleine Winter-Schulze (63, Wedemark). Sie wird auch weiterhin die Belange des Spitzensportes innerhalb des Präsidiums vertreten. Als kooptiertes Mitglied wird außerdem Peter Hofmann (55, Mannheim) weiterhin für die Interessen der Turnierveranstalter sprechen. T.H./Hb FN-Mitgliederversammlung Rückblich und Vorschau Kassel (fn-press). Der aus seinem Amt ausscheidende Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), Jürgen R. Thumann (Düsseldorf), zog auf der FN-Mitgliederversammlung für die abgelaufene Wahlperiode eine positive Bilanz: „Wir haben die letzte Legislaturperiode mit einer Satzungsänderung begonnen, die eine neue Struktur beinhaltete und das Verhältnis Ehrenamt zu Hauptamt neu regelte. Das Präsidium in der Funktion des Aufsichtsrates definiert die Ziele und kontrolliert das vom Hauptamt zu verantwortende Ergebnis, während der hauptamtliche Vorstand die Ziele umsetzt. Ich hatte nach einem Jahr eine positive Bilanz gezogen und bestätige diese nach vier Jahren ebenso. Die Entscheidungswege sind kürzer geworden und der ehrenamtliche Einfluss, das heißt die Führung des Verbandes, ist auf diese Weise deutlich gestärkt worden.“ Als eine der größten Herausforderungen für die Zukunft nannte Thumann die wachsende Kommerzialisierung des Sports: „Von großer Bedeutung ist es, der wachsenden Kommerzialisierung des Sports positiv zu begegnen, sie zu steuern, das Primat des Sports zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass FN, Landesverbände und Zuchtverbände nicht zu reinen Lieferanten gut ausgebildeter Pferde und Reiter werden, sondern ihre Führungsrolle behalten.“ Thumann mahnte ebenso an, dass die spätestens nach der FN-Marktuntersuchung bekannten demographischen Veränderungen und ihre Auswirkungen innerhalb des Verbandes noch nicht genügend verinnerlicht worden seien. Der als Nachfolger Thumanns gewählte Breido Graf zu Rantzau (Breitenburg) dankte seinem Vorgänger für zwölf Jahre ehrenamtliches Engagement im Präsidium der FN. Er nannte Thumann einen außergewöhnlichen Präsidenten, um den andere Verbände die FN beneidet hätten. Besondere Verdienste habe sich Thumann um strukturelle Veränderungen innerhalb des Verbandes erworben. Er erwähnte auch, dass es in hohem Maße Thumanns Aktivitäten zuzuschreiben ist, dass die Weltreiterspiele 2006 von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (Fédération Equestre Internationale, FEI) nach Aachen vergeben wurden. In seiner Antrittsrede als neuer Präsident der FN versprach Graf zu Rantzau der FN-Mitgliederversammlung: „Was ich einbringen kann, ist Einsatzwillen, Fachwissen und das absolute Bestreben nach Geradlinigkeit.“ Als eines seiner Hauptanliegen nannte er, die Gemeinsamkeiten zwischen FN und Landesverbänden stärker herauszuarbeiten und mehr gegenseitiges Verständnis zu erlangen. Als großes zu lösendes Problem bezeichnete Graf zu Rantzau die augenblickliche Schwäche der Internationalen Reiterlichen Vereinigung. Hier müsse es dem deutschen Verband gelingen, zukünftig wieder stärker vertreten zu sein. National nannte der neue FN-Präsident die Weiterentwicklung des Breitensports als vorrangiges Ziel. „Die Marktanalyse hat uns eindeutig gezeigt, dass der organisierte Sport in der Minderheit ist. Wir haben die Ergebnisse innerhalb des Verbandes intensiv diskutiert, haben Modelle erarbeitet und Maßnahmen beschlossen. Wir müssen diese Beschlüsse auch umsetzen können“, verlangte Graf zu Rantzau. Hierzu forderte er eine stärkere finanzielle Beteilung des Breitensports ein. „Unser Verband wird zum weitaus überwiegenden Teil vom Turniersport finanziert. Das wird so bleiben, aber der Beitrag der anderen Gruppen muss wachsen, wenn wir die Aufgaben der Zukunft wahrnehmen wollen.“ T.H. FN-Jahreshaushalt Wirtschaftlich schwieriges Jahr Kassel (fn-press). Auf ein wirtschaftlich schwieriges Jahr verwies bei der Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Kassel Rainer Reisloh, Leiter der FN-Abteilung Personal, Finanzen und Controlling. So endete der Jahresabschluss 2004 mit einem Minus von rund 268.000 Euro. Das entspricht 1, 8 Prozent des Gesamthaushalts. Insgesamt standen Erträge von zirka 14, 607 Millionen Euro Aufwendungen von 14, 875 Millionen Euro gegenüber. Damit fiel der Fehlbetrag jedoch um zirka 147.000 Euro geringer aus als erwartet. Möglich wurde dies durch erhebliche Einsparungen in den Bereichen Kommunikations- und Reisekosten sowie im Bereich der FN-Medien. Insgesamt wurden in den Jahren 2001 bis 204 rund 1, 8 Millionen Euro eingespart. Unter anderem lagen die Einsparungen im Bereich der Personalkosten bei zehn Prozent. Eine der Hauptursachen für das Defizit sind die weiterhin rückläufigen Zahlen ausgestellter Pässe für Freizeitpferde. T.H. Geschäftsführender Vorstand im Amt bestätigt Kassel (fn-press). Bestätigt in seinen Ämtern wurde der geschäftsführende Vorstand der FN. Neben dem Vorsitzenden und Generalsekretär Dr. Hanfried Haring (62) sind dies Reinhard Wendt (58), der stellvertretende Generalsekretär und Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), sowie Dr. Klaus Miesner (43), Geschäftsführer des FN-Bereiches Zucht. T.H. Vorstand Sport und DOKR gewählt Friedrich Witte neuer stellvertretender Vorsitzender Kassel (fn-press). Breido Graf zu Rantzau (Breitenburg) bleibt Vorsitzender des Vorstands des Bereichs Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Bei den FN-Tagungen in Kassel wurde er im Amt bestätigt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde der Vorsitzende des Pferdesportverbandes Rheinland, Friedrich Witte (69, Burscheid) gewählt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Peter Holler (Koblenz ) für das Ressort Turniersport. Der 50-jährige Wirtschaftjournalist ist Präsident der Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine Rheinland-Pfalz und internationaler Richter. Die Belange des Breitensports vertritt zukünftig Klaus Harms (Hiddenhausen) Der 68-jährige S-Richter und Amateurausbilder hat sich schon lange den breitensportlichen Themen verschrieben. Klaus Harms ist außerdem Vorstandsmitglied im FN-Bereich Persönliche Mitglieder (PM). Weiteres Mitglied des Vorstands Sport und DOKR ist Rolf Schmidt (Feldatal) als Vorsitzender der Bundesjugendleitung. Der 54-Jährige wurde im Oktober 2004 vom FN-Jugendausschuss zum Bundesjugendwart gewählt, nachdem er dieses Amt als Nachfolger von Ferdi-Jörgen Wassermeyer (Schwelm) bereits ein Jahr lang kommissarisch ausgeübt hatte. Wiedergewählt wurde in Kassel Hans-Jürgen Löhmann (Asendorf). Der 67-jährige Landwirtschaftsmeister ist Mitglied der Landeskommission Hannover und kümmert sich seit 2001 im Vorstand um das Ressort Ausbildung. Ebenfalls wiedergewählt wurde Peter Hofmann (Mannheim) als Repräsentant der Turnierveranstalter. Als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden außerdem die zuvor von den jeweiligen Kadern gewählten Vorsitzenden der Disziplinausschüsse: Ferdi-Jörgen Wassermeyer (56, Schwelm/Dressur), Felix Auracher (62, Lauchheim/Fahren), Peter Hofmann (55, Mannheim/ Springen) sowie Michael Spethmann (45, Asendorf/Vielseitigkeit). Bestätigt wurden außerdem die zuvor von allen Kadern zur Aktivensprecherin gewählte Heike Kemmer (43, Winsen) sowie Wolfgang Brinkmann (54, Herford/Vorsitzender des Deutschen Reiter- und Fahrerverbandes, DRFV), Eckhard Wemhöner (47, Herford/Vorsitzender der Deutschen Richtervereinigung, DRV) und Hans-Dietmar Wolff (61, Warendorf/geschäftsführender Präsident des Förderkreises Olympischer Reiterspiele, FORS). T.H. DOKR-Diszplinausschüsse und –beiräte Vier neue Vorsitzende Kassel (fn-press). Neuwahlen waren das zentrale Thema bei der Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (Fédération Equestre National, FN) in Kassel. Neben FN-Präsidium, Vorstand Sport und Deutsches Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) sowie Vorstand Zucht wurden auch die verschiedenen Disziplinausschüsse für die kommenden vier Jahre berufen. DOKR-Ausschuss Dressur Im Amt des Vorsitzenden bestätigt wurde Ferdi-Jörgen Wassermeyer (Schwelm). Der 62-jährige Unternehmer ist bereits seit 2003 Vorsitzender des Dressurausschusses. Von 1992 bis zum vergangenen Jahr war er Vorsitzender der Bundesjugendleitung. In der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (Fédération Equestre Internationale, FEI) ist er Vorsitzender des Pony-Komitees. Weiterhin wurden in den Dressurausschuss gewählt: Hans Dietmar Wolff (Warendorf/stellvertretender Vorsitzender), Heike Kemmer (Winsen/Aktivenvertreterin), Monica Theodorescu (Füchtorf/Aktivenvertreterin), Gotthilf Riexinger (Reutlingen) und Dr. Dietrich Plewa (Germersheim). Dem Ausschuss gehören außerdem Bundestrainer Holger Schmezer (Verden) sowie Anton Fischer (Würselen) als Ehrenvorsitzender an. Zum neuen Ehrenmitglied wurde Heinz Schütte (Braunschweig) ernannt. DOKR-Ausschuss Springen Neuer Vorsitzender des Springausschusses des DOKR ist Peter Hofmann (Mannheim). Der 55-jährige Unternehmer und CDU-Politiker tritt die Nachfolge von Hendrik Snoek (Münster) an. Früher selbst erfolgreicher Springreiter, ist Hofmann heute als „Macher“ der Mannheimer Turniere bekannt. Dem Springausschuss gehörte er bereits in der abgelaufenen Legislaturperiode als stellvertretender Vorsitzender an. Weiterhin wurden in den Springausschuss gewählt: Ulrich Meyer zu Bexten (Herford/ stellvertretender Vorsitzender), Otto Becker (Sendenhorst/ Aktivenvertreter), Heinrich-Hermann Engemann (Bissendorf/Aktivenvertreter), Dr. Michael Rüping (Breitenburg) und Herbert Meyer (Lilienthal). Dem Ausschuss gehören außerdem Bundestrainer Kurt Gravemeier (Sendenhorst) sowie als Ehrenmitglied Hans Günter Winkler (Warendorf) an. DOKR-Ausschuss Vielseitigkeit Die Nachfolge von Dr. Jens Adolphsen (Regensburg) als Vorsitzender des Vielseitigkeitsausschuss tritt Michael Spethmann (Asendorf) an. Der 45-jährige Unternehmer war 1977 Europameister der Junioren in der Vielseitigkeit und ist bis heute Sport aktiv. Seit Jahren engagiert er sich außerdem als Veranstalter im Vielseitigkeitssport, zum Beispiel in Luhmühlen und Langenhagen. Weiterhin wurden in den Vielseitigkeitsausschuss gewählt: Roger Böckmann (Lastrup/stellvertretender Vorsitzender), Bodo Battenberg (Zolling/Aktivenvertreter), Andreas Dibowski (Egestorf/Aktivenvertreter), Mathias Otto-Erley (Sprockhövel) und Rüdiger Rau (Altensteig). Dem Ausschuss gehört außerdem Bundestrainer Hans Melzer (Putensen) an. DOKR-Ausschuss Fahren Neuer Chef im Fahrerlager ist Felix Auracher (Lauchheim). Der 62-Jährige gehörte in der ersten Hälfte der 90er Jahre zu den erfolgreichsten deutschen Vierspännerfahrern. 1992 war er Teilnehmer der Weltmeisterschaften in Riesenbeck. Weiterhin wurden in den Fahrausschuss gewählt: Jürgen Matthies (Marklohe/stellvertretender Vorsitzender), Louis Droemont (Pulheim/Aktivenvertreter), Peter Tischer (Neu-Isenburg/Aktivenvertreter), Dr. Franz-Josef Vetter (Krefeld) sowie Dr. Hartmut Kaufmann (Ottersheim). Zum Ehrenmitglied wurde Heinz Kerkhoff (Riesenbeck) ernannt. Dem Ausschuss gehört außerdem Bundestrainer Ewald Meier (Meißenheim) an. DOKR-Disziplinbeirat Voltigieren Eine Sonderstellung nimmt der DOKR-Disziplinbeirat ein, der in gleicher Zusammensetzung auch als FN-Fachbeirat Voltigieren fungiert und zu Teilen vom FN-Jugendausschuss gewählt wird. Von diesem wurde Kersten Klophaus (Wermelskirchen) bereits Ende 2004 als Vorsitzender wiedergewählt, zur stellvertretenden Vorsitzenden hatte der Jugendausschuss Dr. Andrea Schirmacher (Berlin) bestimmt und außerdem Peter Wagner (Leipzig) als weiteres Mitglied in den Beirat gewählt. In Kassel wurden alle drei im Amt bestätigt ebenso wie die beiden Aktivensprecher Dennis Peiler (Hamm) und Jochen Schilffarth (Möhrendorf). Zusätzlich wurde im Rahmen der FN-Tagungen Kerstin Nimmesgern (Hamburg) in den DOKR-Disziplinbeirat gewählt. Diesem gehört außerdem Bundestrainerin Ulla Ramge (Warendorf) an. DOKR-Disziplinbeirat Distanzreiten Horst Müller (Ankum) heißt der neue Vorsitzende des DOKR-Disziplinbeirats Distanzreiten. Seit dem Verkauf seiner Firma 1998 widmet sich der 59-Jährige vor allem seinen Hobbys: Distanzreiten und Lions Club. Der ehemalige Leiter der Geschäftsstelle des Vereins Deutscher Distanzreiter und –fahrer (VDD) ist national bekannt als Ausrichter von Distanzritten in Ankum. International engagiert sich das ehemalige Mitglied des FEI-Distanz-Komitees als FEI-Richter und Steward. Ferner wurden in den Beirat gewählt: Melanie Arnold (Kirchheim-Teck/Aktivenvertreter), Bernhard Dornsiepen jun. (Balve/Aktivenvertreter), Martin Grell (Berlin/Mannschaftstierarzt), Dr. Juliette Mallison (Göttingen/stellvertretende Vorsitzende und Vertreterin des VDD) sowie Roy Thiele (Karsbach/Vertreter des VDD). DOKR-Disziplinbeirat Reining: Zum neuen Vorsitzenden des DOKR-Disziplinbeirats Reining wurde Andreas Mamerow (Heiligenhaus) berufen. Der 43-jährige Diplomkaufmann ist neben seiner beruflichen Tätigkeit als Geschäftsführer Schatzmeister der Deutschen Quarter Horse Association (DQHA) und Züchter von American Quarter Horses. Weiterhin wurden in den Beirat gewählt: Maik Bartmann (Osthofen/Aktivenvertreter), Bernhard Hünnekens (Ochtrup/Vertreter der DQHA), Paul Kratschmer (Bad Camberg/stellvertretender Vorsitzender und Vertreter der National Reining Horse Association, NRHA), Markus Rensing (Nordenau/Vertreter des Paint Horse Club Germany, PHCG), Mike Stöhr (Edertal-Buhlen/Vertreter der Ersten Westernreiter Union, EWU), Kay Wienrich (Saverdun-FRA/Aktivenvertreter) sowie als Gast Johannes Orgeldinger (Grosswallstadt/deutscher Vertreter im FEI-Reining-Ausschuss). T.H./Hb/dp/Bo Disziplinausschüsse und -beiräte Drei Fragen an.... Kassel (fn-press). Unter dem Motto „Drei Fragen an...“ sprach FN-aktuell mit den neuen Vorsitzenden der Disziplinausschüsse und –beiräte über Ihr Amt, Ihre Zielen und Ihre Arbeitsgestaltung. Frage 1: Als Sie erfuhren, das Sie als Vorsitzender vorgeschlagen werden, was haben Sie da gedacht? Frage 2: Was sind Ihre Ziele für die kommende Legislaturperiode? Frage 3: Wie wollen Sie Ihre Arbeit gestalten? Ferdi-Jörgen Wassermeyer (Schwelm), DOKR-Ausschuss Dressur: Frage 1: „Warum ich?“ Frage 2: „Die Umsetzung des Arbeitspapiers, welches wir auf der Klausurtagung Dressur im Februar diesen Jahres erarbeitete haben, und hoffentlich eine Fortschreibung der Erfolge der deutschen Dressurreiterei.“ Frage 3: „Im vertrauensvollen Miteinander versuchen, die gesteckten Ziele zu erreichen.“ Peter Hofmann (Mannheim ) DOKR-Ausschuss Springen: Frage 1: „Ich habe mich gefreut, weil ich den Job des Stellvertreters schon die ganze Zeit gerne gemacht habe. Und natürlich habe ich mich über das Vertrauen gefreut, das mir die Reiter mit ihrem Votum entgegen gebracht haben.“ Frage 2: „Der Ausschuss hat in der Vergangenheit unter der Leitung von Hendrik Snoek eine hervorragende Arbeit gemacht. Und diese erfolgreiche Arbeit gilt es fortzusetzen. Das haben die deutschen Springreiter mit ihrem Spitzenniveau verdient. Wichtig hierfür ist die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Ausschuss, den Bundestrainern und den Reitern.“ Frage 3: „In enger Abstimmung mit dem Bundestrainer, den Reitern und der Geschäftsführung des DOKR.“ Michael Spethmann (Asendorf), DOKR-Ausschuss Vielseitigkeit: Frage 1: „Toll! Und wie bekomm ich das alles zeitlich auf die Reihe: meine Familie, unsere Firma, selbst reiten und die neue Aufgabe?“ Frage 2: „Von der Arbeit der Vorgänger profitieren und auch im Seniorenbereich endlich die verdienten Erfolge auf Championaten erreichen.“ Frage: 3: „ So, wie es alle anderen auch immer wollen: offen, ehrlich sein und viele Fragen stellen.“ Felix Auracher (Lauchheim), DOKR-Ausschuss Fahren: Frage 1: „Oh Gott – kommt das schon wieder auf mich zu. Man hat mich acht Tage vor dem Aktiventreffen der Fahrer im Skiurlaub angerufen und gefragt, ob ich mich für den Posten zur Verfügung stelle.“ Frage 2: „Ich wünsche mir im Sinne der Aktiven mehr Transparenz im Fahrsport. Entscheidungen, die vom Ausschuss getroffen werden, sollen für die Fahrer verständlich gemacht werden.“ Frage 3: „Ich möchte mich an vorderster Front bekannt machen und an der Basis sein. Zunächst muss ich mich erst einmal in das Verbandswesen einarbeiten, obwohl ich durch meine Erfahrung als Fahrer und langjähriges Mitglied im Fahrausschuss von Baden-Württemberg einiges an Erfahrung mitbringe.“ Kersten Klophaus (Wermelskirchen), DOKR-Disziplinbeirat Voltigieren: Frage 1: „Im bestehenden Fachgremium der Voltigierer haben wir vor den anstehenden Wahlen über mögliche Wiederwahlen der Gremiumsmitglieder gesprochen. Einhellige Meinung war, dass wir in der bisherigen Zusammensetzung gute Arbeit mit wegweisenden Zielen für den deutschen Voltigiersport geleistet haben – und dies in einer angenehmen Atmosphäre. Mir fiel daher die Entscheidung leicht, das Amt für eine weitere Periode anzunehmen, da ich gewiss sein konnte, wieder mit einem engagierten Team arbeiten zu können.“ Frage 2: „In den vergangen Jahren haben wir viele wichtige Entscheidungen, zum Teil revolutionäre, für den Voltigiersport getroffen. Dabei war immer das Ziel, bestehende Strukturen zu analysieren und gegebenenfalls zu optimieren. So werden wir auch bei zukünftigen Projekten verfahren. Wesentliche Bestandteile dabei sind sicherlich die Entwicklungen bei den Turnieranforderungen, insbesondere im Gruppensport. Der Prozess um eine Entscheidung über einen Wechsel zu reinen Sechser-Gruppen ist noch nicht abgeschlossen. Mir persönlich ist bei allen Diskussionen und Prozessen, die im Sport geführt werden, die Orientierung an der Sachlichkeit wesentlich. Entscheidungen sollen auch zukünftig nur getroffen werden, wenn alle Argumente abgewogen worden sind. Dabei ist mir die Meinung der Verantwortlichen aus den Landesverbänden äußerst wichtig.“ Frage 3: „Das Gremium wird sicherlich auch zukünftig offen und eng miteinander arbeiten. Bei der Vielzahl der Aufgaben, die wir als Ehrenamtler wahrzunehmen haben, erleichtert eine klare Aufgabenzuweisung mit eindeutigen Kompetenzen die Arbeit. Das hat sich in der Vergangenheit bewährt und so werden wir auch weiterhin verfahren. Darüber hinaus halte ich einen engen Austausch durch persönliche Gespräche mit den Verantwortlichen in der Geschäftsstelle, aber auch mit den Vertretern der Landesverbände für unerlässlich, um Dinge zeitgerecht und sachorientiert und im gegenseitigen Einvernehmen regeln zu können.“ Horst Müller (Ankum), DOKR-Disziplinbeirat Distanzreiten: Frage 1: „Ich war erfreut und fühlte mich geehrt.“ Frage 2: „Das Ansehen des Distanzsportes steigern.“ Frage 3: „In enger Zusammenarbeit mit den restlichen Beiratsmitgliedern die Ziele des Beirates durch- und umsetzen sowie in Kooperation mit dem Chef d'Equipe, dem Mannschaftstierarzt und den Reitern die deutschen Distanzreiter national und international auf Erfolgskurs bringen.“ Andreas Mamerow (Heiligenhaus), DOKR-Disziplinbeirat Reining: Frage 1: „Eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Seit vielen Jahren verfolge ich die rasante Entwicklung des Reiningsports in Deutschland und in der Welt. Seit dem ersten großen Reining-Event unter dem Dach des Weltreiterverbandes FEI, dem CRIO in Italien, habe ich fast alle großen FEI-Wettbewerbe miterlebt. Der Höhepunkt war dabei sicherlich die Weltmeisterschaft in Jerez. Die Nominierung kam selbstverständlich nicht überraschend. Im Vorfeld bin ich von verschiedenen Personen darum gebeten worden, dieses Amt zu übernehmen. Von Seiten der Aktiven wurde mir eine umfassende Unterstützung zugesagt, die ich auch einfordern werde.“ Frage 2: „Gold für Deutschland! Die Weltmeisterschaften der sieben Pferdesportdisziplinen 2006 im eigenen Land bieten dem Westernreitsport in Deutschland eine einmalige Vermarktungschance. Wir können unseren Reiningsport einem großen Publikum vorstellen, sein Ansehen heben und neue Freunde für diesen faszinierenden Sport finden. Hiervon werden alle am Sport Beteiligten profitieren. Mein Ziel für die WM ist es daher, alle Kräfte zu bündeln und die besten Voraussetzungen zu schaffen, um in Aachen einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Und den besten Eindruck hinterlässt man nun mal, wenn man die Goldmedaille gewinnt. Das ist in Anbetracht der Übermacht der Amerikaner sicherlich ein sehr ambitioniertes Ziel, aber wenn wir je eine Chance haben sollten, dieses zu erreichen, dann bei der WM im eigenen Land. Dazu müssen wir alle uns zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen insbesondere hinsichtlich der Berittmachung unserer Kaderreiter. Weitere Ziele sind die Attraktivität von FEI-Reining-Wettbewerben deutlich zu steigern, Verbesserung der Transparenz bei der Kaderauswahl, stärkere Einbeziehung der Aktiven in die Beiratsarbeit und Entwicklung von Qualitätskriterien für Veranstalter.“ Frage 3: „Demokratisch und kommunikativ! Teamarbeit bringt nach meiner Auffassung die besten Ergebnisse und Kommunikation die besten Ideen. Dazu werden auch Gespräche mit den Aktiven, den Veranstaltern und den Pferdebesitzern gehören. Mit Transparenz in den Beschlüssen des Beirates will ich eine nachhaltige Akzeptanz bei allen Beteiligten für die Entscheidungen erreichen.“ T.H./bo/dp/Hb Heike Kemmer neue Aktivensprecherin aller Disziplinen Kassel (fn-press). Heike Kemmer (Winsen) ist neue Aktivensprecherin aller Disziplinen. Die 43-jährige Dressurreiterin wurde für den Vorstand des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) und des Bereiches Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Franke Sloothaak (Borgholzhausen) an. Als ihre Stellvertreterin wurde Ingrid Klimke (Münster) gewählt. dp FN-Tagungen Bereich Zucht Verbandslandschaft im Umbruch Kassel (fn-press). Die Zuchtverbandslandschaft ist im Umbruch. Die Zuchtverbände sind unter Druck geraten. Ihre Struktur und Organisationeinheiten sind angesichts europapolitischer Entwicklungen und der stetig wachsenden Rassevielfalt in Frage gestellt. Dies berichtete Dr. Klaus Miesner (Warendorf), Geschäftsführer des Bereiches Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und Mitglied des geschäftsführenden FN-Vorstandes, bei den FN-Tagungen in Kassel. Pessimismus wollte er aber nicht aufkommen lassen. „Ich bin der Meinung, dass die anstehenden strukturellen Veränderungen in einem größer werdenden Europa mit freiem Wettbewerb als Chance begriffen werden müssen. Als Chance, unsere führende gesamtdeutsche Position in der Welt zu festigen und möglichst noch auszubauen. Dazu wird der Erhalt der Gemeinschaft der Zuchtverbände untereinander und mit dem Sport unter einem Dach in Warendorf notwendig sein.“ Die Diskussion um die Zuchtverbände ist in den vergangenen Monaten voll entbrannt. Für neuen Zündstoff und Unruhe in der Verbandslandschaft sorgte zuletzt die Verschmelzung des Hessischen Zuchtverbandes mit dem größten deutschen Zuchtverband, dem Verband hannoverscher Warmblutzüchter. Die Zusammenlegung oder Kooperation kleinerer Einheiten hat aber eine schon längere Geschichte. Dr. Miesner erinnerte daran, dass sich bereits 1990 der rheinische und westfälische Zuchtverband zu gemeinsamen Kör- und Vermarktungsveranstaltungen zusammenschlossen. Seit Anfang der 90er Jahre ziehen sechs Zuchtverbände im Süden in der sogenannten Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft gemeinsam an einem Strang. Verschiedenste Kooperationen kleinerer Verbände sind seitdem hinzugekommen. Ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht und so steht das Thema „Strukturanalyse“ auf dem Aufgabenplan für den neuen Vorstand Zucht, der in Kassel für vier Jahre gewählt wurde. Neben der Strukturanalyse stehen für die neue Legislaturperiode folgende weitere Arbeitsschwerpunkte auf dem Plan: Überprüfung der Konzeption der Hengstleistungsprüfung sowie die Vereinheitlichung des Besamungseinsatzes der jungen Hengste, weitere Anpassung der Zuchtverbandsordnung (ZVO) an die gesetzlichen Bestimmungen, Änderungen im Tierzuchtgesetz und Erhalt der Bundesschauen. Bo Vorstand Zucht gewählt Kassel (fn-press). Neuer und alter Vorsitzender des Vorstands Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ist Horst Ense (Kerpen-Niederbolheim). Bei den FN-Tagungen in Kassel wurde Ense zum dritten Mal wiedergewählt. Der 70-jährige Landwirt bekleidet dieses Amt bereits seit 1993 und ist in dieser Funktion zugleich auch FN-Vizepräsident. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Monika Schmid-Vorbach (Lonsee) als Nachfolgerin von Gerhard Blanke (Bad Rothenfelde). Die 53-jährige Diplom-Agraringenieurin und Pferdewirtschaftmeisterin Zucht und Haltung vertritt im Pferdezuchtverband Baden-Württemberg die Interessen der Pony- und Kleinpferdezüchter und ist bereits seit 2001 Mitglied im FN-Vorstand Zucht. Neu in den Vorstand gewählt wurde der Vorsitzende des Westfälischen Pferdestammbuchs Gustav Meyer zu Hartum (Herford). Der 63-jährige Landwirt tritt außerdem die Nachfolge von Friedrich Jahncke (Bückau / Dannenberg) im FN-Präsidium an. Neu gewählt wurden auch Hans-Heinrich Stien (56, St. Peter Ording/Vorsitzender des Pferdestammbuchs Schleswig-Holstein/Hamburg) als Vertreter der Pony- und Kleinpferdezüchter, Manfred Schäfer (55, Vechelde-Köchingen/Vorsitzender des Hannoveraner Verbandes) und Wolfgang Jung (52, Groß Behnitz/Vorsitzender des Pferde-zuchtverbandes Berlin-Brandenburg). Wiedergewählt wurden in Kassel Karl-Heinz Bange (57, Ellern/Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Rheinland-Pfalz-Saar und der Arbeits-gemeinschaft Süddeutscher Zuchtverbände), Wolf Lahr (53, Schöna/Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Sachsen) sowie Wilhelm Weerda (63, Wilhelmshaven/Vorsitzender des Oldenburger Verbandes ). Bo DQHA neuer Mitgliedszuchtverband in spe Kassel (fn-press). Die Deutsche Quarter Horse Association (DQHA) ist formell als neuer Mitgliedszuchtverband von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) bei ihrer Jahrestagung in Kassel aufgenommen worden. Die Mitgliedschaft tritt in Kraft, sobald die DQHA ihre Zuchtbuchordnung der FN-Zuchtverbandsordnung (ZVO) angepasst hat. Die DQHA hat rund 2.000 eingetragene Zuchtstuten. Sie vertritt über 5.000 Mitglieder. Bo Neue Rassen in der ZVO Kassel (fn-press): Für fünf Rassen wurden bei den FN-Tagungen in Kassel die Zuchtprogramme neu in die Zuchtverbandsordnung (ZVO) aufgenommen: Paso Pferd, Paso Iberoamericano, Palomino, Pinto und Leutstettener Pferd. Die ZVO ist nun aktualisiert und ab Juni wieder erhältlich. Bo FN-Tagungen Bereich Persönliche Mitglieder FN-Beirat: Vorstandswahl und Beitragsanpassung Kassel (fn-press). Mit einer Ausnahme wurde bei der Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Kassel der bisherige Vorstand des FN-Bereichs Persönliche Mitglieder (PM) im Amt bestätigt. Neu in den Vorstand wählte der PM-Beirat Gabriele Heydenreich (Isernhagen), Sprecherin der PM-Regionalversammlung Hannover-Bremen, als Nachfolgerin von Friedrich Witte (Burscheid), der nicht mehr als PM-Vorstandsmitglied kandidierte. Alte und neue Vorstandsvorsitzende ist Ruth Klimke (Münster), ihr Stellvertreter bleibt Dr. Hanno Dohn (Bad Honnef). Dem Vorstand gehören außerdem an: Kristina Dyckerhoff (Wiesbaden), Klaus Harms (Hiddenhausen), Renate Herzog (Berlin), Dr. Wilma Ubbens (Lorch) sowie Eberhard Fellmer (Nehms) als Ehrenvorstandsmitglied sowie Dr. Andreas Meyer-Landrut (Moskau) als Ehrenvorsitzender. Der PM-Beirat sprach sich in Kassel ferner für eine Anpassung des Mitgliedsbeitrags von bisher 20 Euro auf 25 Euro ab 2006 aus. Diesem Vorschlag stimmte die FN-Mitgliederversammlung einstimmig zu. Weiterhin unverändert bleiben die Beiträge für Jugendliche (7, 50 Euro) und Ehepartner (10 Euro). „Die Anpassung ist notwendig, wenn der Bereich seine bisherigen Leistungen für die Mitglieder beibehalten oder sogar ausbauen will“, sagte Rainer Reisloh, Leiter der FN-Abteilung Personal, Finanzen und Controlling zur Begründung. Er verwies auf das deutlich erweiterte Angebot für PM, beispielsweise das inzwischen monatliche erscheinende Mitgliedermagazin „pm-forum“ oder die Fachtagungen und PM-Veranstaltungen, die sich in den letzten fünf Jahren mehr als verzehnfacht haben. „Dieser Service ist auch ein Grund für den stetigen Mitgliederzuwachs“, so Reisloh. Allein 2004 stieg die Zahl der Persönlichen Mitglieder um 6, 9 Prozent auf über 42.000. Von ihnen sind rund 70 Prozent weiblichen Geschlechts, noch höher ist der Anteil der Pferdebesitzer. Wie eine im vergangenen Jahr erstellte Mitgliederanalyse außerdem ergab, sind oder waren fast 60 Prozent aller Persönlichen Mitglieder aktive Turnierreiter. Hb Ehrungen und Auszeichnungen Zwölf Persönlichkeiten ausgezeichnet Kassel (fn-press). Für ihre Verdienste um Pferdesport und Pferdezucht wurden bei der Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (Fédération Equestre National, FN) in Kassel mehrere Persönlichkeiten ausgezeichnet: Die Gustav-Rau-Plakette erhielt der leitende Ministerialrat Dr. Herbert Reuter (Wiesbaden). Als Referatsleiter Tierzucht im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat sich Reuter seit vielen Jahren für die Belange der hessischen Pferdezucht eingesetzt. Besondere Verdienste hat sich der 63-Jährige um die Förderung und Erhaltung des Hessischen Landgestütes in Dillenburg erworben. So geht etwa die kürzlich erfolgte Gründung des Fördervereins auf seine Initiative zurück. Die Gustav-Rau Plakette erhielt Dr. Siegfried Sendig (Meura). Der 70-jährige Diplomlandwirt war 1990 eine der treibenden Kräfte bei der Wiedergründung des Verbandes Thüringer Pferdezüchter, dessen Vorsitzender er bald wurde. Sein Haflingergestüt Meura, auf dem seit 1991 auch Leistungsprüfungen für Haflingerstuten durchgeführt werden, baute Sendig im Laufe der Jahre zum größten Zuchtbetrieb dieser Rasse in Europa aus. Neben seinem Engagement in der Arbeitsgemeinschaft der Süddeutschen Zuchtverbände sowie der Arbeitsgemeinschaft der Haflingerzüchter Deutschlands war er auch wesentlich an der Fusion der Pferdezuchtverbände Sachsens und Thüringens beteiligt. Das Deutsche Reiterkreuz in Bronze erhielt Dr. Wilma Ubbens (Lorch). Die 66-jährige Akademische Oberrätin i. R. engagiert sich seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich im Bereich der Persönlichen FN-Mitglieder (PM). Seit 1985 im Beirat der PM tätig, ist sie seit 2001 auch Mitglied im Vorstand. Als Mitglied des Arbeitskreises Zukunft war sie maßgeblich an den Strukturerneurungen der Persönlichen Mitglieder beteiligt. Das Deutsche Reiterkreuz in Gold erhielt Ernst-Albert Holzapfel (Meinhard). Der 69-jährige Unternehmer ist seit 1997 Vorsitzender des Vorstands der hessischen Reit- und Fahrvereine. In der abgelaufenen Legislaturperiode war er als Sprecher der Arbeitsgemeinsacht der Landesverbände im Präsidium aktiv. Seit mehr als 40 Jahren ist Holzapfel in vielfältigen Funktionen im Pferdesport ehrenamtlich engagiert. Das Deutsche Reiterkreuz in Gold erhielt Fritz Gödeke (Hüllhorst). Der 76-jährige Turnierfachmann, Parcourschef und Richter war lange Jahre stellvertretender Vorsitzender des Provinzialverbandes der westfälischen Reit- und Fahrvereine, des mitgliederstärksten Landesverbandes der FN. Engagiert war Gödeke, der sich besonders für die Ausbildung der Ausbilder einsetzt, auch bei zahlreichen Überarbeitungen der Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO). Das Deutsche Reiterkreuz in Gold erhielt Hermann Kombächer (Marburg). Der 78-jährige Verleger gehört zum ehrenamtlichen „Urgestein“ des hessischen Reitsports. Seit 1973 Mitglied der Landeskommission Hessen, war er von 1981 bis 1997 deren Vorsitzender. Als Ausbilder, Parcourschef, Richter und Herausgeber des Verbandsorgans der Deutschen Richtervereinigung (DRV) ist er vielen bekannt. Große Verdienste erwarb sich Kombächer bei der Richterausbildung, der Einführung neuer Technologien zur Veröffentlichung von Turnierausschreibungen sowie bei der Etablierung einer hauptamtlichen Geschäftsstelle des Landesverbandes Hessen. Das Deutsche Reiterkreuz in Gold sowie die FN-Ehrenmitgliedschaft erhielt Jürgen R. Thumann (Düsseldorf). Der 63-jährige Unternehmer, der in den vergangenen vier Jahren als Präsident die Geschicke der Deutschen Reiterlichen Vereinigung geleitet hat und zuvor acht Jahre lang die Funktion des Finanzkurators im Präsidium der FN einnahm, hat den gesamten Verband in dieser Zeit maßgeblich beeinflusst und verändert. Seinem Engagement und Know-how ist es in hohem Maße zu verdanken, dass sich in dieser Zeit der Verband zu einer modern strukturierten Organisation entwickelt hat, die nicht nur den Herausforderungen der Gegenwart sondern auch der Zukunft gewachsen ist. Das Deutsche Reiterkreuz in Gold sowie die FN-Ehrenmitgliedschaft erhielt Ingrid Thomsen (Kiel). Zwölf Jahre lang engagierte sich die 67-Jährige im Präsidium der FN. Ihre Schwerpunkte lagen dabei auf der Förderung der Jugend und des Breitensports. Seit 1992 ist sie auch im Vorstand des Landesverbandes Schleswig-Holstein aktiv. Das Landesbreitensportfestival in Bad Segeberg, Vorläufer aller regionalen und bundesweiten Festivals dieser Art, ist zum großen Teil ihrer Initiative zu verdanken. Mit leisen, aber beharrlichen Tönen engagiert sie sich besonders für die Gleichstellung der Frauen im Sport. Die FN-Ehrenmitgliedschaft wurde Friedrich Jahncke (Bückau/Dannenberg) verliehen. Der 66-jährige Landwirt, selbst hoch erfolgreicher Züchter, war 28 Jahre lang im Vorstand des Verbandes der hannoverschen Warmblutzüchter tätig. Von 1993 bis Anfang April diesen Jahres war Jahncke Vorsitzender des größten Warmblutzuchtverbandes Deutschlands. Von 1993 an war Jahncke Mitglied des Präsidiums der FN. Die FN-Ehrenmitgliedschaft wurde Constantin Freiherr Heeremann von Zuydtwyck (Riesenbeck) verliehen. Der 73-Jährige ist nach dem Ehrenpräsidenten Dieter Graf Landsberg-Velen (Wocklum/Balve) Dienstältester im Präsidium der FN. 1977 trat er seine erste Legislaturperiode im Präsidium an. Bereits seit 1966 engagiert er sich im Vorstand des Provinzialverbandes der westfälischen Reit- und Fahrvereine. Im Rahmen seines langen ehrenamtlichen Einsatzes entwickelte er sich zum vehementen und erfolgreichen Verfechter des Zusammenschlusses von Pferdesport und Pferdezucht. Ebenso setzte er sich für die Annäherung zwischen ländlicher und städtischer Reiterei ein. Auf sein Bestreben hin fanden 1980 erstmals die Deutschen Meisterschaften der Vierspännerfahrer in Riesenbeck statt, das sich in den folgenden Jahren einen Namen als Ausrichter mehrerer Welt- und Euromeisterschaften im Fahrsport machte. Die DOKR-Ehrenmitgliedschaft wurde Heinz Kerkhoff (Riesenbeck) verliehen. Der 68-jährige Kaufmann war seit 1981 Mitglied des Fahrausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Ab März 2002 leitete er den Ausschuss zunächst kommissarisch, später als gewählter Vorsitzender. Große Verdienste um den Fahrsport hat sich Heinz Kerkhoff auch als Vorsitzender des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Riesenbeck erworben, dem er seit 1988 vorsteht. In hohem Maße ist es seinem Engagement zu verdanken, dass sich der Austragungsort Riesenbeck weltweit zu einem Synonym für Spitzenereignisse im Fahrsport entwickelt hat. Unter seiner Regie war Riesenbeck vier Mal Schauplatz von Weltmeisterschaften (1992 Vierspännerfahrer, 1997 und 2001 Zweispännerfahrer). Die DOKR-Ehrenmitgliedschaft wurde Hendrik Snoek (Münster) verliehen. Der 57-jährige Diplom-Kaufmann und Inhaber einer Warenhauskette gehörte dem Springausschuss des Deutschen-Olympiade-Komitees für Reiterei seit 1978 an. Zunächst Aktivensprecher leitete Snoek den Ausschuss seit 1993. In den 60er und 70er Jahren war er einer der erfolgreichsten deutschen Springreiter. Höhepunkte seiner sportlichen Karriere waren unter anderem der Gewinn des Großen Preises beim CHIO Aachen 1968, der Sieg mit der deutschen Equipe bei den Europameisterschaften 1975 sowie der nationale Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften 1977. Insgesamt war Snoek 36 mal bei Nationenpreisen im Einsatz. Weitere Verdienste um den Reitsport hat Snoek auch als „Macher“ des Turniers der Sieger in Münster, als Veranstalter von vier Deutschen Meisterschaften im Dressur- und Springreiten sowie als Betreiber des Zucht- und Turnierstalls Gestüt Berl gesammelt. T.H. |