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Angebot der Woche   Magazin Magazin, Ausgabe 332, erschienen am 07.08.2005

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Eifelscout


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Eifel- und Ardennen-Scout Karl Lindemann

Reiten in Eifel und Ardennen: ein unvergeßliches Naturerlebnis

Angebot für Kalenderwoche 2005-32

Anforderung an die Reitgäste, Qualifikationen, Ausbildung
Scout

Foto: Ralph Conway, Wiesbaden
Foto: Ralph Conway, Wiesbaden
Entsprechend der hohen Verantwortung, die eigenverantwortliches Reiten im Gelände und Führen einer Gruppe mit sich bringt, sind die Anforderungen wesentlich höher. Die Prüfungsabnahme ist nicht an die Teilnahme von einem unserer Seminare gebunden, das heißt das Wissen und die Fähigkeiten können in Eigenregie erworben werden. Der Reiter-Status ist Vorbedingung. Die Scout-Qualifikation kann bei groben oder wiederholten Verstößen gegen die Scout-Regeln aberkannt werden. Die Entscheidung hierzu trifft die Gemeinschaft der übrigen Scouts. Bei den Prüfungsritten müssen mindestens zwei Scouts anwesend sein.

Die Fähigkeiten umfassen

  • theoretisches Wissen
  • reiterliches Können
  • 1. Hilfe bei Mensch und Tier
  • Hufkunde und Beschlagsreparatur
  • Kartenlesen und Tourenplanung
  • Gruppen führen

folgendes muß geleistet werden:

  • 1. Hilfe Kurs Mensch (Bescheinigung höchstens 2 Jahre alt, nicht nur die "Sofortmaßnahmen am Unfallort")
  • 1. Hilfe Kurs Pferd (Bescheinigung)
  • mündliche und/oder schriftliche theoretische Wissensprüfung (70% richtig bei multiple choice), Basis: Reiterpaßfibel der FN oder ähnliches
  • Beschlagsbeurteilung, Hufeisen abnehmen, gerade richten, wieder in alte Löcher aufnageln
  • 1. reiterliche Prüfung: Gruppenausritt, mindestens 2 Stunden auf irgend einem Pferd, dabei – einhändiges Reiten
    - wegreiten von der Gruppe in hohem Tempo (Trab oder Galopp), langsam zurück zur Gruppe
    - allein einen parallelen Weg reiten
    - ein Stück mit Handpferd reiten
    - Anhalten und Absteigen, während die anderen weiter reiten bis sie nicht mehr zu sehen sind. Dann Aufsteigen und langsam hinterher.
    - ein Stück vorne reiten, auch durch den Straßenverkehr
    - einen aus der Gruppe am Überholen hindern
  • 2. reiterliche Prüfung: reiten ohne Sattel auf gewähltem Pferd, mindestens eine Stunde in der Gruppe
  • 3. reiterliche Prüfung: Alleinritt von mindestens 2 Stunden zu vorgegebenem Ziel, gewähltes Pferd
  • 4. reiterliche Prüfung: Tagesritt nach Karte zu einem vorgegebenen, unbekannten Ziel als Gruppenführer, mit gewähltem Pferd, selbständige Planung

Kosten entstehen für diese Prüfungen keine, außer der normalen Ausrittgebühr. Der Scout erhält einen Ausweis und den EAS-Button. Er/sie bezahlt keinen Scout-Lohn mehr und darf nun alleine auf den Scout-Pferden ausreiten bzw. Gruppen führen. Dann erhält er/sie von den Reitern der Gruppe den Scout-Lohn, entweder nach der Vorgabe oder nach eigenem Aushandeln, und braucht für das eigene Pferd nicht zu bezahlen. Der Scout darf jetzt auch Anwärter betreuen.

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Angebot für Kalenderwoche 2005-32




Chef oder Freund -
das leidige Dominanzproblem in Mensch-Pferd-Beziehungen
Teil 3















Wie bereits angekündigt, möchte ich diese Woche damit beginnen, Reit- und Ausbildungsmethoden aus der Sicht des Menschen, also des Pferdebesitzers, des Reiters bzw. des Trainers, zu betrachten. Dazu stellt sich zuerst die Frage, welches Ziel uns Menschen dabei vor Augen schwebt.

Unabhängig vom Verwendungszweck wünschen sich wohl fast alle Reiter – auch die meisten Freizeitreiter – Pferde mit untadeligen Manieren und anpassungsfähigem, möglichst grenzenlosem Leistungsvermögen, welche dann auch noch krankheitsresistent und absolut anspruchslos bezüglich Haltung und Fütterung sein sollen.

Da es aber solche perfekten Exemplare natürlicherweise wohl nur sehr selten oder vielleicht gar nicht gibt (mir war es jedenfalls noch nicht vergönnt, ein solches Pferd kennen zu lernen), versucht der Mensch durch Zuchtmaßnahmen und verschiedene Ausbildungsmethoden in die Natur des Pferdes im Allgemeinen und auf den jeweiligen Charakter des Einzeltieres im Speziellen so einzuwirken, dass daraus in etwa ein solch perfektes Exemplar als Endergebnis entsteht.

Leider werden – wir wir schon vorige Woche besprochen haben – vor allem in der Ausbildung dabei aber oft Wege beschritten, die ein echter Pferdefreund wohl nicht gehen wird. Auch wenn brutales Zureiten in Rodeo-Manier in den deutschsprachigen Ländern eher nicht praktiziert wird, so darf man nicht die Augen davor verschließen, wieviel Leid sehr vielen Pferden auf andere Weise zugefügt wird.

Diverse Gebisse und Hilfszügel sowie Gerten und Sporen können zwar in der feinfühligen Hand eines pferdefreundlichen Trainers ‚nur’ zusätzliche Hilfswerkzeuge darstellen, die keinen sichtbaren Schaden anrichten, sondern unter Umständen – rein reittechnisch gesehen – sogar gewisse Vorteile bringen können, doch erstens können nur die wenigsten Reiter wirklich damit umgehen, sodass daraus häufig die ärgsten Folterinstrumente werden, und zweitens wird dabei der Wille des Pferdes vielleicht nicht gleich gebrochen, aber doch nach Lust und Laune des Reiters gründlich verbogen!

Dass dies bisweilen – vor allem, wenn es nicht fachmännisch durchgeführt wird – verheerende Folgen nach sich ziehen kann, zeigt folgende Szene aus meinem Pferderoman ‚Arabische Träume’, die ich realen Erlebnissen nachempfunden habe.


...Während ihre Freundin nun Halfter und Führstrick holte, versuchte Linda, mit der schläfrigen Fuchsstute Kontakt aufzunehmen, doch ohne Erfolg. Ihre Worte blieben scheinbar ungehört, und auch ein leises Klopfen an die Gitterstäbe brachte keine großartigen Reaktionen. Nirwana öffnete zwar ein wenig die Augen, aber ihr Blick war erschreckend teilnahmslos.

„So, da bin ich wieder! Gleich kann es losgehen!“, ertönte es da ziemlich laut vom anderen Ende des Stalles, und plötzlich zeigte sich bei der Araberstute eine gewaltige Veränderung.

Den Kopf alarmiert emporgeworfen und den ehemals leicht in sich zusammengesunkenen Körper gestrafft, war nun keine Spur von Müdigkeit mehr zu sehen. Jede Faser ihrer hervortretenden Muskeln schien gespannt zu sein, und ihre großen, braunen Augen quollen förmlich aus ihren Höhlen. Von freudiger Erwartung konnte keine Rede sein, vielmehr harrte sie – scheinbar ängstlich, aber auch kampfbereit – der Dinge, die da kommen würden.

„Jetzt werden wir Linda zeigen, wie du laufen kannst, mein kleines Teufelchen!“

„Wieso Teufelchen? Was ist denn los mit der Stute?“, fragte Belinda überrascht.

„Ach, nichts Besonderes! Sie kann nur manchmal ganz schön störrisch sein, aber das stört mich nicht. Du weißt ja, ich liebe Pferde mit viel Temperament!“, erwiderte Lisi lachend und öffnete die Stalltür.

Als sie allerdings die Box betreten wollte, erlebte sie eine böse Überraschung! Nirwana machte blitzschnell eine Drehung um 180 Grad und präsentierte ihrer Besitzerin das kräftig bemuskelte Hinterteil. Bevor diese noch wusste, wie ihr geschah, zischten bereits zwei kleine, aber stahlharte Hufe um Haaresbreite an ihrem Gesicht vorbei.

Mit einem lauten Klatschen scheuchte Linda die wild gewordene Stute beherzt ein Stück zurück und zog dann ihre geschockte Freundin rasch aus dem Gefahrenbereich. Schnell verriegelte sie die Boxentür und sprang erschrocken zur Seite, als im nächsten Moment Nirwanas beschlagene Hufe mit voller Wucht gegen die Holzverkleidung krachten.

‚Hoffentlich sind die Wände massiv genug, um diesen Attacken standzuhalten!’, war Lindas einziger Gedanke, als sie ihre leicht zitternde Freundin aus dem Stallgebäude schob, um die Stute nicht noch mehr zu provozieren. Tatsächlich endete daraufhin deren Tobsuchtsanfall genauso abrupt, wie er begonnen hatte.

„Was war das denn? Was hat dein Pferd denn bloß?“

„Ich hab dir ja gesagt, dass Nirwana zeitweise ein richtiger Teufel sein kann, aber das werden wir ihr schon noch austreiben! Am Montag wird ihr unser Trainer zeigen, wo’s langgeht, denn jetzt ist sie wirklich zu weit gegangen!“, meinte Lisi mit grimmigen Unterton in ihrer Stimme.

Sie hatte sich sichtlich wieder gefasst, und ihre momentane Angst war nun einem unbändigen Hassgefühl gewichen. Linda erschrak vor der wutverzerrten Grimasse, die sich ihr nun als Anblick bot. Irgendwie hatte sie den Eindruck, dass der Konflikt zwischen ihrer Freundin und deren Pferd bereits seit langem ihre Gemüter erhitzte, denn eine derartige Reaktion auf beiden Seiten konnte unmöglich von kleineren Problemen herrühren.

Belinda hatte noch nie erlebt, dass ein Pferd so gezielt auf seinen Besitzer losging, aber sie hatte von solchen Fällen schon gelesen. Allerdings war dabei stets festgestellt worden, dass die übertrieben aggressiven Tiere zuvor lange Zeit stark gequält worden waren. Mit Schaudern dachte das Mädchen an die Zeitungsberichte zurück, wo die ärgsten Horrorszenarien berichtet worden waren, konnte sich aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass auch ihre ehemalige Schulkollegin so etwas getan oder zugelassen haben könnte....



Wie Recht Belinda doch hat! Man kann sich oft gar nicht vorstellen, wozu manche Menschen teils aus Machtbesessenheit und Überheblichkeit, teils auch nur aus Unwissenheit fähig sind. Und meist sind es gerade diejenigen, die weder über hervorragendes reiterliches Können noch über besondere natürliche Autorität verfügen, die den großen Chef spielen wollen oder von den Ratschlägen anderer Fachleute in diese Rolle gedrängt werden. Was daraus im schlimmsten Fall werden kann, haben Sie nun gerade in meiner Leseprobe einprägsam miterlebt.

Glücklicherweise enden normalerweise diverse Konflikte in Mensch-Pferd-Beziehungen nicht ganz so dramatisch, doch immerhin zeugen viele frustrierte Reiter und verstörte Pferde davon, dass bei den herkömmlichen Reit- und Ausbildungsmethoden doch so einiges falsch laufen kann, wenn man als Reiter nicht das nötige Wissen und die Persönlichkeit dazu mitbringt bzw. sich ein dafür ungeeignetes Pferd aussucht.


Wie das Chef-Sein idealerweise aussehen sollte und welche Eigenschaften man als Reiter mitbringen muss, damit man erfolgreich als Chef agieren kann, erfahren Sie dann nächste Woche von mir.


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Anrede FrauName Heidelinde Keppel
Firma  Land Österreich
brief Hauptstr. 67Abrief A-2723 Muthmannsdorf
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