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› Willkommen in Absurdistan Über Zeitenwechsel und Wissenschaft von Vor zwei Tagen hat die Redaktion einen interessanten Leserbrief erhalten (› Das neue Hufbeschlagsgesetz). Darin wird die Frage gestellt, ob den Pferdebesitzern wirklich klar ist, was das neue Gesetz bedeutet. Vermutlich nicht. Irgendwie geht das Gesetz keinen etwas an. Noch nicht einmal diejenigen, die direkt davon betroffen sind, indem nämlich ihre Existenz bedroht wird. Gemeint ist die Berufsgruppe, die sich um den Hufschutz verdient macht und keine Hufeisen verwenden will. Die mußte sich mit Recht vorhalten lassen, sich nicht geäußert zu haben, als sie gefragt wurde. Dieser Leserbrief ist vermutlich eine Reaktion auf unsere Serie von Stefan Hölzl (› Hufeisen – Glücksbringer auf Pferdehufen, › Krieg der Weltanschauungen, › Im Zeichen der Ganzheitlichkeit, › Fast alle unnötig getötet, › Wie kann man's besser machen?). Und auf die verzweifelte Geste einiger Gegner des Gesetzes, die sich erst dann zu einer publikumswirksamen Aktion entschließen konnten, als es für eine wirkliche Einflußnahme schon viel zu spät war, und diese dann auch noch halbherzig und unprofessionell durchführte (› Protestritt nach Berlin – Verbände machen mobil gegen die Hufbeschlagsgesetz-Erneuerung, siehe auch › Editorial, Protestritt). Zwar soll es einen Bestandsschutz für die betroffene Berufsgruppe geben, aber das ist lediglich Augenwischerei. Auf diesen Umstand weist der Leserbrief mit einer verzweifelten Geste hin, denn auch er kommt viel zu spät. Mit Recht betont der Autor, daß vor allem die Pferde und deren Besitzer betroffen sind und die Konsequenzen zu tragen haben. Angeblich leben eine Million Pferde in diesem Land, aber das Gesetz betrifft niemanden. Die meisten Pferde tragen sowieso Eisen, die meisten Profis, die sich am Huf zu schaffen machen, sind sowieso Hufschmiede, und die weiteren Konsequenzen dieses absurden Gesetzes wird die Wirklichkeit zurechtrücken. Wo kein Kläger, da kein Richter – wer ist denn schon dabei, wenn ich mir am Huf meines Pferdes zu schaffen mache? Können wir also zur Tagesordnung übergehen? Vermutlich nicht. Es bleibt ein grundsätzliches Unbehagen. Trotzdem, der Kampf ist vorbei, der Protest war umsonst. Oder etwa nicht? Wie konnte es überhaupt soweit kommen? Wo leben wir eigentlich? Wie kann man in einem aufgeklärten Land ein solches Gesetz konzipieren und verabschieden? Was ist hier los? Leben wir im Tollhaus? Müssen wir alles hinnehmen, was uns zugemutet wird? Oder können wir nichts ändern, müssen wir vielleicht nichts ändern, weil es vielleicht sowieso nicht so schlimm kommen wird, wie man befürchten müßte? Begreifen wir das Geschehen angemessen oder läuft hier etwas ab, was wir überhaupt nicht richtig verstehen? Sind das lediglich unerhebliche Grabenkämpfe oder ist das eine grundlegende Revolution? Ist dieses Gesetz und das Gezänk um die Hufe nebensächlich oder zentral? Zunehmend kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, als werde sämtliches Geschehen in diesem Lande immer absurder, von Tag zu Tag. Zum Beispiel bemüht sich der gute Müntefering ähnlich wie sein Parteigenosse und ehemaliger Superminister Clement, sich so oft wie möglich mit unsinnigen Vorschlägen zu blamieren, seit er selber Minister geworden ist; die Unternehmen übertreffen sich darin, ihre Mitarbeiter zu entlassen, die das eigentliche Unternehmenskapital darstellen und die andererseits die Produkte kaufen sollen, die mit immer größerer Effizienz hergestellt werden. Wer aber keine Arbeit hat oder befürchten muß, seine Arbeit zu verlieren, kann und will nicht konsumieren. Haben wir zu hohe Lohnnebenkosten? Sind unsere Löhne generell zu hoch? Die einen sagen ja, die anderen sagen nein. Was denn nun? Wir haben angeblich zu wenig Arbeit und zu hohe Kosten, außerdem wird die Arbeit immer weniger und die Kosten werden immer höher, und alle Maßnahmen, die diese Dynamik bekämpfen sollten, haben sie statt dessen verstärkt. Den Politikern fällt nichts Sinnvolles ein, siehe Clement und Müntefering, die sich zur Zielscheibe des Spotts machen; den Experten fällt sehr viel ein, nur leider widersprechen sie sich alle und können sich nicht einigen. Die Wissenschaft ist ratlos, jeder scheint nur einen Ausschnitt der Probleme zu sehen und dafür Patentrezepte anzubieten, die die anderen sofort als Problemverursacher identifizieren. Den Unternehmern fällt auch sehr viel ein, aber alles das verschärft die Probleme immer schneller und immer drastischer. Wie es aussieht, stecken wir in einer wirklich ernsthaften Krise. Manchmal habe ich den Eindruck, es gäbe einen Wettbewerb, wie man unser Land am schnellsten und gründlichsten und nachhaltigsten ruinieren könne, und alle beteiligen sich mit Eifer daran. Ich bin gespannt, wie man auf diese Zeit in 20 Jahren zurückblicken wird. Möglicherweise erleben wir seit einigen Jahren einen Wandel, dessen Dimensionen wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Das Beste, was ich in letzter Zeit gelesen habe, waren Äußerungen eines erfolgreichen Unternehmers, der mit seinen Vorstellungen über alles hinausgeht, was herkömmlich diskutiert wird. Besonders fasziniert hat mich, daß er unserer Zeit bescheinigt, die Gesetze der bisher bekannten Weiterentwicklung gesprengt zu haben. Nach seinen Worten treten wir in ein völlig neues Zeitalter ein, das völlig neue Regeln erfordert und völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Zeitenwechsel… |
› Bandit, einarmiger von Vor ein paar Monaten habe ich die › Bildwerbung eingerichtet. Seither wird der Inhaltsbereich der Märkte mit drei Bildern eingeleitet – es ist nicht zu übersehen. Mir gefällt das ganz gut, und deshalb schaue ich auch immer wieder hin. Und eines Tages sah ich zweimal dasselbe Bild! Nanu? Hatte ich den Mechanismus nicht so eingerichtet, daß unterschiedliche Inserate gewählt werden? Ja, das hatte ich, und es handelte sich auch um unterschiedliche Inserate, die aber vom selben Inserenten stammten und mit denselben Bildern bebildert waren. Und eines Tages sah ich es dann: drei gleiche Bilder! Ein Hauptgewinn, wenn es ein
Jetzt fällt mir auf, daß nicht nur die Bilder, sondern auch die Texte in allen Fällen identisch sind – nur die Rubrik ist unterschiedlich. Ich sollte mein Programm anpassen, dann dürften solche Fälle wesentlich seltener werden. Aber wollen wir das? Bildwerbung Die Bildwerbung heißt Bildwerbung, weil man für manche Dienste der Pferdezeitung durch dieses Instrument Werbung machen kann. Zunächst sollte den Inserenten der Märkte geholfen werden, die allgemeine Aufmerksamkeit auf ihre Angebote zu lenken. Da man auch Presseerklärungen bebildern kann, wäre im Prinzip Bildwerbung auch dafür denkbar. Bei Bedarf werde ich das einrichten. Solange niemand dieses Instrument nutzt, wähle ich drei unterschiedliche bebilderte Inserate zufällig aus und mache eben kostenlose Reklame. Das ist bis heute überwiegend der Fall. Anscheinend ist niemand daran inte… |
› Zucht mit Freizeitpferden Teil 11 Von Eigentlich habe ich mittlerweile schon alle wichtigen Punkte rund um die Haltung und den Umgang mit einer trächtigen Stute besprochen, doch möchte ich mich diese Woche nochmals mit dem Thema ‚optimale Bewegung für die hochträchtige Stute' näher befassen, weil es hierzu auch unter Fachleuten sehr unterschiedliche Meinungen gibt, die alle irgendwo ihre Berechtigung haben, aber eben nicht alle auf jedes Pferd anwendbar sind. So vertreten manche die Ansicht, dass eine hochträchtige Stute überhaupt nicht mehr gearbeitet werden, sondern sich ihr notwendiges Maß an Bewegung freilaufend auf der Weide oder einer weitläufigen Koppel holen sollte, während andere behaupten, dass es der Stute (und dem Fohlen) auch dann nicht schadet, wenn sie bis kurz vor der Geburt geritten oder gefahren wird. Meist wird allerdings empfohlen, die Stute zumindest im letzten Monat nicht mehr oder nur noch sehr schonend zu arbeiten. Auch meine persönlichen Erfahrungen diesbezüglich sind sehr unterschiedlicher Natur. So kann ich mich noch gut an eine Stute erinnern, mit der ich in meiner Jugendzeit zu tun hatte. Sie war eines der vielen Schulpferde jenes großen Reitbetriebes, wo ich seinerzeit das Englischreiten erlernte. Dass die Stute trächtig war, wusste damals niemand, denn es handelte sich um einen so genannten Weideunfall, bei dem ein Junghengst einen unbeobachteten Augenblick genutzt hatte, um seine Beschälerqualitäten unter Beweis zu stellen. Da dieser Deckakt niemandem aufgefallen war, wurde die Stute auch ganz normal geritten, ohne dass irgendjemand auf ihren Zustand Rücksicht genommen hätte. Als sie mit der Zeit immer runder und auch ein wenig träger wurde, wurde ihr anfangs sogar die Futterration gekürzt und sie bekam Extrareitstunden zugeteilt, weil man der Meinung war, sie wäre einfach zu fett geworden. Erst als auch ihr Euter immer praller wurde, wurde den Reitstallbesitzern klar, dass die Stute trächtig war. Nun bekam sie zwar mehr Futter, aber arbeitsmäßig besonders geschont wurde sie noch nicht, da man annahm, dass es bis zur Geburt noch ein Weilchen dauern würde. So war ich mehr als erstaunt, als ich eines Tages bei einer meiner Reitstunden beiläufig erfuhr, dass die Stute am Vortag ihr Fohlen bekommen hatte. Drei Tage zuvor hatte sie noch ganz brav die Reitschüler durch die Gegend getragen! Als ich die beiden dann später im Stall besuchte _… |
Mecklenburger Gasparo Holger galoppiert mit Hugo Kleiner Galopp im Schnee Ausgelassenheit in der Gruppe Neugieriges Quintett Winterwiese in Bayern Immense Ausstrahlung Kraft & Energie: Stute & Fohlen Ohne Gurt mit Halsring Julia mit Araberstute Winnie Frei auf der Straße Dan Birmann, Trakehnerstute |
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