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Die » Carina-Stiftung, ebenfalls in Herford beheimatet, hatte sich im vergangenen Jahr bei den letzten German Friendships mit dem » Preis der Carina Stiftung engagiert und war dort eher zufällig auf das Informationsangebot des DKThR gestoßen. Das ergab sich gut, denn die Carina-Stiftung war auf der Suche nach einem neuen Engagement. Das DKThR hatte die Einladung des Gastgebers gerne angenommen, denn nur durch Öffentlichkeitsarbeit können Sponsoren gefunden werden. Zwar leisten die vom DKThR unterstützten Disziplinen Hinzukommt, daß die Erfolge keineswegs wissenschaftlich abgesichert sind. Das bedeutet, daß die Kosten in keinem Fall von den Krankenkassen getragen werden. Für manche Betroffenen mag das unerheblich sein, für viele ist es eine besondere Härte, die möglicherweise sogar dazu führt, daß entsprechende Angebote gar nicht wahrgenommen werden können. Zu diesem Zweck hat etwa Melanie Horstmann, über die ich in meinem Rasseporträt "New Forest" (
Außerdem reichen die Angebote oftmals gar nicht aus; in meiner Nachbarschaft befindet sich der Daher werden dringend Fachleute gebraucht; gutmeinende reitende Krankenschwestern stellen eher ein Problem dar, wie Sacha Eckjans, der Geschäftsführer des DKThR, ausführte, denn er bekommt immer die Berichte der Polizei mit der Bitte um Stellungnahme, wenn Unfälle passiert sind. Wenn das Therapiepferd schon "Wirbelwind" heißt und als lebhaft bezeichnet wird, ist ein Unglück schon abzusehen, findet er. Wie dem auch sei – es führt auch in diesem Bereich kein Weg an der Professionalisierung vorbei. Das DKThR bildet gerne aus und hat auch die nötigen Kapazitäten (» Weiterbildung, » Physiotherapeuten, » Pädagogen & Psychologen, » Ausbilder im Reiten als Sport für Behinderte, » Ergotherapeuten – Lizenz in der Ergotherapeutischen Behandlung mit dem Pferd), aber selbst die beste Ausbildung nützt gar nichts, denn diese Leute müssen später auch davon leben können. Das aber ist nicht gesichert, wenn die Therapie nicht über die normalen Krankenkassen abgerechnet werden kann. Die Anerkennung durch die gesetzlichen Krankenkassen ist also der eigentliche Knackpunkt an der ganzen Angelegenheit. Da sich diese therapeutischen Formen bereits seit Jahrzehnten etabliert haben, stellt sich die Frage, wo hier eigentlich die Schwierigkeiten liegen. |
Das klingt gut, aber das Urteil ist schon sieben Jahre alt und hat lediglich Auswirkungen für Beamte, deren Beihilfe ja keineswegs für die gesamten Kosten aufkommt, sondern lediglich den Anteil auffängt, der von der Krankenkasse nicht getragen wird. Die Hoffnung, daß sich hier etwas ändern wird, ist also auch schon sieben Jahre alt. Die geplante Dissertation von Melanie Horstmann wird, wenn sie denn eines Tages fertig sein wird, diese Wirkung ebenfalls nicht haben können. Das Problem besteht nämlich darin, daß an die Kassenzulassung enorme Anforderungen gestellt werden:
Damit ist eine Größenordnung benannt: 200.000 EUR. Das ist viel Geld für jemanden, der ein normales Gehalt bezieht, aber nicht so viel, daß dieser Betrag nicht von jemandem zu stemmen wäre, der sich um den täglichen Lebensunterhalt nicht sorgen muß. Aber wie soll das gehen? Wie kommt jemand, der das Geld hat, mit jemandem zusammen, der es dringend braucht? Will der überhaupt jemandem helfen? Oder sein Geld lieber für sich verprassen? Ist das überhaupt möglich? Wie viel Geld kann jemand persönlich verbrauchen? Und wenn klar ist, daß das gar nicht möglich ist – was macht man dann? |
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Der frischgebackene Selfmade-Milliardär
Damit hat er wirklich ein großes Problem angesprochen: Wie schafft man es, wirklich denen zu helfen, die es brauchen? Wie bringt man es fertig, von anderen nicht ausgenutzt zu werden? Üblicherweise versachlicht man die Problematik, indem das Geld nicht direkt vom Wohltäter verteilt wird, sondern von einer Ulrich Meyer zu Bexten kann seine wohltätigen Spenden noch persönlich verteilen: 10.000 EUR für den » Kinder-Unterstützungs-Fonds (KUF) des DKThR, 3000 EUR für das » Fördercentrum Mensch & Pferd e.V., 2000 EUR für die » Kinderklinik Herford. Bei der Summe, die das DKThR braucht, ist er überfordert. So viel wird auch die beste Wohltätigkeitsversteigerung auf keiner seiner Veranstaltungen einbringen. Hier muß jemand anders einspringen. |
1963 stieg SULO mit der Übernahme des Unternehmens
Hermann Neuhaus, der Stiftungsgründer, ist Nutznießer dieser Transaktionen. Es geht hierbei offenbar nicht um Kleckerbeträge. Die transferierten Summen sind so hoch, daß niemand diese für sich persönlich sinnvoll einsetzen kann.
Satzungsgemäß wurden zunächst Studien zur Die im Grunde zufällige Begegnung mit dem DKThR auf der German Friendships 2007 eröffnete für beide Partner neue Perspektiven. Hier war jemand bereit und in der Lage, finanzielle Hilfe in der benötigten Größenordnung zu leisten. Die Carina-Stiftung hat ein neues Betätigungsfeld gefunden, das DKThR den dringend benötigten Sponsor, das therapeutische Reiten und unzählige Bedürftige einen großzügigen Wohltäter. Ulrich Meyer zu Bexten freut sich natürlich sehr, daß er durch seine Veranstaltung einen Kontakt stiften konnte, der vermutlich unglaublich vielen Menschen helfen wird, wenn nämlich der Nachweis gelingt, daß Therapie mit Pferden förderungswürdig ist und erstattungsfähig werden kann. Im Pressegespräch betonte er die Wichtigkeit solcher zufälligen Begegnungen und äußerte seine Hochachtung vor Leuten, die die Gelegenheit ergreifen können. So schilderte er sehr plastisch eine Begebenheit, die er vielleicht nie vergessen wird: Er hatte sich auf der German Friendships 2007 mit Familienministerin von der Leyen, die das Turnier mit ihren Kindern stellvertretend für Schirmherrin Bundeskanzlerin Merkel besuchte, kurz in seine Küche zurückgezogen, bevor die nächste Veranstaltung beide wieder fordern würde. Das beobachtete eine Familie aus Süddeutschland, die einen Reiterhof für therapeutisches Reiten in Süddeutschland betreibt, vom Garten aus, denn die Küche hat eine Tür zur Terrasse. Kurzerhand ergriff man die Gelegenheit, sprach die Ministerin an und lud sie zu einem Besuch auf dem heimischen Reiterhof ein. Diese nahm die Einladung an – was unter anderen Umständen vermutlich undenkbar gewesen wäre. So ist offenbar jeder seines Glückes Schmied und muß die Gelegenheit herzhaft ergreifen, so lange sie sich bietet. Wunderbare Dinge können sich daraus entwickeln. |
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