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Hauptartikel   Magazin Magazin, Ausgabe 484, erschienen am 07.07.2008

Magazin  Ausgabe 484

Plakat zur Spendenaktion Equitana 2007
Pferd, Kind, Behinderung, Vertrauen, Heil

Foto: Autorenhinweise m_red  » DKThR
Abschnitt Abschnitte Hauptartikel:
  1. Abschnitt  Spenden sind Glücksbringer
  2. Abschnitt  Gut Üttingshof
  3. Abschnitt  Würth
  4. Abschnitt  Integration
  5. Abschnitt  Anne-Sophie
  6. Abschnitt  Zusammenleben
  7. Abschnitt  Quellen / Verweise

  Leserresonanz  Leserresonanz

  Inhaltsverzeichnis  Inhaltsverzeichnis

Teil Teil 1, Ausgabe Magazin 479:
Hauptartikel  Tu Gutes und rede darüber

Teil Teil 2, Ausgabe Magazin 480:
Hauptartikel  Wo und wie kann ich Gutes tun?

Teil Teil 3
Spenden sind Glücksbringer

Teil Teil 4, Ausgabe Magazin 485:
Hauptartikel  Heilung und Linderung

Teil Teil 5, Ausgabe Magazin 486:
Hauptartikel  Zwang und Gewalt

Teil Teil 6, Ausgabe Magazin 487:
Hauptartikel  Immer feste druff

Teil Teil 7, Ausgabe Magazin 490:
Hauptartikel  Schmerz und Lust

Teil Teil 8, Ausgabe Magazin 491:
Hauptartikel  Doping und Befriedigung

Teil Teil 9, Ausgabe Magazin 492:
Hauptartikel  Das Glück der Erde

Teil Teil 10, Ausgabe Magazin 493:
Hauptartikel  Ich bin der Größte

Teil Teil 11, Ausgabe Magazin 496:
Hauptartikel  Ein denkwürdiger Dialog

Teil Teil 12, Ausgabe Magazin 497:
Hauptartikel  Mir kommen die Tränen

Teil Teil 13, Ausgabe Magazin 498:
Hauptartikel  Rührung oder nicht

Teil Teil 14, Ausgabe Magazin 499:
Hauptartikel  Ritt des alten Cowboys

Teil Teil 15, Ausgabe Magazin 500:
Hauptartikel  Ritt für den Vater

Teil Teil 16, Ausgabe Magazin 503:
Hauptartikel  Von Autisten lernen

Teil Teil 17, Ausgabe Magazin 504:
Hauptartikel  Auf den Hund gekommen
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Hauptartikel oben 

Spenden sind Glücksbringer

Kontakte, Schicksale, Initiativen und Integration

Zu den Themen
Thema  DKThR  Therapeutisches Reiten



von Autorenhinweise m_red  » Werner Popken


Wer es sich leisten kann, spendet – um sein Gewissen zu beruhigen, um etwas Gutes zu tun, um etwas zu bewirken, was nicht in seinem persönlichen Vermögen steht. Spenden ist eine aktive soziale Handlung, deren Stellenwert gar nicht unterschätzt werden kann.

In meinem Artikel  Tu Gutes und rede darüber habe ich darüber berichtet, daß » Ulrich Meyer zu Bexten drei Schecks überreicht hat, deren Deckung u. a. aus der Versteigerung des "Bexter Globe" stammt:

Allein 25.000 Euro brachte die Versteigerung des Bexter Globe an die Kanadierin Nancy Southern aus Calgary. Ein Holzreiter mit den Unterschriften der Topreiter wurde für 4000 Euro an Karsten Henco zugeschlagen.

 German Friendships in Herford

Das » Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V. wiederum, mit 10.000 EUR für den » Kinder-Unterstützungs-Fonds (KUF) des DKThR am reichlichsten bedacht, betont auf seiner Internetpräsenz:

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich für das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten e. V. zu engagieren. Sie können uns bei Veranstaltungen unterstützen, eigene Projekte realisieren oder auch Spendendosen aufstellen. Wir sind Ihnen auch für jede Spende – egal in welcher Höhe – sehr dankbar, denn wir sind als gemeinnütziger Verein ausschließlich auf Zuwendungen aus der Bevölkerung angewiesen.

» Helfen Sie mit!

Darin drückt sich wieder einmal der unsichere Status der Aktivitäten aus, die durch das DKThR vertreten werden: » Hippotherapie, » Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd, » Sport und Freizeit für Menschen mit Behinderung mit dem Pferd, » Ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd.

Die Wikipedia-Link» German Friendships, die Ulrich Meyer zu Bexten 1999 ins Leben gerufen hat, hatten im letzten Jahr aber nicht nur finanzielle Unterstützung erbracht, sondern auch wertvolle Kontakte hergestellt, über die sich der Hausherr besonders freute. Das Engagement der » Carina-Stiftung, die eine großangelegte Untersuchung über die medizinische Wirksamkeit der Arbeit mit dem Pferd finanzieren wird, war Thema im Artikel  Wo und wie kann ich Gutes tun?; der Hausherr gab bei der Pressekonferenz aber noch eine Geschichte zum Besten, die ihm sehr am Herzen lag, mir jedoch weitgehend schleierhaft blieb, weil mir die Einzelheiten fehlten:

Ulrich Meyer zu Bexten freut sich natürlich sehr, daß er durch seine Veranstaltung einen Kontakt stiften konnte, der vermutlich unglaublich vielen Menschen helfen wird, wenn nämlich der Nachweis gelingt, daß Therapie mit Pferden förderungswürdig ist und erstattungsfähig werden kann. Im Pressegespräch betonte er die Wichtigkeit solcher zufälligen Begegnungen und äußerte seine Hochachtung vor Leuten, die die Gelegenheit ergreifen können. So schilderte er sehr plastisch eine Begebenheit, die er vielleicht nie vergessen wird:

Er hatte sich auf der German Friendships 2007 mit Familienministerin von der Leyen, die das Turnier mit ihren Kindern stellvertretend für Schirmherrin Bundeskanzlerin Merkel besuchte, kurz in seine Küche zurückgezogen, bevor die nächste Veranstaltung beide wieder fordern würde. Das beobachtete eine Familie aus Süddeutschland, die einen Reiterhof für therapeutisches Reiten in Süddeutschland betreibt, vom Garten aus, denn die Küche hat eine Tür zur Terrasse. Kurzerhand ergriff man die Gelegenheit, sprach die Ministerin an und lud sie zu einem Besuch auf dem heimischen Reiterhof ein. Diese nahm die Einladung an – was unter anderen Umständen vermutlich undenkbar gewesen wäre.

So ist offenbar jeder seines Glückes Schmied und muß die Gelegenheit herzhaft ergreifen, so lange sie sich bietet. Wunderbare Dinge können sich daraus entwickeln.

EquiVoX-Link Carina-Stiftung

Das DKThR berichtet in seinem Pressebereich über den Besuch der Familienministerin Wikipedia-Link» Ursula von der Leyen auf dem Reiterhof in Süddeutschland ausführlich; das möchte ich Ihnen nicht vorenthalten, denn hier wird der persönlichen Bezug zum Thema besonders deutlich; die Homepage der Familie berichtet darüber ausführlich im Bild: » Besuch der Familienministerin.

Gut Üttingshof  oben 



07. Februar 2008

Bundesfamilienministerin informierte sich auf Gut Üttingshof über Therapeutisches Reiten

Gut Üttingshof. „Hochspannend“ fand die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ursula von der Leyen, ihren Besuch auf dem Üttingshof bei Bad Mergentheim, wo sie sich am Mittwoch über das Therapeutische Reiten informierte. Gastgeber war die Familie Kaplirz zu Sulewicz, die selbst einen Sohn mit Down Syndrom hat und sich seit vielen Jahren dafür einsetzt, dass Menschen mit Behinderungen sozial integriert und gefördert werden. Der von Dr. Sabine Kaplirz zu Sulewicz gegründete Verein „Sprungbrett“ macht sich für die Integration behinderter Menschen in die Arbeitswelt stark und widmet sich als neuestes Projekt dem Therapeutischen Reiten auf dem Üttingshof.

„Ich habe Florian ja schon bei den „German Friendships“ reiten gesehen und war begeistert von seinem Einfühlungsvermögen. Nun bin ich gespannt, was er uns heute zeigt „Heilpädagogisches Reiten/Voltigieren“ der Schule im Taubertal. Mit dieser Spende aus dem Kinderunterstützungsfonds des DKThR wird das Therapeutische Reiten für Kinder aus extrem schwierigen häuslichen Situationen für ein Jahr gesponsert.

Nicht nur Ursula von der Leyen staunte über die vielfältigen Aktivitäten auf Gut Üttingshof, auch Thomas Reinecke, Direktor der Special Olympics in Deutschland, freute sich über das Angebot, die Reitanlage des Gutes für Veranstaltungen der Special Olympics nutzen zu dürfen.

» Bundesfamilienministerin informierte sich auf Gut Üttingshof über Therapeutisches Reiten

Auf diese Weise wird das Geld also wieder ausgegeben: gezielt und zweckgebunden. Dem DKThR ist die entsprechende Botschaft sehr wichtig:

Das DKThR bleibt bei all seinen Aktivitäten transparent. Hier verschwinden keine Gelder in falschen Kanälen, sondern gehen genau an die, die sie am dringendsten benötigen.

» Geförderte Projekte

Die persönliche Betroffenheit ist in diesem Fall der Motor des Engagements; aber auch andere Familien sind betroffen und engagieren sich deshalb in besonderem Maße für die Förderung und Integration behinderter Menschen, auch wenn dies nicht unbedingt an die große Glocke gehängt werden soll. So ist die Teilnahme von Carmen Würth an dieser Veranstaltung keinesfalls zufällig.

Würth  oben 



Carmen Würth, Ehefrau des bekannten Selfmade-Milliardärs Wikipedia-Link» Reinhold Würth, hat mit diesem drei Kinder: die Töchter Wikipedia-Link» Bettina, die die Nachfolge ihres Vaters angetreten hat, und Marion, die einen Biohof betreibt, und den Sohn Markus. Dieser ist aufgrund eines Impfunfalls seit frühester Kindheit behindert (» Familie Würth).

Die Familie Würth hat aber noch ein weiteres großes Unglück zu beklagen: Die Enkelin Anne-Sophie, älteste Tochter von Bettina, ist mit acht Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen. Dies hat zu verschiedenen sozialen Engagements geführt, zum Beispiel dem Projekt » Freie Schule Anne-Sophie von Bettina Würth:

Bettina Würth brach mit 17 die Schule ab und verweigerte sich den klassischen Karrierewegen. Trotzdem übernahm sie jetzt vom Vater das Familienunternehmen mit 52 000 Mitarbeitern. Dort fördert sie Querdenker und Individualisten

[...] "Das große Problem unserer Schulen ist, daß sie versuchen, durchschnittliche Menschen zu formen", sagt sie. "Dabei wird den Kindern und Jugendlichen jegliche Individualität aberzogen." Dies ziehe sich durch die gesamte Schulzeit, und ähnliches sei auch im Berufsleben zu beobachten.

An den Schaltstellen dieser Republik, in Wirtschaft und Gesellschaft, säßen immer mehr Menschen, die alle ein gutes Studium absolviert haben, die alle Regeln des Umgangs perfekt beherrschen und sich und ihre Themen hervorragend präsentieren können. Das sei durchaus in Ordnung.

"Wir brauchen aber auch Querdenker, Menschen mit Ecken und Kanten, die Eigeninitiative zeigen und Risiken eingehen", sagt sie. Sie hat daher bei Würth eine Reihe individueller Personalförderprogramme entwickelt und ist verantwortlich für die Nachwuchsförderung. Zudem hat sie in ihrer Heimatstadt eine Schule gegründet, die "Freie Schule Anne Sophie".

Anne Sophie ist der Name ihrer ältesten Tochter, die im Alter von acht Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Das Schmerzensgeld des Unfallverursachers investierte Bettina Würth in diese Bildungseinrichtung. Ab dem kommenden Schuljahr werden dort zunächst 48 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Ein neues Schulgebäude ist geplant und soll in zwei Jahren noch wesentlich mehr Schülern Platz bieten.

"Sie sollen dort lernen zu kommunizieren", sagt sie. Das Reden miteinander ist für sie eine zentrale Fähigkeit, die im herkömmlichen Schulsystem viel zu kurz kommt, genauso wie der Einsatz des gesunden Menschenverstands und vernetztes Denken. In dieser Schule sollen aus den Jungen und Mädchen dagegen eines Tages Persönlichkeiten werden, die ähnlich frei und unabhängig denken wie sie selbst.

"Ich habe mich immer gewehrt und mir meine Persönlichkeit nicht nehmen lassen", sagt sie. Dabei sieht sie aber auch, daß sich das nicht jeder leisten kann, oft äußere Zwänge größer sind. "Ich war da sicher privilegiert."

» Die Königin der Schrauben

Erstaunlich: wieder einmal entsteht eine Reformpädagogik. Wie waren wir 68er von Wikipedia-Link» Summerhill fasziniert, und wie schnell hat sich die Welt geändert! Schule erscheint als große Chance und großes Problem zugleich, immer noch, trotz aller pädagogischen Anstrengungen, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nicht zuletzt durch die Wikipedia-Link» Reformpädagogik (Wikipedia-Link» Odenwaldschule, Wikipedia-Link» Schule Schloss Salem) initiiert wurden, auf die sich auch der Gründer von Summerhill, Wikipedia-Link» Alexander Sutherland Neill, bezog. Und warum?

In der Nachkriegszeit wurde von der wissenschaftlichen Pädagogik die Reformpädagogik weitgehend ignoriert und tot geschwiegen.

Eine technokratisch geprägte Sichtweise des Mainstreams sah Lernen nicht mehr als individuellen Prozess der Kinder, sondern als einen Prozess, bei dem Lernen zu einem Ergebnis der richtigen Planungsschritte in der Unterrichtsvorbereitung des Lehrers wird.

Wikipedia-Link» Reformpädagogik

Genau diese Auffassung von Unterricht und Bildung empfindet Bettina Würth als fatal. Ihr Engagement soll eine Alternative aufzeigen und Zeichen setzen. Sie geht die Probleme ganz praktisch an, wie ihre Mutter.

Integration  oben 



Carmen Würth, die als Ehrengast beim Besuch der Familienministerin auf Gut Üttingshof geladen war, wurde in der Presseerklärung als Initiatorin von integrativen Projekten und Vizepräsidentin Special Olympics Deutschland vorgestellt, Florian Kaplirz zu Sulewicz, der behinderte Sohn der Eigentümer von Gut Üttingshof, als Teilnehmer der Special Olympics Deutschland bezeichnet. Special Olympics Deutschland? Davon hatte ich noch nie gehört.

Im Gegensatz zu den Wikipedia-Link» Paralympics, die den körperlich behinderten Menschen vorbehalten ist (siehe  Ab nach Sydney,  Bildschirmschoner Paralympics), sind die Wikipedia-Link» Special Olympics eine Veranstaltung für geistig Behinderte. Die 6. Special Olympics National Games sind vor 14 Tagen in Karlsruhe beendet worden:

Eine Woche lang stand Karlsruhe ganz im Zeichen der Special Olympics National Games 2008 und wurde von der Fröhlichkeit und dem Enthusiasmus der 3.600 Sportlerinnen und Sportler angesteckt. Die Teilnehmer aus allen Bundesländern feierten mit ihren Betreuern, Coaches und den 1.200 freiwilligen Helfern die Spiele, die von der Stadt Karlsruhe, dem Badischen Sportbund mit seinen 17 Fachverbänden und den 14 Sportstätten in Zusammenarbeit mit Special Olympics Deutschland auf hohem Niveau ausgerichtet wurden.

» 21.06.08 Das waren sie nun – die 6. Special Olympics National Games

In einem inzwischen nicht mehr vorhandenen Beitrag in dem Blog » Heilpädagogik-Info fand Google einen Artikel der » Fränkischen Nachrichten, den diese natürlich auch nicht mehr anzeigt:

Bad Mergentheim. „Superior“ -Standard gewürdigt worden, obwohl fast die Hälfte der Belegschaft aus der beschützenden Werkstätte stammt. „Sprungbrett e.V.“ unter anderem die Durchführung von Praktika in geeigneten Betrieben auf dem freien Arbeitsmarkt und das Training zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Ziel des Vereins ist es auch, behinderte jugendliche Menschen zu einer möglichst selbständigen Lebensführung in Form des betreuten Wohnens und einer aktiven Freizeitgestaltung heranzuführen. Entscheidende Voraussetzungen für die Integration von Behinderten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sind seit Vereinsgründung mit Hilfe von Sprungbrett e.V. geschaffen worden:

- Berufsorientierte Umstrukturierung der Werkstufe der Schule im Taubertal mit dem Schuljahr 2000/2001

- Bereitstellung des Integrationsfachdienstes für diese Schüler mit Beginn des Schuljahres 2001/2002

- Anbahnung der vertraglichen Vereinbarung zur finanziellen Unterstützung von Langzeitpraktika zwischen den Schulen im Taubertal und dem Arbeitsamt

Ferner unterstützt der Verein die Schule im Taubertal finanziell, wenn es um den Besuch von Berufspraktika oder Wohntraining geht; ein gemeinsamer Trainingsabend der DLRG-Ortsgruppe Lauda-Königshofen wurde im Jahr 2002 von „Sprungbrett e.V.“ initiiert. Durch die tatkräftige Unterstützung der Vereinsmitglieder und einer Spende der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG konnte in diesem Jahr ein Freizeittreff für behinderte Jugendliche in Bad Mergentheim eingerichtet werden.

» Bestens vorbereitet nach Karlsruhe (Google-Cache)

Die Ministerin, selber Mutter von sieben Kindern, bewältigte diesen Termin routiniert und souverän:

Im Beisein zahlreicher Vertreter von Lokal- und Regionalpolitk sowie sozialer Verbände, würdigte die Ministerin den "gemeinsamen Einsatz für Menschen mit Behinderung." Das Zusammenleben mit gehandicapten Menschen sei bereichernd. Unter dem Stichwort "Mittendrin im Leben" plädierte von der Leyen für eine "Integration im Alltag". Das auf dem Üttingshof angebotene Therapeutische Reiten sei keine elitäre Angelegenheit, es wende sich an die Breite. Die Ministerin betonte besonders das beziehungsstiftende Element der Arbeit: "Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude", so von der Leyen in ihrer frei und sehr persönlich gehaltenen Ansprache.

Gastgeberin Sabine Kaplirz zu Sulewicz, Mutter eines Sohnes mit Down-Syndrom, schilderte auf bewegende Weise die Gefühle von Eltern, die gerne "ganz normal" geworden wären und sich plötzlich mit einer komplett veränderten Wirklichkeit konfrontiert sahen. "Wie kann ich meinem Kind gerecht werden?" und wo bleibt "die Zeit für mich selbst?" – zwischen diesen Polen schwanke die Gefühlswelt Betroffener. Reiten verstehe sie als ein ganz konkretes Moment des "Getragenwerdens" – ein psychologischer Effekt, der nicht nur reitenden Kindern zugute kommt.

» Sprungbrett e.V.

In der nächsten Woche möchte ich ein paar dieser Schicksale etwas näher vorstellen und die Möglichkeiten aufzeigen, die sich durch die Arbeit mit dem Pferd ergeben. Außerdem werde ich Berufsfelder und Fortbildungsmaßnahmen vorstellen, die sich insbesondere in Anbetracht der Möglichkeit, daß in absehbarer Zukunft die Kosten von den Krankenkassen getragen werden, dadurch eröffnen.

Quellen / Verweise  oben 

  1. Magazin  Tu Gutes und rede darüber
  2. » Ulrich Meyer zu Bexten
  3. Magazin  German Friendships in Herford
  4. » Deutsches Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V.
  5. » Kinder-Unterstützungs-Fonds (KUF) des DKThR
  6. » Helfen Sie mit!
  7. » Hippotherapie
  8. » Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd
  9. » Sport und Freizeit für Menschen mit Behinderung mit dem Pferd
  10. » Ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd
  11. Wikipedia-Link» German Friendships
  12. » Carina-Stiftung
  13. Magazin  Wo und wie kann ich Gutes tun?
  14. Magazin EquiVoX-Link Carina-Stiftung
  15. Wikipedia-Link» Ursula von der Leyen
  16. » Besuch der Familienministerin
  17. » Bundesfamilienministerin informierte sich auf Gut Üttingshof über Therapeutisches Reiten
  18. » Geförderte Projekte
  19. Wikipedia-Link» Reinhold Würth
  20. Wikipedia-Link» Bettina Würth
  21. » Familie Würth
  22. » Freie Schule Anne-Sophie
  23. » Die Königin der Schrauben
  24. Wikipedia-Link» Summerhill
  25. Wikipedia-Link» Reformpädagogik
  26. Wikipedia-Link» Odenwaldschule
  27. Wikipedia-Link» Schule Schloss Salem
  28. Wikipedia-Link» Alexander Sutherland Neill
  29. Wikipedia-Link» Paralympics
  30. Magazin  Ab nach Sydney
  31. Magazin  Bildschirmschoner Paralympics
  32. Wikipedia-Link» Special Olympics
  33. » 21.06.08 Das waren sie nun – die 6. Special Olympics National Games
  34. » Heilpädagogik-Info
  35. » Fränkische Nachrichten
  36. » Bestens vorbereitet nach Karlsruhe (Google-Cache)
  37. » Sprungbrett e.V.
  38. » Schule im Taubertal
  39. » Lernen aus dem Koffer
  40. Wikipedia-Link» Künzelsau
  41. » Hotel Anne-Sophie
  42. » Zuwachs in der Gastronomie: Der "Würzburger Bau" erweitert das Hotel-Restaurant Anne-Sophie
  43. » Behinderte bewähren sich in der Gastronomie
  44. PDF-Datei» Sprungbrett e.V.
  45. » Integration bedeutet Alltag
  46. Magazin  Tu Gutes und rede darüber, Spenden für den guten Zweck – Bexter Hof Open freut sich auf Ihren Besuch
    EquiVoX-Link Ausgabe 479 · Teil Teil 1
  47. Magazin  Wo und wie kann ich Gutes tun?, Die Umsetzung des Philanthropie-Konzepts
    EquiVoX-Link Ausgabe 480 · Teil Teil 2


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Leserresonanz oben 

Notizen  Leserbrief  1999 vom 10.07.2008
zu Ausgabe Magazin  484
Engelsskulptur in Ardmore, Irland
Engel

Was fuer ein Wort was nichts heisst und doch so viel bedeutet.

Ein Engel ist sicher keine sich vorzustellende Menschengestalt, auch wenn er oder sie oft so dargestellt wird. Dazu noch mit Fluegeln am Ruecken. Die sind wohl eher da, zu zeigen dass ein Engel ueberall und geschwind praesent sein kann,

Engel heisst Liebe und auftaucht ueberall dort, wo Liebe gefragt ist und Kreaturen sich um andere Kreaturen kuemmern; Engel sind oft Menschen, die einfach nur leben und anderen Menschen Glueck bringen, in welcher Form auch immer.

Engel ist ein Wort welches wir verwenden um Glueck weiterzugeben; wenn wir sagen: er oder sie ist ein Engel, meinen wir das dieser Mensch SEHR lieb ist in unserem Herzen und uns nur Gutes will oder wir diesen Menschen aus was fuer Gruenden auch immer innig lieben...

Ein Engel kann fuer uns das absolute Glueck auf Erden bedeuten auch wenn es das fuer andere nicht ist, das spielt keine Rolle.

Engel stehen in sehr vielen Friedhoefen als Symbol fuer (ja was nun eigentlich?) Frieden und was genau? Ich bin Atheist und habe da einen Luecke.

Sind Engel die, die uns in das naechste Leben begleiten sollen? Dann sind sie doch die, die uns zeigen und erzaehlen dass es nach dem Tod ein naechstes Leben geben wird, wo auch immer. Glauben wir deshalb an Engel, die uns begleiten?

Das Symbol Engel spendet Trost, ob in der Kirche oder auf Friedhoefen, wenn wir sie sehen halten wir inne und schauen, fragen uns und ueberlegen – das ist doch schon mal sehr viel.

Auf unserem alten Familiengrab steht ein wachender Engel.

Ein ganz lieber und leider verstorbener Freund von mir wuenschte sich auf seinem Grab eine Engelsskulptur.

Ich denke das Wort Engel steht fuer die meisten Menschen als Symbol fuer Liebe als solche und das ist denke ich gut so.

Caroline Neuenschwander
» www.colouredheavies.com

Notizen  Leserbrief  2028 vom 27.11.2008
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Temple Grandin & Artikelserie

Hallo Herr Popken,

Sie hatten mal geschrieben "zufriedene Leser schreiben keine Briefe" -da ist wohl was dran, aber manchmal sind Sie so gut, daß ich mich einfach melden muß.

Lieben Dank für die beiden ausführlichen Artikel u.a. zu dem Buch von Temple Grandin. Ich habe es mir direkt letzte Woche besorgt, hatte von der Dame schon vor einiger Zeit mal einen Bericht gesehen & leider den Namen wieder vergessen. Über diese Art Anregungen freue ich mich extrem, also wirklich danke!

Ihre Artikelserie zu den Themenkomplexen "Macht, Gewalt, Sexualität, Miteinander" fand ich sehr beachtens- & nachdenkenswert. Ich hege den Verdacht, daß viele Machtphantasien, egal auf welchem Gebiet, ob in sozioalen Systemen von Menschen, ob im Umgang mit Tieren oder in der Sexualität, durchaus etwas mit unreflektierter Langeweile zu tun haben.

Wer tatsächlich Macht innehat, ist sich - so er sie behalten will oder muß - durchaus darüber im klaren, wieviel Macht auch mit Last & Verantwortung zu tun hat. Ich rede hier nicht von verantwortungslosen Managern, die Millionen verpulvern & ausschließlich am eigenen Wohlleben interessiert sind, ich meine den Großteil an mittelständischen Unternehmen, in denen Führungskräfte, die ihre Aufgabe ernst nehmen, leiden "wie Hund", wenn sie Mitarbeiter entlassen oder Krisengespräche führen müssen. Dieses Leiden finde ich übrigens sinnvoll & verständlich, ich verstehe es als Preis für Macht.

Mit einem Tier ist es nicht anders. Wenn ich die Macht habe, über mein Pferd, meinen Hund zu bestimmen, dann bin ich hier für Leben & Tod verantwortlich, im drastischten Sinne. Angenehm ist das durchaus nicht immer, jeder Tierbesitzer weiß das, der schon mal mit seinem Vierbeiner zur Tierklinik musste oder sich ob einer Tierarztrechnung derbe auf den Hintern gesetzt hat. Ich denke auch immer an eine frühere Reitbeteiligung, das Pferd hatte Spat & MUSSTE bewegt werden, auch wenn ihm das sehr, sehr unangenehm war. Ich habe mit Tränen in den Augen geritten - die Alternative war aber, das Pferd stehenzulassen & dauerhaft Lahmheit & Schmerzen in Kauf zu nehmen. Also habe ich mich gefühlt wie ein Schwein, mich bei jedem Schritt entschuldigt & erst wieder entspannt, wenn das Tier nach 30 Minuten klar ging. Selten hat mir Macht so wenig Spaß gemacht.


Ihre Zweifel, ihr Abwägen der Argumente freuen mich aus tiefstem Herzen so soll es sein! Es geht ja, auch im Journalismus, garnicht so sehr darum, Antworten zu finden, sondern vielmehr darum, Fragen aufzuwerfen & zu verunsichern.

Bitte gerne mehr von diesen ideologisch-kritischen Artikeln! Ich kann mich nicht jede Woche umfänglich dazu äußern, freue mich aber immer wieder, einen solchen Leitartikel zu lesen.

Schade übrigens, daß das Abo-Modell nicht funktioniert hat, ich fand es fair & sinnvoll. Ich habe angefangen, Freunde & Bekannte auf Ihre Seite hinzuweisen & hoffe, dies tun auch andere Leser; vielleicht trägt sich die Seite ja doch noch mal übers Anzeigengeschäft. Ich wünsche es Ihnen & uns Lesern.

Mit herzlichem Gruß,
Susanne

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Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 484 vom 20.05.2012
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