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› Doping und Befriedigung Menschliche Bedürfnisse und die Hölle der Pferdemädchenvon Sie werden es vermutlich mitbekommen haben: Ein Mitglied der deutschen Olympia-Mannschaft, ein Springreiter, mußte wegen Doping-Verdachts vorzeitig nach Hause reisen. Weitere Mitglieder anderer Nationen wurden mit demselben Vorwurf konfrontiert. Jeder denkt dabei natürlich sofort an schmerzstillende oder leistungsfördernde Mittel. Heute hörte ich, daß es sich um eine Salbe handeln sollte. Na ja, bei einer Salbe denkt man natürlich ebenfalls an gesundheitliche Probleme, die durch äußerliche Anwendung positiv beeinflußt werden sollen, etwa Schürfwunden oder Prellungen. Diese Salbe hat jedoch eine ganz andere Funktion. Sie wird beim gesunden Pferd angewandt. Normalerweise hat das keinerlei Auswirkungen, angeblich jedenfalls, denn man soll die Anwendung durchaus sehen können, durch Bläschen beispielsweise. Ich hoffe, ich habe Sie jetzt so richtig auf die Folter gespannt. Was um Himmels willen soll diese Salbe denn bewirken, wenn sie keine Auswirkungen hat und beim gesunden Pferd angewandt wird? Irgendeine Wirkung muß man sich davon doch versprechen, sonst würde man es ja nicht tun! Der Clou der ganzen Sache ist, daß diese Salbe ihre Wirkung entfaltet, wenn man die damit eingeriebene Stelle berührt. Dann nämlich soll sie höllisch brennen. Na, ist Ihnen jetzt schon klar, was die Salbe bezwecken soll? Es ist dasselbe wie die berüchtigte Technik des Barrens. Diese Salbe wird bei "faulen" Pferden angewandt, die dazu neigen, mit ihren Hufen die Stangen zu berühren. Damit setzen sie den Reiter natürlich der Gefahr aus, daß die Stange fällt. Damit das "faule" Pferd "lernt", die Hufe hochzureißen, hat man früher gebarrt, d. h. die Beine der Pferde mit Stangen geschlagen, damit es weh tut und die Pferde lernen, aus Angst vor den Schmerzen die Beine so hoch wie möglich zu nehmen. Früher, nämlich vor der "Affäre Schockemöhle".
Aha, diese Praxis wurde also schon immer angewandt, und selbstverständlich auch von einem der erfolgreichsten Springreiter unserer Nation, der laut Wikipedia auf seinem Gestüt erfolgreiche Springpferde "formt". Erst ein Fernsehbericht führte dazu, daß man zumindest offiziell diese Praxis ächtet. Was hinter verschlossenen Türen stattfindet, kann natürlich kein Außenstehender wissen. Jetzt macht man es anscheinend mit der Salbe. Wenn das Pferd die Stange berührt, brennt es schrecklich, was das Pferd natürlich nicht möchte und infolgedessen hoffentlich lernt, die Hufe ordentlich hochzunehmen. Und weil es mit Chemie zu tun hat, nennt man es heutzutage Doping. Auf dem Weg zum Sieg sind alle Mittel recht. Nur die Goldmedaille zählt. Alle machen mit, müssen mitmachen, weil es alle machen – man dreht sich im Kreis. Dumm nur, wenn man erwischt wird. Dann zeigt jeder mit dem Finger auf den Bösewicht. Pech aber auch! Ponyspiele… |
› Gülle von Landluft – das ist anscheinend ein Thema, das die Nation beschäftigt. » Landlust ist eine neue Zeitschrift des » Landwirtschaftsverlags, von der im zweiten Quartal diesen Jahres über 300.000 Exemplare verkauft worden sind. Im Oktober 2005 gegründet, gilt die Zeitschrift als erfolgreichste Zeitschriftenneugründung der letzten Jahre. Erfolg macht neidisch, also überrascht es überhaupt nicht, daß mit » Liebes Land vor ein paar Tagen ein Konkurrenzprodukt auf den Markt gekommen ist. Und wer macht diesen Titel? Hannes Scholten! Sie wissen nicht, wer das ist? Der hat 1996 die » Cavallo gegründet, das Unternehmen schließlich verkauft und ist 2007 auch als Chefredakteur ausgestiegen. Sowohl der Spiegel (» Immer schön auf dem Acker bleiben) als auch die taz (» Zurück zum Glück) fanden dies einen Artikel wert. Wie man Scholten kennt, wird er die Münsteraner das Fürchten lehren wollen und man muß befürchten, daß ihm das gelingt, obwohl die taz von seinem Konzept nicht so ganz angetan zu sein schien. Das wird ihn nicht hindern, dieses zu verbessern, wenn er Fehler erkennt. Von der Cavallo hat er am Ende um die 90.000 verkauft. Bei Liebes Land startet er gleich mit 200.000. Merkwürdig, daß die Nachteile des Landlebens nirgendwo erwähnt werden. Mir sitzen sie täglich in der Nase: Landluft, wie sie nur auf dem Lande zu finden ist. Aber vor ein paar Tagen wurde es noch schlimmer. Es konnte nur einen Grund geben: Gülle. Massentierhaltung Die Bauern sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren. In meiner Kindheit hatte der Bauer zwei Pferde, vielleicht ein Dutzend Kühe, vielleicht zwei Dutzend Schweine, vielleicht ein Schock Hühner. Heute muß man sich spezialisieren, … |
› Hufe Teil 26 Von Mein dieswöchiger Tipp soll der Hufpflege durch den Pferdebesitzer bzw. Reiter gewidmet sein, welche keineswegs einem starren Schema folgen, sondern vielmehr den jeweiligen Umständen angepasst werden sollte. Dabei spielen vor allem der Gesundheitszustand der Hufe und die Haltungsbedingungen, aber auch die Belastung des Pferdes eine große Rolle. Außerdem dürfen auch die verschiedenen Wettereinflüsse in ihrer Wirkung auf die Pferdehufe nicht unterschätzt werden. Grundsätzlich benötigen alle Hufe regelmäßig Feuchtigkeit, um elastisch zu bleiben, allerdings können diese Bedürfnisse rassebedingt stark variieren. Wüstenaraber oder auch Rassen aus trockenen Steppengebieten sind von der Hufstruktur her auf Wassermangel eingestellt und deshalb diesbezüglich pflegeleichter als Rassen, die aus feuchteren Gegenden, wie etwa Sumpf- und Moorlandschaften, stammen. Wenn Letztere keine Pferdeschwemme zur Verfügung haben und bei Regenwetter nie ins Freie dürfen bzw. sich nur auf trockenem Sand- und Reithallenboden bewegen können, sollten ihre Hufe mindestens alle 2-3 Tage gründlich mit einem Schwamm oder Schlauch gewaschen oder wenn möglich für einige Minuten in einen Eimer mit Wasser gestellt werden, damit das Hufhorn die dringend benötigte Feuchtigkeit ausreichend aufsaugen kann. (Auch arabische Pferde und ähnliche Rassen profitieren von dieser Prozedur, aber bei ihnen genügt es meist durchaus, sie in wöchentlichen Abständen durchzuführen.) Vor allem im Hochsommer, wenn große Hitze die Hufe rasch wieder austrocknet, oder im Winter, wenn die Pferdehufe durch längere Stallaufenthalte vermehrt dem Angriff des Ammoniaks aus der uringetränkten Einstreu ausgeliefert sind, kann es auch sinnvoll sein, die Hufe nach dem Waschen mit hochwertigem Huffett gegen Austrocknung und Schadstoffe zu schützen, besonders wenn diese beim Reiten häufig stark beansprucht werden (durch längere flotte Ritte oder auch schlechte Bodenbedingungen). Wichtig ist dabei, dass das Huffett auf den noch feuchten, aber nicht mehr triefnassen Huf aufgetragen wird, um die Feuchtigkeit im Huf festzuhalten. Das Aufpinseln von Fett auf den trockenen Huf hätte hingegen den umgekehrten Effekt, nämlich dass der Huf trocken bleibt und kein Wasser aus der Umgebung aufnehmen kann. Dies ist also nur dann empfehlenswert, wenn z.B. die Hufstruktur bei Offenstallpferden durch Dauerregen regelrecht aufgeweicht _… |
Auf ein Neues! Die Vorderpferde stehen falsch. So ist es gut! Super: Ruhe in Team & Gespann! Und nun die Kehrtwendung. Langsam, aber sicher. Vorne stimmt's schon. Nun die Stangenpferde. Klappt auch! Die Kutsche wird auch passen. Und nun flott weiter! Auf zur Wasserdurchfahrt! |
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