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Hauptartikel   Magazin Magazin, Ausgabe 505, erschienen am 30.11.2008

Magazin  Ausgabe 505

Gemeinsam miteinander und füreinander,
ohne Flüstertechnik und Unterwerfung

Foto: Autorenhinweise m_red  » Karin Rupprecht
Abschnitt Abschnitte Hauptartikel:
  1. Abschnitt  Dominanz und Co.
  2. Abschnitt  Przewalski-Pferde
  3. Abschnitt  Herdengemeinschaft
  4. Abschnitt  Rangordnung
  5. Abschnitt  Persönlichkeit
  6. Abschnitt  Quellen / Verweise

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Karin und Lea, » Mein Pferdetraum
Dominanz und Co.

Über den Umgang mit dem Sozialtier Pferd

Zu den Themen
Thema  Kommunikation  Tierschutz



von Autorenhinweise m_red  » Karin Rupprecht


Nur der Liebende ist mutig,
nur der Genügsame ist großzügig,
nur der Demütige ist fähig zu herrschen.

Laotse

Das Wort „Dominanz“ ist schon seit Längerem im Umgang mit Pferden „modern“ . Im Wörterbuch fand ich dazu Folgendes:


  • dominant = vorherrschend, überlagernd, bestimmend, überdeckend
  • dominieren = beherrschen, überdecken

Der Ursprung des Begriffes Dominanz stammt aus der Vererbungslehre. (Ursprünglich werden Gene als dominant bezeichnet, die sich bei der Fortpflanzung gegenüber anderen Genen durchsetzen, diese anderen Gene also überdecken.)

In der modernen Zeit wird der Begriff fachübergreifend verwendet, z.B. in der Geographie: Berg 1 dominiert Berg 2 (weil Berg 1 größer ist als Berg 2) oder in der der Farblehre: Farbe 1 dominiert Farbe 2 (weil mit dunklerer Farbe 1 die hellere Farbe 2 übergedeckt werden kann) usw.

Im Umgang mit dem Pferd gibt es von diversen Personen verschiedene Ausführungen und Auffassungen mit dem gleichen Ziel der Dominanz oder besser gesagt der Unterwerfung, zum Beispiel:


  • das Pferd in einem beengten Raum (z.B.Round-Pen) so lange im Kreis treiben bis es sich unterwirft und seinen eigenen Willen aufgibt (psychische Resignation stellt sich ein). Die moderne Bezeichnung (M.Roberts) dafür ist „Join-up“ , in den USA wird die Methode „Roping“ genannt, weil der Mensch das Pferd mit Hilfe eines Lassos vorwärts treibt.
  • das Pferd in sämtliche Richtungen „weichen“ lassen.
  • den „Raum“ des Pferdes einnehmen.
  • in den „Privatbereich“ des Pferdes eindringen.
  • aktive Annäherung des Pferdes abblocken.
  • über gewisse Führpositionen psychischen Druck ausüben.
  • Rückwärtsrichten des Pferdes als „Dominanzmittel
  • das Pferd zum Untergebenen machen durch gewaltsame Druckmittel und Willensdruck.

Es gibt mittlerweile unzählige Personen (oft genannt Pferdeflüsterer), die mit „Dominanz“ (angeblich ganz harmlos, natürlich und gewaltfrei??) arbeiten. Die psychologischen Hintergründe, nach welchen das Pferd handelt, bleiben meistens unausgesprochen oder werden verharmlost. Genau auf diesen psychologischen Aspekt im Umgang mit dem Sozialtier Pferd will ich näher eingehen und herausfinden, nach welcher Motivation das Pferd handelt.

Ich habe mich jahrelang mit den Themen Führung, Dominanz, Unterwerfung, Autorität, Rangordnung und Hierarchien in Gesellschaftssystemen befasst. Ich wollte herausfinden „Brauchen Pferde wirklich starke Führer?“ und „Gilt es als Führungsqualität einen anderen, in unserem Fall das Pferd, unter „Vorherrschaft“ zu stellen? „Boss“ aufspielen und ihre Interessen mit Gewalt durchsetzen oder ihre Langeweile bzw. ihren Frust belästigend und gewalttätig an den Artgenossen auslassen. In den meisten Hauspferdeherden beobachtete ich strenge Hierarchien, die Ranghöheren standen an den besten Plätzen, die Rangniederen mussten nehmen, was übrig blieb. Diese Hierarchie wurde mit Drohgebärden unterschiedlichen Ausmaßes behauptet, zum Teil bis hin zu körperlichen Angriffen und Auseinandersetzungen.

Das soll kein Vorwurf zur Pferdehaltung sein. Tierhaltung ist immer mit Einschränkungen verbunden. Es ist meistens nicht anders möglich, wenn der Mensch das Tier „nutzen“ möchte. Kompromisse müssen bei jeder Tierhaltung eingegangen werden und die Tiere sind wohl auch ganz froh darüber, dass sie keinen Fressfeinden ausgesetzt sind, sich nicht mühsam ihr Futter zusammensuchen müssen und medizinisch betreut werden, wenn es notwendig ist.

Zurück zum natürlichen ursprünglichen Herdenverhalten: Ich habe viele Bücher und Studien über Pferde in freier Wildbahn (ja – die gibt es noch, bzw. wieder) und Herden in großen Reservaten gelesen, außerdem habe ich selbst oft die Möglichkeit genutzt Naturpferdherden zu beobachten und zu fotografieren.

Ich stellte fest, dass es dort sehr friedlich und gemeinschaftlich zugeht. Bei Beobachtung von halbwilden Pferden auf großen Weiden in natürlicher Umgebung musste ich viel Zeit aufbringen, um überhaupt festzustellen, wer der „Anführer“ ist. Jedenfalls gibt es dort kein Pferd, das einfach so andere Pferde herumjagt, beißt oder von Futterstellen vertreibt – das gibt es offensichtlich nur bei zusammengesetzten Herden in Gefangenschaft auf engerem Raum. Denn wenn keine natürliche Herdenstruktur, nicht genug Platz und keine sinnvolle Aufgabe vorhanden ist, kommt es zum Gerangel und zu Frust oder Langeweile.

Viele Hauspferde leiden auch unter dem Fremdbestimmtsein durch den Menschen. Diese Fremdbestimmung stellt ein Abhängigkeitsverhältnis dar, das so in der Natur nicht auftritt. In natürlichen Herden findet aus drei wichtigen Gründen kein Aggressionsverhalten statt:

  1. Aggression kostet (Lebens-)Energie

  2. Aggression kann zu Verletzungen führen

  3. Aggression ist kontraproduktiv für den Zusammenhalt der Gruppe.

Aggressionen innerhalb einer Herde würden deshalb das Überleben erschweren, daher wurde dieses von der Evolution für Equiden ausgesondert. In Wildpferdherden wurde sogar häufig altruistisches Verhalten dokumentiert, das bedeutet, dass Pferde füreinander eintreten, auch auf die Gefahr hin, selbst zu Schaden zu kommen (z.B. im Kampf gegen einen Angreifer o.ä.). Auch auf schwache (evtl. alte und kranke) Herdenmitglieder wird Rücksicht genommen. Schwache Herdenmitglieder werden nur dann von der Herde zurückgelassen, wenn diese das Überleben der gesamten Gemeinschaft gefährden würden. Dieses Zurückgelassenwerden bedeutet unvermeidlich den Tod des Pferdes.

Herdengemeinschaft  oben 



Przewalksi-Herdengemeinschaft
Mutterstute säugt ihr Fohlen
Enger Sozialkontakt auch unter den Jüngsten
Zwei Stuten tauschen Zärtlichkeiten aus, während das Fohlen trinkt
Die wirklichen Leittiere natürlicher Herden, besonders die Leitstuten sind meistens vom Äußeren her eher unscheinbare Pferde. Sie zeichnen sich nicht durch körperliche Merkmale aus, sondern durch innere Werte wie Besonnenheit, Vertrauenswürdigkeit, Selbstsicherheit, Klarheit, Entschlossenheit, Weisheit und Demut.

Die Leitstute verkörpert dabei das Symbol der verantwortungsvollen Mutter, sie stellt sich mit all ihrer Kraft und Weisheit in den Dienst der Herde. Unermüdlich wacht sie über ihre „Familie“ und ist auf der Suche nach den besten Futterplätzen für ihre Herde. Außerdem sorgt die Leitstute für Frieden in der Gemeinschaft und schlichtet Unruhe.

Für die Leitstute bedeutet „Führen“ vor allem der Herdengemeinschaft dienen und verantwortungsvoll verpflichtet zu sein. Besonders oft beobachtete ich, dass die Leitstute von allen anderen Herdenmitgliedern sehr geachtet und geehrt wird: der Leitstute machen alle Herdenmitglieder gerne Platz, folgen willig ihren Anweisungen und lassen sich vertrauensvoll von ihr führen. Auch sah ich oft, dass sämtliche Herdenmitglieder zur Leitstute kamen zur gegenseitigen Fellpflege.

Die Leitstute ist also durchaus nicht unnahbar, sie sucht den Kontakt zu ihren Herdenmitgliedern und zwar mit dem gleichen Respekt, der ihr entgegen gebracht wird. Die Leitstute hat es nicht nötig, zu drohen oder aggressiv zu werden, die Herdenmitglieder respektieren sie auf Grund ihrer inneren Stärke und ihrer immensen Ausstrahlung. Die einzige „Kampfeshandlung“ , die mir aufgefallen ist: die Stuten verteidigen – notfalls mit Bissen und Tritten – ihre Fohlen gegen eine Annäherung des Leithengstes.

Neben der Leitstute gibt es mehrere Stuten in verantwortungsvollen Positionen. Oft ist eine Herde in mehrere Verbände unterteilt, jede dieser Gruppen hat eine Leitstute. Diese Stuten sind hauptsächlich dafür verantwortlich, den Nachwuchs zu „erziehen“ und den Frieden und Zusammenhalt der Gemeinschaft zu sichern.

Gerne zitiere ich an dieser Stelle Susanne E. Schwaiger (Pferdeausbilderin und Persönlichkeitstrainerin):

Von Pferden, vor allem von Leitstuten, können wir Menschen lernen,
dass Führen in erster Linie Dienen bedeutet.

Die meiste Aktivität bringen die „Heranwachsenden“ in die Herde. Junge Stuten und Hengste spielen und toben viel. Es ist ständig Bewegung in der Herde. Dabei dient das Spiel immer der Vorbereitung auf den „Ernst des Lebens“ . Im Spiel werden Kampfeshandlungen geprobt sowie Kondition und Beweglichkeit geschult. So trainieren sich die Jungpferde gegenseitig im Spiel.

Beim Leithengst spielt die körperliche Ausstrahlung und Kraft schon eher eine Rolle, da der Hengst seine Herde gegen andere Hengste oder Angreifer verteidigen muss und außerdem durch sein Erbgut besonders widerstandsfähige, kräftige Nachkommen zeugen soll. (In der Wildbiologie wird nur das Vertreiben eines männlichen Konkurrenten und damit die Möglichkeit zur Fortpflanzung also die Weitergabe der Gene als „dominante Handlung“ beschrieben. In Wildbiologie, Verhaltenspsychologie und Ethologie wird für Equiden der Begriff Dominanz sonst fast nicht benutzt.)

Selbstverständlich muss auch der Leithengst über innere Qualitäten, wie Selbstsicherheit, Mut, Durchsetzungsvermögen, Entschlossenheit, Weisheit, Beständigkeit und Besonnenheit verfügen, ansonsten würde er von den Stuten der Herde nicht als Leithengst anerkannt.

Bei meinen Beobachtungen stellte ich fest, dass der Leithengst oft etwas abseits der Herde steht und von außen die Familie bewacht. Keinesfalls darf man sich unter einem Leithengst einen bösartigen Schläger vorstellen – der Leithengst ist mit Sicherheit eine imposante Erscheinung und auch sofort als solcher zu erkennen, jedoch hält er sich hauptsächlich im Hintergrund und bewacht in ruhiger, aufmerksamer Position seine Herde.

Seine Aufgabe ist es, die Herde zusammen zu halten, damit kein Mitglied der Herde verloren geht. Wird die Herde ernsthaft angegriffen, so ist der Leithengst bereit, die Herde mit aller Kraft und Stärke zu verteidigen – hier kann man sehen, was für mutige Kämpfer Pferde sind, wenn es gilt sich selbst und Artgenossen zu verteidigen.

Rangordnung  oben 



Wachsamer Blick
Jungpferde beim Spiel
Den Leithengst zeichnen besondere Körpermerkmale aus, unter anderem der breite, kräftige Hals mit imposantem Mähnenkamm und der muskulöse Körper.
Der Leithengst steht etwas abseits und hat seine Familie stets im Auge.
Niemals jedoch würde ein Hengst grundlos angreifen. Im Übrigen wurde bei Wildpferden auch keinerlei Territorialverhalten beobachtet, das heißt mehrere Pferdeherden können sich im gleichen Gebiet (meist in größerem Abstand) aufhalten und auch die gleichen Wasserstellen etc. besuchen. Der Leithengst ist auch mitverantwortlich für das „Training“ der Junghengste, um diese „im Kampf auszubilden“ . Der Leithengst ist wachsam, beschützerisch, unermüdlich, selbstbewusst, entschlossen und mutig.

Wenn die Junghengste die Geschlechtsreife erreicht haben, werden sie vom Leithengst aus der Herdengemeinschaft vertrieben. Eine Ausnahme stellt die Situation dar, wenn ein Junghengst den Leithengst erfolgreich im Kampf um den Stutenharem besiegt, was aber auf Grund fehlender Erfahrung der Jungtiere selten vorkommt.

Hengste, die keine Stutenherde haben, schließen sich zu Junggesellenverbänden zusammen. Auch in Hengstherden sind ernsthafte Kämpfe nicht üblich. Lediglich spielerisch wird gekämpft, um für den Ernstfall, also das Erkämpfen einer Stutenherde, zu trainieren – Verletzte gibt es bei Spielen nicht.

Junge Stuten verlassen in freier Natur meist von selbst die Herde, was auch in Gruppen von Statten geht. So wird auf natürliche, instinktive Art Inzucht vermieden. Meist gesellt sich innerhalb kürzester Zeit zu Jungstutenherden ein neuer Hengst.

Was ich bei meinen Beobachtungen auch feststellte: durchaus nicht jedes Pferd erstrebt einen hohen Rang, der hohe Rang in der Herdengemeinschaft ist mit viel Verantwortung verbunden. Viele Pferde sind am unteren Ende der Hierarchie sehr glücklich und zufrieden, ein gezieltes Aufstreben-wollen in der Herdenrangordnung konnte ich bei meinen Beobachtungen kaum feststellen.

In der Natur bringt der hohe Rang in Pflanzenfressergemeinschaften nicht viele Vorteile für das Individuum, da (fast) immer genug Futter vorhanden ist und das Futter auf einen größeren Raum verteilt ist. (Anders ist das bei den Rudeln der Raubtiere, da gilt: der Ranghöhere frisst zuerst). Durchaus beobachtete ich Futterneid bei Pferden in „Gefangenschaft“ – zum natürlichen Herdenverhalten gehört das jedoch nicht, da in der Natur die Grünfläche oder Bäume nicht auf einen kleinen Raum (z.B. Heuraufe u.ä.) beschränkt ist.

Ich möchte noch einmal betonen, dass ich hier auf das ursprüngliche, natürliche Verhalten von Pferden zurückgreife. In Hauspferdeherden findet – wie bereits erwähnt – größtenteils kein ursprüngliches Verhalten statt, da Wallache und Stuten gemeinsam gehalten werden, die Rolle des Leithengstes wird überflüssig. Ich beobachte oft und gerne unsere Hauspferdeherden, denn ich kann viel lernen über Verhalten und Körpersprache. Die Strukturen einer Herde konnte ich hier aber leider nicht „studieren“ .

Um wirklich ursprüngliches Verhalten dokumentieren zu können, ist es sinnvoll, eine Herde in Familienstruktur zu beobachten. In Zoos werden viele Zebras, Wildesel und Przewalskipferde in natürlichen Familiengruppen gehalten, zwar ist der Platz begrenzt, aber die natürliche Herdenstruktur ist größtenteils erhalten. Außerdem gibt es in Deutschland mehrere Wildpferdprojekte. Internetadressen und Literatur dazu finden Sie im Anschluss an meinen Bericht.

Bei meinen Beobachtungen, die größtenteils mit sämtlicher Fachliteratur zu Pferdepsyche und Pferdeverhalten übereinstimmen, ist meine wichtigste Erkenntnis:

Ein wirkliches Leitpferd, egal ob Hengst (Wallach) oder Stute verkörpert all das, was zu innerer Stärke gehört. Pferde mit Führungsqualitäten strahlen durch inneren Glanz, durch Klarheit, Willensstärke, Selbstsicherheit, Vertrauenswürdigkeit und Besonnenheit, sie haben eine starke Intuition und ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. In freier Natur kann nur ein Pferd mit solchen inneren Qualitäten eine Führungspersönlichkeit sein.

Fazit:

Alles was der Mensch an Techniken, Manipulationen und psychologischen Taktiken am Pferd ausführt (wie oben genannt), führt nicht zu einem freiwilligen Anschluss des Pferdes an den Menschen. Keine „Technik am Pferd“ kann die Führungsqualitäten und natürliche Autorität des Menschen stärken, sondern führt höchstens – durch den negativen Einfluss auf die Pferdepsyche – zur Unterwerfung des Pferdes und zur Vorherrschaft (Dominanz) des Menschen.

Der bessere und „edlere“ Weg für den Menschen ist, sich selbst geistig weiter zu entwickeln und seine Persönlichkeit hin zu natürlicher Autorität zu entfalten, dann schließt sich das Pferd ihm von selbst an, ohne Anwendung jeglicher Technik. Wer Authentizität, Klarheit, innere Stärke, Selbstsicherheit, Vertrauenswürdigkeit, Entschlossenheit und Besonnenheit ausstrahlt, wird vom Pferd als echte Führungspersönlichkeit anerkannt und das Pferd schließt sich diesem Menschen freiwillig und ganz von alleine vertrauensvoll an. (Nebenbei erwähnt: nicht nur Tiere erkennen solche Menschen als „glaubwürdig“ an, diese Menschen sind meistens in sämtlichen Lebenssituationen und im Umgang mit anderen Menschen erfolgreich und Vertrauen erweckend.)

Persönlichkeit  oben 



Stute mit Fohlen
Gegenseitige Fellpflege.
Körperkontakt stärkt die Bindung zueinander
Pferdeherde in natürlicher Familienstruktur
Smokey verlässt mit mir freiwillig die Koppel,
er freut sich auf unser Zusammensein
So bin ich bei Persönlichkeitstraining und Persönlichkeitsentwicklung angelangt – ich kaufte mir sämtliche Bücher diverser Persönlichkeitstrainer, besuchte verschiedene Kurse, machte mich über sämtliche Internetseiten mit dem Thema vertraut und fand viel freundlichen Meinungsaustausch mit anderen Menschen.

Ich wurde in meiner Erkenntnis bestärkt: Wahre Persönlichkeit und Ausstrahlung inklusive sämtlicher Führungseigenschaften kommt nur von innen. Eine starke Persönlichkeit kann trainiert werden, durch „Arbeit“ an sich selbst (z.B. in Form von Persönlichkeitsentwicklungs- und Selbstfindungskursen oder/und entsprechende Bücher, es gibt auch interessante Workshops und Foren zum Erfahrungsaustausch im Internet.)

Ich habe die Erfahrung machen können, die Beschäftigung mit der eigenen Persönlichkeit und die Arbeit an mir selbst gibt sehr viel Erleichterung und Hilfestellung in Sachen Lebensqualität und Einstellung zum Leben. Ich bin dadurch mir selbst und dem Leben sehr viel näher gekommen und ich bilde mich auch ständig auf diesem Gebiet weiter.

Ich verwende gerne und oft die Bezeichnung starke Persönlichkeit – Doch was verstehe ich überhaupt unter einer wahrhaftigen und starken Persönlichkeit? Für mich bedeutet eine starke Persönlichkeit:


  • eigene Schwächen kennen, wahrnehmen, zeigen und daran arbeiten
  • die eigenen Stärken zeigen ohne überheblich zu sein, zu sich selbst stehen
  • bereit sein zur Selbstbeobachtung und Selbstkritik
  • geistig flexibel sein, nicht an festgefahrenen Ansichten haften bleiben
  • fähig sein über das Augenscheinliche hinaus zu blicken
  • geistige Selbstkontrolle (keine üblen Launen an anderen auslassen)
  • fähig sein, sich selbst und anderen zu verzeihen
  • geduldig sein mit sich selbst und anderen
  • bereit sein zu lernen und Erfahrungen zu machen

Zusammenfassend möchte ich sagen, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:


  • Pferde schließen sich vertrauenswürdigen, selbstsicheren Menschen von sich aus respektvoll an, vorausgesetzt der Mensch handelt im Sinne des Pferdes.
  • Jegliche Technik zur Willenbrechung des Pferdes führt nicht zu freundschaftlicher Akzeptanz, sondern zu erzwungener Unterwerfung – nicht gerade ein „königlicher“ Weg, meiner Meinung nach.

Ich bin bereit zu Beobachten und zu Reflektieren – und dabei immer die Rückmeldungen meiner Umwelt, meiner Mitmenschen und meiner Tiere zu berücksichtigen. So befinde ich mich auf einem „Weg“ , der vorwärts führt und mich im Leben weiter bringt, mich dem Sinn des Lebens näher bringt. Ich bin sehr froh, auf diesem „Weg“ zu sein.

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Leserresonanz oben 

Notizen  Leserbrief  2029 vom 01.12.2008
zu Ausgabe Magazin  505
Ein Dankeschön an Pia- Pia Rennollet über Pferdeflüsterer -

Ich finde den Artikel super und hoffentlich lesen ihn viele und machen sich Gedanken über den Umgang mit ihren Pferden.

Ich selbst besitze das Buch von Pia Rennellot und war bei ihr zu Beginn als das Pferdevirus mich infizierte und (noch bevor) ich mein 1. Pferd mein eigen nannte bei ihr auf den Kurs.

Sie hat den Grundstein gelegt: dass ich sensibel genug wurde - zu fühlen - das Pferd als das Individuum Pferd – wahrzunehmen. Sie hat mir geholfen meine vom Menschen geschädigte Haflingerstute zu sehen wie sie war - vom Menschen angewidert und nur auf der Flucht – Sie hat mir geholfen, dass ich losgelöst von den ach so gut gemeinten Ratschlägen der Menschen die ihr Pferd nur benutzen wollen - meinen Weg mit den Pferden (speziell mit meiner Stute) gefunden habe. Natürlich auch mit Rückschlägen und zwischendurch mit falsch eingeschlagenen Weg (den man ja korrigieren kann) und so die Möglichkeit erhält mit dem Pferd zu wachsen.

Sie hat den Wunsch in mir geweckt und es ist mein Weg zum Ziel – es zu schaffen - zu erreichen, daß meine Pferde gerne mit mir zusammen sind, freiwillig für mich etwas tun – mich zu tragen – mir folgen auf eine andere Weide und es für mich tun - aus Freundschaft? Aus Anerkennung? Weil sie gerne bei mir sind?

Nur dann ist alles Möglich und es macht beiden Freude – dem Menschen + dem Pferd.

Liebe Grüsse

Barbara Volk

Inhaltsverzeichnis Magazin oben 

Magazin  Magazin: Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 505 vom 20.05.2012
Hauptartikel  Dominanz und Co.Pferdemesse  Messe: ReiterhotelEditorial  Editorial: Karin RupprechtRezension  Rezension: Zen oder die Kunst ein…Tip  Tip: Pferdefreundliche Reitweise V
Poster  Poster: Stillehalten in Riesenbeck.Pferdemesse  Messe: WestphalenLeserbriefe  LeserbriefeAngebot_der_Woche  Angebot der WochePferdemesse  Messe: Lobback
Gesuche  GesucheAngebote  AngebotePferdemarkt  PferdemarktPferdemesse  Messe: PferdemarketingTermine  Termine
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