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› Gewaltfreie Dominanztechniken? Eingehende Betrachtung und Bewertung von Die im ersten Teil erwähnten Dominanztechniken möchte ich kurz noch „hinterleuchten“ . Tiefenpsychologische Erklärungen dazu finden Sie in diverser Literatur, die ich am Ende des Berichts empfehle. (Wer diese Technik nicht kennt, bitte an anderer Stelle nachlesen, z.B. Bücher von Monty Roberts / diverse Internetseiten.) Diese Technik funktioniert nur in einem runden, beengten Raum, warum? Das Pferd ist von Natur aus ein Fluchttier, in einem runden Raum gibt es keinen Anfang und kein Ende und außerdem keine Ecke. In Freiheit würde das Pferd einfach geradeaus weglaufen. In einer Ecke würde es sich mit der Hinterhand zum Angreifer drehen und sich gegen diesen wehren, den Kopf schützend in der Ecke haltend. Da dieser sogenannte „Roundpen“ nun keine Ecke hat und meistens so hoch eingezäunt ist, dass das Pferd nicht darüber schauen oder gar springen kann, tritt irgendwann (früher oder später, je nach Charakter und psychischem Zustand des Pferdes) die psychische Resignation ein, das Pferd unterwirft sich, gibt seinen eigenen Willen auf, ergibt sich seinem Schicksal, kapituliert, sieht keinen Ausweg. Punkt – Ende – So ist das und nicht anders! Der genaue Vorgehensprozess im Pferdegehirn mit allen Erklärungen von Nervenreaktionen kann in guten Büchern über die Psyche des Fluchttieres Pferd nachgelesen werden. Ist das nun gewaltfrei? Ist das natürlich? Ist das pferdefreundlich? Für mich niemals!… |
› Alles dasselbe von Nach längerer Abstinenz war ich wieder einmal auf einer Pferdemesse, der » Pferd & JAGD in Hannover. An einem Stand ergab sich ein Gespräch über verschiedene Methoden der Ausbildung, und mein Gesprächspartner ereiferte sich: "Letzten Endes geht es doch immer nur um dasselbe! Pferde sind nun mal Pferde, darum kommt keiner herum!" Naja, dem mußte ich vehement widersprechen. Aber ich war nicht schlagfertig genug, um die Absurdität dieser Aussage sofort klarzustellen. So könnte man doch genauso gut behaupten: "Kinder sind nun mal Kinder, also müssen alle pädagogischen Ansätze letzten Endes zum gleichen Schluß kommen!" Dann könnten wir uns sämtliche pädagogischen Diskussionen ersparen, den Rohrstock wieder herausholen und den Kindern die Lehrinhalte einbläuen. Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es in der neuen Diskussion darum, ob man Pferde dominieren muß oder nicht, ob sie unbedingt und auf jeden Fall das tun müssen, was die Menschen wollen, oder nicht, ob sie wie ein Automat auf Knopfdruck reagieren müssen oder nicht. Karin Rupprecht stellt diese Alternative im Artikel dieser Woche sehr deutlich heraus. Ich finde diesen Gedanken sehr wichtig; das ist nicht leicht zu begreifen, denn nur allzu gern läßt man sich von fantastischen Leistungen begeistern, ohne zu bedenken, um welchen Preis diese erzielt worden sind. Begabung Letzten Endes entwickelt sich eine Pädagogik immer aus einer Vorstellung heraus. Wer in der Schule den Rohrstock benutzen möchte, hat ein anderes Menschenbild als jemand, der die Persönlichkeit der Schüler entwickeln möchte. Es ist heute vollkommen undenkbar, das wir in der Schule wieder zu den Methoden des 19. Jahrhunderts zurückkehren – selbst die Methoden des 20. Jahrhunderts erscheinen unzureichend. Warum sollte das bei den Pferden anders sein? Daß wir Menschen alle verschieden sind, kann jeder am eigenen Leibe erfahren. Pferde sind nicht minder individuell, aber wer will das bei der Arbeit mit den Pferden berücksichtigen… |
› Tipps für eine pferdefreundliche Reitweise Teil 6 Von Wie ich bereits in meinem letzten Tipp angekündigt habe, möchte ich Ihnen heute an einigen Beispielen zeigen, dass es durchaus sinnvoll ist, Pferden beim gemeinsamen Reitsport ein gewisses ‚Mitspracherecht’ einzuräumen, wobei dieses je nach Intelligenz und Erfahrung des Pferdes unterschiedlich ausfallen sollte. Von einem jungen, unerfahrenen Tier kann man verständlicherweise nicht erwarten, dass es in allen Situationen richtig reagiert und sämtlichen Gefahren geschickt ausweicht. Jungpferde stellen sich genau wie junge Menschen oftmals noch sehr ungeschickt an und sie haben auch nicht den geschulten Rundumblick, den man bei erwachsenen Tieren beobachten kann, sofern diese sich an natürlicher Haltung erfreuen können und regelmäßig in den Genuss abwechslungsreicher Ausritte kommen. Weitgehend abgeschirmt gehaltene Pferde, die fast immer nur ihre Box bzw. einen kleinen Paddock zu Gesicht bekommen und womöglich auch noch wenig Kontakt zu anderen Artgenossen haben, stumpfen unweigerlich ab oder entwickeln allerhand Neurosen. Werden solche Tiere mit äußeren Reizen bzw. Gefahren konfrontiert, reagieren sie darauf entweder gar nicht oder in übertriebener Weise, weshalb man derart gestörten Pferden selbstverständlich keine weitreichende Verantwortung übertragen kann. Aber auch sie können mit viel Übung und Geduld zu mitdenkenden, verlässlichen Reitpferden erzogen werden. Das größte Vertrauen hingegen können Sie als Reiter sicherlich einer ranghohen Stute entgegenbringen, die bei Herdenhaltung ihre Artgenossen sorgsam anführt und somit über genügend Erfahrung und einen ausgeprägten Naturinstinkt verfügt, welcher sie stets richtige Entscheidungen treffen lässt. Diese Eigenschaften kann sie auch jederzeit unter dem Sattel entfalten, wenn man ihr nur die Möglichkeit dazu gibt. Rangniedrige Tiere können zwar durchaus genauso klug sein, aber sie verlassen sich in der Regel lieber auf die Führung durch ein anderes Lebewesen (sei es eben eine Leitstute oder auch der Reiter) und achten somit meist viel weniger auf ihre Umgebung. Auf sich allein gestellt, lernen aber auch sie nach einiger Zeit, rundherum aufmerksamer zu sein und eigenverantwortlich zu denken und zu handeln. Die meisten Reiter glauben wohl, dass sie dies eigentlich nicht benötigen, und möchten viel lieber selbst den Ton angeben. Sie wollen z.B. bei einem Au _… |
Nacht der Pferde Der schwarze Brilliant. Pferd & JAGD Hannover Die traditionelle Abendshow. Nachtwandler Sieht man was? Lichterspiele Sind es jetzt zwei? Pferdelogo Ein paar Striche reichen. Pas de Deux Laterale Verschiebung. |
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