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6., überarbeitete Auflage von Budras, Klaus-Dieter / Röck, Sabine208 Seiten, 56 vorwiegend großformatige Abbildungstafeln, 229 farbige Einzelillustrationen im Text und Fotografien, 24, 5 x 34, 8 cm, HardcoverHannover, November 2008 Schlütersche GmbH & Co. KG ISBN 9783899930436 EUR (D) 76, 00 ![]() erschienen im vom 07.12.2008 |
Der Verlag sagt über das Buch:
Schon das Format dieses Buches ist ungewöhnlich: deutlich größer als A4. Als Autoren zeichnen verantwortlich Prof. Dr. Klaus-Dieter Budras und die Diplom-Designerin Dr. Sabine Röck; Budras war bis zum Erreichen der Altersgrenze am Institut für Veterinär-Anatomie an der Freien Universität Berlin beschäftigt; Röck wechselte zeitgleich an das Robert-Koch-Institut in Berlin( Die Beiträge zur klinisch-funktionellen Anatomie stammen von Prof. Dr. Christine Aurich, Prof. Dr. Jörg traurig, Prof. Dr. Rolf Berg, Prof. Dr. Klaus-Dieter Budras, Professor Dr. Hartmut Gerhards, Prof. Dr. Peter S. Galtzel, Prof. Dr. Arthur Grabner, Prof. Dr. Ekkehard Henschel †, Dr. Bianca Patan, Prof. Dr. Astrid Rijkenhuizen, Prof. Dr. Harald Sieme, PD Dr. Bettina Wollanke. Wo so viele hochkarätige Fachleute mitarbeiten, muß etwas ganz Außerordentliches herauskommen. Dieses Buch ist allerdings nicht ganz neu, sondern bereits die sechste Auflage, was wiederum als ein Anzeichen für die außerordentliche Qualität des Werkes gewertet werden kann. Die erste Auflage erschien 1991, die weiteren dann jeweils im Abstand von drei Jahren bis zur vierten Auflage 2000, die fünfte kam dann im Jahr 2004 heraus, nun also nach weiteren vier Jahren die sechste Auflage. Die sechste Auflage in Deutsch, denn im Jahr 1994 kam die erste englische Ausgabe heraus, die dann in den Jahren 2001, 2003 und 2008 weitere Auflagen erfuhr, außerdem gab es im Jahr 1997 eine japanische Auflage, die in den Jahren 2001 und 2004 neu aufgelegt werden mußte, sowie eine spanische und eine niederländische Auflage im Jahr 2005. Nun fragt man sich, warum es keine französische Auflage gegeben hat, wo doch die Franzosen so überaus viel Wert auf ihre Muttersprache legen. Aber vielleicht gibt es ein entsprechendes Werk auf dem französischen Markt; auch auf dem deutschen Markt sind ähnliche oder ergänzende Werke zu bekommen. Dieses Werk ist Bd. 2 der dreibändigen Reihe über die Anatomie des Hundes, des Pferdes und des Rindes, und enthält lediglich spezifische Informationen für Pferde:
Als Atlas kann man dieses Buch zunächst als Bilderbuch benutzen und sogar unabhängig von irgendwelchen sachlichen Interessen die Ästhetik der vorzüglichen Zeichnungen genießen. Freilich ist dies ein Buch für Fachleute und deshalb für den normalen Pferdefreund eigentlich nicht geeignet, es sei denn, er habe Anlaß, sich wegen spezieller Beschwerden seiner ihm anvertrauten Tiere näher zu informieren. Dabei sind die Texte durchaus nicht so gestaltet, das man nicht das Bemühen der Autoren erkennen könnte, sich auch für denjenigen verständlich darzustellen, der sich in die Fachsprache erst einarbeiten muß. Ein Beispiel:
Man mag sich fragen, warum der mühsame Weg einer Zeichnung gewählt werden muß, wo man doch heute alles mit Leichtigkeit fotografieren kann. In der Tat finden sich auch einige Fotos, die den Vorteil haben, die tatsächlichen Verhältnisse, etwa bei einem Pferdeauge, wiederzugeben. Fotos haben aber auch erhebliche Nachteile, die sofort deutlich werden, wenn man sich eine beliebige Zeichnung anschaut. Diese ist nämlich im Prinzip häufig als Schichtdiagramm zu lesen, das heißt verschiedene Teile der Anatomie können herausgehoben und isoliert werden, was bei einem Foto entweder gar nicht oder nur durch nachträgliche Bearbeitung möglich wäre. Natürlich muß der Student die Einzelheiten, die er sich an der Zeichnung eingeprägt hat, später in der Realität umsetzen. Die Zeichnung entspricht also etwa einen Bauplan, der ja auch nicht das fertige Werkstück zeigt, sondern eher eine Anweisung darstellt, wie man das Werkstück zu bauen hat. Muß also der Studierende, der praktizierende Tierarzt dieses Buch kaufen? Vermutlich ja, denn hier handelt es sich ja um Spezialliteratur, also um Wissen, das anderweitig nicht verfügbar ist. Selbstverständlich bin ich als Laie nicht in der Lage, dieses Buch angemessen beurteilen zu können – mir bleibt nur ehrfürchtiges Staunen. Da es sich um die sechste Auflage handelt, ist davon auszugehen, daß sämtliche Anregungen aus den Kreisen der kompetenten Rezensenten und Leser berücksichtigt und eingearbeitet worden sind. Es dürfte sich damit um einen Klassiker handeln, der auch in Jahrzehnten noch seinen Wert behalten wird. |
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