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› Flug in die USA mit Scheich-Airlines Endlose Weiten, Cowboys, plötzliche Krankheit von
AMERIKA Bob, ein langjähriger Freund, bat mich, ihn doch mal mit Zivilist zu besuchen. „Ich organisiere alles für euch, ihr braucht nur noch einzusteigen in den Flieger.“ So waren wir also mit einem Privatflugzeug auf dem Weg nach Amerika. Lancie konnte ich nicht mitnehmen, da an Bord keine Hunde geduldet waren. Außer uns befanden sich in der Maschine noch drei weitere Pferde und ihre Besitzer, allesamt Scheichs, wie ich schnell erfuhr. „Zivilist, ich glaube, wir fliegen mit Scheich – Airlines“ , sagte ich spontan. Zivilist hatte eine relativ geräumige Box, die Wände weich gepolstert, mit Klimaanlage, Frischwasser und allerhand Futterangebot, in der ich ihn in Flugrichtung anbinden musste. Vor dem Starten und Landen wurde die Box verengt, indem eine Seitenwand auf Zivilist zufuhr. Zwar hatte ich Heu dabei, aber Zivilist wollte außer Karotten und hartem Brot die ganze Zeit nichts essen und nur nach energischer Aufforderung etwas trinken. Die Scheichs hatten für jedes ihrer Pferde zwei Pfleger dabei. Ein Tierarzt flog zur Gesamtbetreuung der Pferde mit. Für das leibliche Wohl der Pferdebesitzer sorgte eine gesonderte Mannschaft. Zivilist zog die Aufmerksamkeit der Scheichs auf sich, weil er so gelassen und folgsam war, ohne dass er Beruhigungsmittel bekommen hatte, und ich in seiner Box „herumturnen“ konnte zum Bürsten, Beine massieren und um ihn zu unterhalten. Selbst Kaufinteresse sollte ich Zivilists Besitzer übermitteln. Ich versicherte ihnen, zu wissen, dass Zivilist ganz bestimmt unverkäuflich wäre. Wir kamen tiefer ins Gespräch, sie erzählten mir von ihren vielen Pferden, Geschichten zu und über Pferde. Ihr Spruch, „Ein Pferd ist so klug wie sein Reiter“ , gab mir zu denken. Pferde mit vier weißen Fesseln seien besonders schnell. Die Frage, was dann mit Pferden sei, die nur zweieinhalbe weiße Fesseln wie Zivilist hatten, verkniff ich mir lieber. Beim Landeanflug gab es ein letztes Mal den Versuch, Kontakt zum Besitzer von Zivilist herzustellen, in dem sie mich fragten, ob er selbst das Pferd abholte. Am Flughafen stand ein großer alter Mercedes mit einem noch größeren Pferdeanhänger hintendran und erwartete uns bereits. Ich dachte zunächst, dieses Aufgebot gelte den drei Scheichpferden, aber dann sah ich Bob aussteigen.… |
› Military von Früher hieß die Disziplin mal Military und bis vor wenigen Tagen hieß die entsprechende Eignung bei Pferdeangebote in der Pferdezeitung ebenfalls Military. Jetzt heißt es Eventing. Auf Deutsch auch Vielseitigkeit. Bekanntlich entwickelte sich der Pferdesport, wie wir ihn heute kennen, aus militärischen Wettbewerben; für die Angriffs- oder Verteidigungsbereitschaft waren diese Wettbewerbe natürlich nicht nötig – es handelte sich um Vergnügungen. Schließlich muß auch der Soldat seinen Spaß haben, oder genauer gesagt: der Offizier. Denn selbstverständlich waren diese Veranstaltungen nur den Offizieren vorbehalten. So wundert man sich nicht, daß noch bis zum zweiten Weltkrieg sämtliche Olympischen Reitwettbewerbe von Offizieren dominiert wurden. Wenn heute mal ein Polizist in Uniform auftaucht, ist das schon die Ausnahme – früher war es umgekehrt, da wimmelte es nur so von Uniformen. Und selbstverständlich fand niemand etwas dabei, die kombinierten Prüfungen Military zu nennen. Merkwürdigerweise hat man dabei nie geschossen; das Schießen gehört zu anderen sportlichen Disziplinen. Naja, jedem das Seine. Die Änderung paßt sich also an den modernen Sprachgebrauch an. Wir wollen, im Reitsport jedenfalls, mit dem Militär nichts mehr zu tun haben und auch sprachlich nicht damit in Verbindung gebracht werden. In der Sache ändert sich natürlich nichts. Alle Pferde, die für Military geeignet sind, sind jetzt für Eventing geeignet – das ist alles. Ach ja, und die Reihenfolge hat sich vertauscht: da die Eigenschaften alphabetisch sortiert sind, sind diese jetzt etwas weiter nach vorne gerutscht. Ich glaube nicht, daß jemand damit Probleme haben wird. Vielleicht ist es dem einen oder anderen noch nicht einmal aufgefallen. Eventing Für das Militär sind ja sogar Menschen Material, das verheizt werden kann und muß, wie viel mehr muß das für Pferde gelten! Wenn früher beim Military Pferde und Menschen ums Leben kamen, mußte man sich nicht so sehr wundern – es war ja Programm, bis an die Leistungsgrenzen zu gehen und höchs… |
› Tipps zum Thema Pferdekauf Teil 10 Von In manchen traditionsbewussten Pferdeställen wird auch heute noch Getreide in seiner ursprünglichen Form an die Tiere verfüttert, weshalb ein verantwortungsbewusster Pferdebesitzer auch über die Beschaffenheit dieser Futtermittel Bescheid wissen sollte, wenn er einen Einstellbetrieb auf seine Tauglichkeit bezüglich seiner Fütterungsgepflogenheiten überprüfen will. Die gebräuchlichsten Getreidearten, die in der Pferdefütterung zum Einsatz kommen, sind Hafer, Gerste und Mais. Sie können als ganzes Korn, gebrochen oder auch gequetscht verfüttert werden. Letzteres ist vor allem für ganz junge oder auch alte Pferde, die noch oder nicht mehr genügend Kraft in ihren Zähnen besitzen, um die ganzen Körner selbst zu zermahlen, sehr empfehlenswert. Gesunde erwachsene Pferde haben hingegen meist kein Problem damit, ganze Körner ausreichend zu kauen und zu verdauen. Sollten trotzdem ganze Körner im Kot der Pferde gefunden werden, ist dies auch kein Malheur, da diesbezügliche Untersuchungen ergeben haben, dass der Pferdedarm auch dem unverletzten Korn die wichtigsten Nährstoffe entzieht, die das Tier benötigt. Eine Ausnahme stellt hier nur die besonders harte Gerste dar, die zur besseren Verdauung am besten im gequetschten Zustand oder als gequollenes Korn (ca. 2 Stunden in warmem Wasser aufquellen lassen) angeboten werden sollte. Allerdings kann bei der Verfütterung von Hafer die Durchwanderung des ganzen Kornes aufgrund seiner spitzen Enden im Darm Schleimhautreizungen hervorrufen, die das Pferd nervös machen. ‚Ihn sticht der Hafer!’ ist ein altes Sprichwort, das diesen Umstand beschreibt. Aus diesem Grund ist die Verfütterung von Quetschhafer meist vorzuziehen, auch wenn dieser – so wie jedes Quetschgetreide – eine deutlich geringere Haltbarkeit aufweist und damit weitaus öfter zugekauft oder selbst hergestellt werden muss. Die harte Schale des Getreidekorns schützt nämlich normalerweise den weichen, nahrhaften Getreidekeim vor Pilz-, Milben- und Bakterienbefall, sodass ganze Körner unter optimalen Lagerungsbedingungen sogar tausende Jahre haltbar sind, während das gequetschte Korn relativ rasch binnen weniger Wochen oder unter schlechten Umständen in wenigen Tagen verderben kann. Deshalb sollten Sie als Pferdebesitzer auch vorsichtig sein, wenn in einem Stall tonnenweise Quetschgetreide gelagert wird, das offensichtlich nicht in die _… |
Schlepptau Ich ziehe, du folgst. Klappt prima! Ausbrechen geht nicht. Gemütliche Ehrenrunde Für den verdienten Applaus. Genau! Hut ab! Nur für's Publikum taten wir's. Jubel, Triumph! Und auf Wiedersehen demnächst! Cutting und Rinderarbeit Geht auch ohne Klauentiere. |
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