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![]() Selbstbewusst und gelassen mit dem gefährlichen Hengst: müheloses Arbeiten |
Den Erfolg seiner Bemühungen könnte man direkt testen. Man müsste nur in angemessenen Abständen überprüfen, welche Erfolge die „Schüler“ von Neuhauser verbuchen können und gegebenenfalls untersuchen, warum diese nicht vorhalten oder gar nicht erst zu beobachten sind. Wenn Mängel festzustellen sind, könnte man untersuchen, woran das liegt, und sich dann bemühen, diese Mängel abzustellen. Vermutlich wird es auch in diesem Fall bei einem einmaligen Engagement bleiben; externe Experten werden ja aus zwei Gründen geholt: Erstens weil man selber nicht mehr weiter weiß, und zweitens um Maßnahmen durchzusetzen, für die man sich selber nicht stark genug fühlt. Man kennt das ja aus der Industrie. Wenn man Leute rausschmeißen will, beauftragt man eine renommierte Unternehmensberatung, die genau das als notwendige Maßnahme empfiehlt. Dann kann man ja gar nicht anders. In diesem Fall darf man annehmen, dass der erste Grund vorlag. Aber was wird passieren, wenn sich herausstellt, dass keiner der Mitarbeiter die Erfolge Neuhausers auch nur annähernd nachvollziehen kann? Die arabische Kultur ist mir fremd, aber wenn ich die Situation auf ein deutsches Landgestüt übertrage, kann ich mir kaum vorstellen, dass ein kurzer Aufenthalt Neuhausers viel bewirken kann. Er müsste ja die Einstellung der Mitarbeiter ändern, und wie könnte er das? Aber es ist nicht nur die Haltung Neuhausers, die mir ins Auge springt; es ist auch die Mühelosigkeit. Er strengt sich definitiv nicht an. Er mag zwar manchmal schwitzen, wenn es brenzlig wird oder wenn er außen herum rennen muss, weil er das Pferd in sehr engen Zirkeln dirigiert, aber auch das hat ja nichts mit Anstrengung zu tun. Es ist die Leichtigkeit, die man auch bei wahren Virtuosen beobachten kann. Die Kunst schwitzt nicht, sie schwebt und jubiliert. Wie kriegt man das hin? Wenn man sein Leben lang Druck gemacht hat und gar nicht weiß, was Entspannung heißt, wie kann man dann die Dinge fließen lassen? Mühelosigkeit bedeutet ja nicht, dass man etwa unaufmerksam ist und nicht reagieren könnte. Der Virtuose ist voll da und ganz wach und agil, aber gleichzeitig vollkommen entspannt. Erinnern Sie sich noch an die Dirigenten-Szenen, die Er hat im Grunde genommen dasselbe Phänomen herausgearbeitet: „Wie kann der Mann so glücklich sein, wenn er arbeitet?“ sollen ihn die Leute gefragt haben, wenn er Szenen von Leute, die dem nicht zustimmen, findet man selten. Es gibt die unterschiedlichsten Begründungen dafür, warum Mühelosigkeit auf keinen Fall belohnt werden darf, warum Mühelosigkeit niemals Gutes hervorbringen kann. In dem schon erwähnten Buch
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Aber vermutlich reicht all das nicht, vermutlich steht der Vorwurf, er hätte es zu mehr bringen können, wenn er sich denn (mehr) Mühe gegeben hätte, trotzdem im Raum. Diesen Vorwurf kann man perfiderweise immer machen, egal was passiert. Man kann damit also Leute zu Tode quälen (siehe dazu auch das interessante und beeindruckende Interview mit Die von ihm so verführerisch dargestellte Möglichkeit, es ohne Mühe zu etwas bringen zu können, beflügelt allerdings die Fantasie vieler Menschen. Das ist fast so schön wie das Schlaraffenland. Mir geht es aber um etwas anderes: Könnte es sein, das man es nur dann zu etwas bringen kann, wenn man es ohne Mühe versucht? Oder anders gesagt: Wäre es möglich, dass man von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, wenn man sich Mühe gibt oder Mühe geben muss? Smullyan formuliert nicht ganz so scharf. Er interessiert sich für Leute, die es zu etwas bringen wollen, aber ohne Mühe. Als Beispiel führt er die taoistischen Philosophen
Anschließend bringt er eine ganze Reihe von Beispielen, meistens Gedichte, die sein Verständnis erläutern sollen, ganz gemäß seiner Ansicht, das man den Sinn des |
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