» Ausgabe 361 vom 26.02.2006 (Bericht)
von Petra Jochheim
Gebissloses Reiten
Ein Pferd für's Leben: Mit Ricardo durch dick und dünn
Mit dieser Geschichte möchte ich allen interessierten Pferdemenschen gerne zeigen, dass gebissloses Reiten sowohl im Gelände als auch in der Reithalle sehr gut möglich ist. Zum einen gab es vor einiger Zeit einen Faden im Forum, in dem Erfahrungen oder Wünsche über gebissloses Reiten zum Austausch kamen, und zum anderen möchte ich mit meiner Geschichte allen denen Mut machen, die gerne gebisslos reiten würden, sich aber vielleicht nicht trauen. Ich werde nicht behaupten, dass dieses bei allen Pferden möglich ist, aber vielleicht versucht es doch der eine oder andere nach Lesen des Berichtes mit seinem Pferd.
Im Jahr 1999 fing ich nach der Geburt des vierten Kindes wieder mit der Reiterei an, da ich festgestellt hatte, dass für mich nichts so erholsam war wie der Umgang mit Pferden. In meiner Jugendzeit hatte ich das Distanzreiten mit mehr oder weniger Erfolg betrieben, da es immer Pferde anderer waren, die ich reiten durfte oder auch nicht.
Doch eins war mir dabei in Fleisch und Blut übergegangen, nämlich pferde-schonend zu reiten. Da ich nur sehr wenige Reitstunden hatte und diese auch nur auf gelangweilten Schulpferden, die bereits auf Kommando des Reitlehrers ohne jegliche weitere Hilfen arbeiteten, war mein Verhältnis zur sogenannten Dressurreiterei nicht wirklich gut. Ich wollte einfach nur schön durch das Gelände reiten und dabei nicht ständig auf das Pferd einwirken.
So entschied ich mich dafür, beim Neuanfang meine Nase einfach mal in die Westernreiterei zu stecken. Nachdem mein erster Kontakt…
In der letzten Woche haben wir erfahren, auf welche Schwierigkeiten Friedhelm Pohl mit der Stute Bisquit stieß. In dieser Woche schildert er, wie er die Herausforderung gemeistert hat.
Nach vielen Fehlversuchen stieg ich schließlich ab und führte die Stute auf die andere Seite des Reitplatzes, die von einem Naturwall begrenzt ist. Dort konnte ich aufsteigen und das Pferd ohne Probleme reiten, in Schritt und Trab, in kleinsten Volten, geradeaus, in Wendungen und Biegungen.
Das mag den aufmerksamen Leser jetzt verblüffen, dass ein Pferd mit solchen Verhaltensauffälligkeiten so urplötzlich kontrolliert zu reiten ist. Aber das ist überhaupt nicht verwunderlich. Wir reiten ein am Boden vorbereitetes Jungpferd in einer einzigen Woche an. Die ganze Grundausbildung dauert bei uns nur 4 Wochen.
Das liegt daran, dass wir das Pferd nicht konditionieren, sondern wir kommunizieren mit ihm per Körpersprache, per natürlicher Körpersprache. Und die muss kein Pferd der Welt erlernen. Alle Pferde, gleich welcher Rasse, Geschlecht, Alter, gleich in welchem Stil geritten, ausgebildet, verwandt, kennt diese natürliche Körpersprache "Pferdisch".
Wir haben in den verschiedensten Ecken der Welt Pferde so geritten, weich, harmonisch, partnerschaftlich, balanciert mit feinsten Hilfen. Voraussetzung: Die mentale Balance, also die Balance zwischen Respekt und Vertrauen, muss gegeben sein. Dann ist…
Friedhelm Pohl schildert in den Hauptartikeln dieser und der nächsten Woche ausführlich, wie er mit vertretbarem Aufwand und allgemeingültigen Methoden eine gefährliche Stute zu einem verläßlichen Reitpferd umerzieht (siehe Editorial › Pferde-Stärken).
Wir alle träumen von der Harmonie mit dem Pferd; viele bieten an, den Weg dorthin zu zeigen, auch Friedhelm Pohl und seine Ehefrau Dr. Christine. Die beiden arbeitenzweigleisig: mit dem Besitzer und dem Pferd. Denn diese wollen und1 müssen miteinander glücklich werden. Dieses Ziel haben Friedhelm und Dr. Christine Pohl mit der unmöglichen Tinkerstute Bisquit erreicht. Der Besitzer:
Bislang hat sich noch kein Trainer auf mein Pferd getraut. Hut ab. Dass Bisquit heute läuft wie ein Schulpferd ist Euer Verdienst.
Wolfgang R., Ladbergen
Wer solches zustandebringt, kann jedes Problem bewältigen. Daher dürfte die Schilderung der Therapie Bisquits für alle Leser hochinteressant sein. Hören wir Friedhelm:
Schicksalhaftes Seminar: Friedhelm & Christine
Nun melde ich mich zum vierten Mal in der Pferdezeitung zu Wort. Alles fing an mit einem Bodenarbeitsseminar, das die Pferdezeitung am 08.04.2000 zur Feier des einjährigen Bestehens veranstaltet hat (› Friedhelm Splett – noch ein Pferdeflüsterer?). Zwei…
» Ausgabe 74 vom 19.08.2000 (Bericht)
von Werner Popken
Frei in den Hänger
Zwei Friesen und ein Golf-Mobil
Ich wußte gar nicht, wie berühmt Silke Vallentin ist, als ich mich auf den Weg nach Leipzig machte. Ich hatte sie auf der Equitana 97 gesehen, wo sie zusammen mit Birger Gieseke eine Vorführung bestritt.
Damals schon war sie ein Aushängeschild für das Parelli Natural Horsemanship (PNH). Zusätzlich brachte sie natürlich das Thema der Behinderung ins Spiel, wobei mir damals nicht ganz klar wurde, inwieweit das für andere Behinderte bzw. für Nicht-Behinderte relevant war, was sie mit ihrer Methode erreicht hatte.
Das wurde mir so richtig erst nach dem Besuch deutlich, als ich im Internet recherchierte. Google liefert bei "Silke Vallentin" 26 Fundstellen, und überall wird Silke begeistert gefeiert.
Was ist ihr Geheimnis? Das wird schnell klar: Silke Vallentin beweist nicht nur, was man mit den Methoden der PNH erreichen kann, sie zeigt vor allem durch ihre Persönlichkeit, daß und wie man Schwierigkeiten überwinden…
Verantwortlich i. Sinne d. Pressegesetzes: Dr.math. Werner Popken 0049(0)5744-5115-74 -75 0049(0)151-2327 3955 ISIS Messe & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst USt-Id DE270546213 · Steuernummer 331/5075/2068
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