» Ausgabe 187
vom 27.10.2002 (Rasseportrait)
von Guy Vanstraelen, PhD | Gelderländer und Groninger
Die Sterne hinter den " Niederländischen Pferden"
Wenn man den Begriff "Niederländische Pferde" hört, denkt jeder sofort an die Niederländischen Warmblüter, auch als KWPN bekannt. Dieser Oberbegriff ist jedoch zu ungenau, insbesondere wollen wir uns mit den beiden Rassen beschäftigen, die die Grundlage für die gegenwärtige KWPN darstellen und jetzt am Rande der Ausrottung stehen.
Diese beiden Rassen sind das Gelderländer und das Groninger Pferd. Die Bedeutung dieser beiden Rassen für die moderne KWPN-Zucht wird ganz deutlich, wenn man die Abstammung der international erfolgreichen KWPN-Springpferde oder Dressurpferde untersucht. Viele von diesen führen mehr als 50% Gelderländer oder Groninger Blut.
In diesem Artikel schauen uns den Einfluß dieser beiden Rassen auf die Niederländische Sportpferdpopulation an, ohne allzu tief in die Pedigrees einzudringen.
Niederländische Pferde: die Geschichte
In den Niederlanden begann man am Beginn des letzten Jahrhunderts, Stutbücher zu führen. Anfänglich waren dies je eins für die Provinzen Groningen (GrPS), Friesland (FrPS) und Drente (DrPS), die im Jahre 1942 zusammengeführt wurden zum NWP, sowie ein Stutbuch für die restlichen acht Provinzen der Niederlande, das NSTg, welches seinerseits aus mehreren kleineren Stutbüchern hervorging, unter anderem dem GPS oder Gelderlander Paarden Stamboek.
Bis 1920 war das Zuchtziel vergleichbar mit dem der Oldenburger in Deutschland, nämlich ein leichtes Kutschpferd, das für die Arbeit auf dem Acker geeignet war, darüber hinaus aber auch…
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