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LeserbriefAusgabe
[Pferdezeitung/EquiVoX] newsletter



Hallo Werner Popken!

würde gerne wieder den Montags-newsletter erhalten. Klaptt schon lange nicht mehr.

Habe nun zuerst die (falsch angegebene) Funktion deaktiviert (wurde per email bestätigt) – dann kann ich aber nicht neu bestellen ???

VG

C.B.



Guten Tag Frau B.,



herzlichen Dank für Ihr Schreiben! Das ist ja mal eine Überraschung und eine sehr erfreuliche Anfrage!



Ich glaube, es ist schon mehr als fünf Jahre her, dass ich den Newsletter abgeschafft habe. Zuerst die HTML-Version, weil es technische Probleme gab, die ich mir selbst zuschrieb und später als hausgemachte Probleme von Web.de erkannt habe. Und dann auch noch die Text-Version, weil GMX behauptet hat, wir würden spammen.



Nun können wir ja nichts dafür, wenn viele Abonnenten eine Adresse bei GMX haben. Man kann dann versuchen, die Empfindlichkeit von GMX zu berücksichtigen und die E-Mails an GMX nur alle 5 min oder 10 min oder 20 min herauszuschicken, aber eine gute Lösung ist das nicht, denn erstens können ganz normales Spammer versuchen, deren Abwehrmaßnahmen auf dieselbe Art zu umgehen, und zweitens wird GMX dann mit neuen Schikanen reagieren.



Da die Pferdezeitung regelmäßig montags herauskommt, haben viele ihr Abo auch gekündigt, weil sie schon genug E-Mails bekommen. Insbesondere die HTML-Version wurde gekündigt, weil die Leute zunehmend DSL-Anschluss bekamen und eine Lektüre im Browser einfach besser ist.



Ich hatte ja eine sehr ausgeklügelte Lösung gebaut, wo jeder sich genau diejenigen Teile zuschicken lassen konnte, die ihn interessierten. Aber über das Inhaltsverzeichnis kann man genau dasselbe bekommen, also leuchtete mir ein, dass der Bedarf an dieser Version schwand.



Ich habe jetzt seit ein paar Wochen den Newsletter einer Computerzeitschrift abonniert. Es wird nicht mehr lange dauern, bis ich ihn wieder abbestelle. Zwar habe ich auch die eine oder andere Information gewonnen, die durchaus nützlich ist, aber insgesamt ist der Aufwand doch sehr hoch und das Resultat sehr dünn. Das Geheimnis dieses Newsletter ist die Werbung. Die Redaktion verschickt den Newsletter nicht, um mich zu informieren, sondern um für die Werbung zu kassieren. Und auch die Artikel werden nicht geschrieben, um mich zu informieren, sondern um mich zu verleiten, die Webseite aufzurufen, damit deren Werbeeinnahmen steigen. Der reißerische Aufmacher führt also zu einem äußerst dünnen Artikel, so dass der Leser verärgert ist.



Die Pferdezeitung hat nie versucht, über den Newsletter Werbung zu verschicken. Wir haben immer auf den mündigen Leser gesetzt, der weiß, was ihn interessiert, und sich deshalb seine Informationen ganz bewusst zusammensucht und nicht entgehen lässt. Allerdings war doch nicht zu verkennen, dass die meisten Besucher die Pferdezeitung für einen Kleinanzeigenmarkt hielten, sie wussten gar nichts von dem Magazin, während die Märkte ja doch nur ein Teil des Magazins waren.



Inzwischen geht die Frequenz immer noch weiter runter. Möglicherweise sind das die Auswirkungen der derzeitigen Facebook-Hysterie – wer so viel Zeit dort verbringt, dem fehlt sie an anderer Stelle, denn Zeit kann man nicht dehnen und schon gar nicht vervielfältigen.



Die Inhalte der Pferdezeitung werden ja nicht schlecht. Sie sind nicht aktuell, bis auf die Presseerklärungen, beispielsweise die Turnierergebnisse, die natürlich schon ein paar Tage nach dem Ereignis Schnee von gestern sind. Sie verschwinden nicht aus dem Blickfeld, wie Printmedien, die einfach am Kiosk nicht mehr erhältlich sind, und wer wirklich etwas erfahren möchte, wird auch die Zeit aufbringen wollen, längere Artikel zu lesen.



Im Zeitalter der Übertragung der SMS-Technik, die ja ein Abfallprodukt war, einen Notbehelf, der sich überraschenderweise zu einem Renner entwickelte, auf das Internet – Stichwort Twitter – und der Beschränkung der Redezeit für weltbewegende Ideen auf höchstens 18 min (TED) ist das vielleicht ein bisschen viel verlangt.



Ich gehe aber davon aus, dass die Menschen von dieser Überflutung mit Belanglosigkeiten irgendwann genug haben und wieder Substanz und Tiefe schätzen. So möchte ich Sie also einladen, sich einfach mal ein bisschen umzutun und sich inspirieren zu lassen. In der letzten Woche habe ich ein neues Feature eingebaut, eine kleine Slideshow für die erste Seite, um die Vielfalt der Themen zu zeigen, die im Archiv auf Sie warten.



Mit freundlichen Grüßen



Werner Popken
Leserbriefe  Nr. 2087
vom 09.05.2012

Re[2]: [Pferdezeitung] Adresse gelöscht: Nr. 66584





Sie haben Ihre Adresse 66584 und alle zugehörigen Daten gelöscht.



Your address and all data has been deleted. Thanks a lot!



Herzlichen Dank für die Inanspruchnahme unserer Dienste!



Empfehlen Sie uns weiter, wenn Sie zufrieden waren!



Klären Sie uns bitte über die Gründe auf, wenn das nicht der Fall war.



Das mein voller Name mit Telefonnummer bei Google zu lesen ist, finde ich nicht okay!



Guten Tag Frau E.,



herzlichen Dank für Ihr Schreiben!



Wie sollen wir dieses Problem lösen?



Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre Telefonnummer erscheint, dürfen Sie sie nicht veröffentlichen – auf diesen Sachverhalt machen wir übrigens ausdrücklich bei der Erfassung der Adressdaten aufmerksam, im Gegensatz zu allen anderen Anbietern im Internet. Allerdings kann Sie dann niemand per Telefon erreichen, was nicht unbedingt in Ihrem Interesse liegen dürfte.



Wenn Sie wollen, dass Ihr Name nicht erscheint, müssen Sie ein Pseudonym angeben, was nicht allzu schwierig sein dürfte. Es ist also Ihre Verantwortung, nicht unsere. Im übrigen hätten Sie dazu Ihre Daten nicht zu löschen brauchen, sondern lediglich ändern müssen.



Schließlich sind wir nicht für Google verantwortlich. Google nimmt nur auf, was jeder andere Besucher auch lesen kann, und zeigt dieses Ergebnis so lange, bis ein neuer Scan durchgeführt worden ist. Google macht keine Angaben darüber, in welchem zeitlichen Rhythmus solches Scans durchgeführt werden.



Wenn Sie Ihre Daten bei uns löschen, sind sie also nicht automatisch auch bei Google weg – von anderen Suchmaschinen ganz zu schweigen, es gibt Tausende davon. Es scheint, dass Ihnen diese Sachverhalte nicht klar sind.



Mit freundlichen Grüßen



Werner Popken
Leserbriefe  Nr. 2086
vom 11.01.2012

warnung - unseriöser inteenethändler


Hallo Werner Popken!

sehr geehrte redaktion,

aus aktuellem anlass darf ich ihnen für die leserInnen ihres magazins eine warnung vor einem besondern perfiden internethändler für pferdeartikel übermitteln

wir hatten im oktober bei "www.pferdundreiter.at" um den sagenhaft hohen betrag von 67,50.-€ per internet bestellt.

es kam eine teillieferung anfang november und dann der rest mitte november.

rechnung wurde keine zugeschickt oder gemailt.

nach darstellung des händlers war sie auf das paket geklebt. für mich war nur ein lieferschein erkennbar...

das besondere:

1) die gesamtrechnung wurde nicht mit der endlieferung, sondern mit der ersten teillieferung ausgestellt. unzulässig, denn wer nicht liefert, darf dafür auch keine rechnungen ausstellen und schon gar nicht das rechnungsdatum vor das endlieferdatum setzen.0

2) in der folge wurden keine mahnungen zugestellt und man berief sich schließlich darauf, dass in österreich keine "mahnpflicht" besteht.

3) das alles hattev system, denn ende dezember flatterte die rechnung eines inkassobüros ins haus, natürlich doppelt so hoch wie die eigentliche rechnung

das hatte system, und es liegt der verdacht nahe, dass der händler konzeptiv so arbeitet. besonders 2) spricht extrem dafür, denn ich habe es noch nie erlebt, dass jemand gegen die usancen der dreimaligen 14 tages-mahnung vorsätzlich vertößt. das ist gegen die guten sitten.

dagegen gerichtlich vorzugehen, stört nur den lebensrhythmus und schmälert die lebensqualität. enbehrlich

auf meinen protest war man mit 12.-€ mahngebühren "entgegen gekommen"

die moral von der geschichte: dort sollte man nicht kaufen.

und man sollte es allen potentiellen kunden mitteilen. das tue ich hiermit

mit besten grüßen
dr. wolfgang a. schuhmayer

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Dr. med. univ.
Wolfgang A. Schuhmayer
T: +43.(0)699.109 99 129
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& Österr. Inst. f. Alpaca-Therapie-Forschung
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Leserbriefe  Nr. 2085
vom 31.12.2011

Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion
Sehr geehrter Herr Popken

Ich habe soeben mit grossem Staunen Ihren Blog über destruktive Kreativität gelesen (» equivox.de).

Mit grossem Staunen, weil ich mein damaliges Inserat dort gesehen habe.

Mich würde doch interessieren, wie Sie auf die Idee kommen, dass es sich um ein Spassinserat handelt? Diese Antwort bleiben Sie dem Leser ja schuldig!

Ich finde Ihr Verhalten, anmassend, arrogant und befremdlich. Mit welchem Recht nehmen Sie sich heraus, über andere und Ihre Motivation zu urteilen, ja diese geradezu abzurteilen? Können Sie in die Herzen und Köpfe ihrer Mitmenschen schauen?

Ich kann Ihnen versichern, dass es sich keinesfalls um ein Spassinserat gehandelt hat. Ich kann Ihnen sogar Videoaufnahmen von diesem Pferd zeigen, wo sie von einer jungen Frau geritten wird. Vielmehr habe ich dieses Inserat damals gestartet, um der Stute ein schönes Zuhause zu ermöglichen, weg von ihrem Besitzer der sie misshandelt, in Rollkurmanier reitet und für die sie nur ein Sportobjekt ist.

Ich habe dieses Pferd 5 Jahre kostenlos betreut und korrigiert, sodass sie zu einem zuverlässigen, wenn auch sensiblen Partner wurde und das Pferd ist genau so, wie es in der Anzeige dargestellt wurde. Ich selber habe bereits ein Pferd, bin voll Berufstätig und mir fehlte schlichtweg das Geld, dieses Pferd zu kaufen, sonst hätte ich dies längst getan. Das Pferd war so günstig, weil Sie eben kein Anfängerpferd ist und war, dazu ist sie zu sensibel. Der Besitzer wollte sie verkaufen, eigentlich wollte er keine Kosten mehr haben und das Pferd notfalls zum Schlachtpreis abgegeben oder sie gleich dort selbst abliefern, weil ihm 200 Euro im Monat zuviel Geld waren.

Da Sie weder mich noch das Pferd kennen, schlage ich vor, dass Sie sich mit solchen Kommentaren (wie die im Text) zurückhalten sollten und nicht allen Menschen eine schlechte Motivation unterstellen sollten. Mir war und ist dieses Pferd sehr wichtig und ich habe diese Arbeit nicht zum Spass, aber unentgeltlich getan.

Schlussendlich hat sich kein Käufer gefunden (vielleicht auch ein bisschen wegen ihrer schlechten Kritik?), sodass er das Pferd zurückgenommen hat (er ist mittlerweile wieder in D) und sie nun ein 24h Boxendasein fristet. Wenn sie Glück hat täglich 1-2 Stunden die Box verlassen darf, um in Rollkurmanier geritten zu werden, geschlagen zu werden, wenn sie nicht funktioniert. Sie wird schlichtweg gequält.


Wenn es das war was sie mit Ihrer Aussage bezwecken wollten? Na dann Herzlichen Glückwunsch!!

Sie können sich nicht vorstellen, wie es mir bei diesem Gedanken geht. Aber ich gehe nicht zu sehr ins Detail (das scheint sie ja in ihrem Blog auch nicht interessiert zu haben) sonst unterstellen Sie mir noch dass ich „auf die Tränendrüse“ drücken möchte…

Ich wünsche Ihnen ein schönes Leben (und das meine ich nicht destruktiv oder ironisch) und auch ein bisschen Mut, um nicht immer das „Schlimmste“ von den Mitmenschen anzunehmen.

Falls Sie mir antworten möchten, so freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen
Sandra Kunze




Liebe Frau Kunze,

Ich musste mir das Editorial natürlich erst einmal anschauen, um zu wissen, worum es geht, und es ging mir wie Ihnen: Ich konnte nicht erkennen, warum ich dieses Inserat an den Pranger gestellt hatte.

Glücklicherweise haben wir nun schon seit längerer Zeit keinerlei Belästigungen mehr durch übelwollende Zeitgenossen; vielleicht haben auch meine gesammelten Maßnahmen inzwischen gegriffen. Es gab aber mal Zeiten, in denen ein Großteil meiner Zeit durch solche Leute beansprucht wurde, und daher war ich auf die gar nicht gut zu sprechen.

In den Editorials habe ich immer wieder dieses Thema aufgegriffen, weil es mich so beschäftigt hat, und gleichzeitig habe ich mich über die Dummheit dieser Leute verbreitet, die es so ungeschickt anstellten, dass jedermann aus 5 Kilometer Entfernung schon erkennen konnte, dass es sich um Unfug handeln musste, wenn man es beschönigend umschreiben will.

Leider handelt es sich oft auch um ausgesprochene Betrugsversuche, und die kommen auch heute noch vor, anscheinend allerdings weniger als Inserat, sondern als Antwort auf Inserate, wovon ich nur Kenntnis bekommen, wenn jemand einen Massenangriff startet. Da diese plumpen Angriffe anscheinend Erfolg haben, scheint es mir nach wie vor der Mühe wert, meine Mitmenschen auf Hinweise aufmerksam zu machen, die misstrauisch machen sollten.

Damals habe ich wohl damit begonnen, ausgesuchte Beispiele von Spam in meinem Editorial zu veröffentlichen, zur Belustigung und zur Belehrung. Es sieht so aus, als könnte ich diese Reihe niemals beenden – nicht nur, dass die Spam-Angriffe nicht aufhören, es gibt auch immer wieder neue Varianten, mit denen man versucht, Zeitgenossen hereinzulegen.

Die Spammer lernen ja auch dazu. Wenn ich beispielsweise darauf hinweise, dass man an der maschinellen Übersetzung schon erkennen kann, dass sich hier jemand zumindest einen Spaß erlaubt, kann derjenige, sofern er der deutschen Sprache so weit mächtig ist, dass er mein Editorial versteht, daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Ich stelle mir beispielsweise vor, dass intelligente junge Mädchen in den USA, die Deutsch als Fremdsprache gewählt haben, zum Zeitvertreib fiktive Pferde in unsere Datenbank einstellen und dabei jede Menge Spaß haben. Wenn die nicht ganz auf den Kopf gefallen sind, vermeiden sie beim nächsten Mal diesen Fehler, indem sie echte Texte und echte Daten verwenden. Es ist ja kein Problem, solche Daten irgendwo zu finden. Vermutlich habe ich bereits darauf gewartet, dass jemand diesen Hinweis aufgreift und seine Intelligenz unter Beweis stellt.

Ich habe in meinem Editorial ausdrücklich erwähnt, dass der Text vollkommen unauffällig ist. Es müssen also die Bilder gewesen sein, die mich misstrauisch gemacht haben. Glücklicherweise werden bei uns die Bilder nicht gelöscht, sondern lediglich verschoben. Sie sind also noch da, und ich konnte mich davon überzeugen, dass die Bilder durchaus Anlass zur Verwunderung gaben.

Genauer gesagt haben Sie dieses Pferd sogar zweimal inseriert und dabei den Preis gesenkt. Das wäre gar nicht nötig gewesen, Sie hätten einfach nur den Preis ändern müssen. Die Fotos zum ersten Inserat waren vollkommen in Ordnung. Die zum zweiten waren erstens überwiegend sehr klein und damit für eine Verkaufsanzeige unbrauchbar und zweitens waren diese kleinen Fotos alle mit einem deutlichen Copyright-Vermerk versehen. Diese Fotos waren also geklaut.

Auch das war nämlich ein Hinweis für unseriöse Inserate: Nicht nur war der Text in vielen Fällen verräterisch, sondern auch die Bilder, weil sie beispielsweise unterschiedliche Pferde zeigten, was ja gar keinen Sinn ergibt, oder Pferde einer anderen Rasse, also ganz willkürlich gewählt und ohne Zusammenhang zum Text. Der Bilderklau beschäftigt viele Fotografen; viele junge Mädchen scheinen nach wie vor im Internet virtuelle Reiterhöfe aufzumachen und brauchen dafür Bildmaterial; die Texte können sie sich selber erfinden, die Bilder nicht. Es hat viele Jahre gedauert, bis zumindest ein rudimentäres Bewusstsein hinsichtlich des Urheberrechts entwickelt werden konnte. Manche Fotografen, wie etwa die Agentur, deren Bilder hier verwendet worden waren, haben versucht, sich durch ein nicht zu übersehendes und nicht zu retouchierendes Wasserzeichen zu schützen. Das schützt zwar nicht vor Klau, wie Ihr Inserat beweist, macht aber den Klau offensichtlich.

Nun habe ich mir die Bilder noch einmal angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich in diesem Fall tatsächlich immer um dasselbe Pferd handelt, auf das die Beschreibung passen würde, und dieses Pferd an Turnieren teilgenommen hat und dort von professionellen Fotografen aufgenommen worden ist, was ebenfalls zur Beschreibung passt und die Wertigkeit des Pferdes unterstreicht. Leider haben Sie diesen Umstand in Text nicht näher erläutert. Das wäre vielleicht angebracht gewesen und hätte als Argument stark wirken können. Bei diesen Fotografen haben Sie sich bedient, sicherlich im guten Glauben, und um klarzustellen, dass Sie die Fotografen nicht beklauen wollen, haben Sie vermutlich das Format so winzig gewählt, dass diese Absicht nicht zu übersehen ist (oder die Fotografen haben nur dieses winzige Format bereitgestellt). Dadurch wird natürlich der Wert des Fotos für die Verkaufsanzeige erheblich beeinträchtigt, was Sie notgedrungen in Kauf nehmen mussten.

Bei mir hatte es allerdings einen ganz anderen Effekt. Ich habe mir damals die Bilder sicherlich nicht so genau angeschaut und hatte vermutlich den Eindruck, dass hier wahllos halbwegs passende Fotos von verschiedenen Pferden zusammengesucht wurden, um das Inserat passabel auszustatten.

Zugleich habe ich befürchtet, dass ein Hinweis, dass nicht nur der Text, sondern auch die Bilder plausibel sein müssen, potentielle Spammer, spaßige oder auch nicht, unfreiwillig belehren würden, so dass die Kunst, ein fiktives Inserat aufzugeben, so weit verfeinert würde, dass nicht nur ich, sondern niemand, auch nicht gutwillige Käufer, den Schwindel bemerken könnten. Das wollte ich vermeiden, und deshalb habe ich mich etwas verklausuliert ausgedrückt.

Grundsätzlich ist es nicht meine Aufgabe, potentielle Käufer vor möglichem Schaden zu schützen. Lug und Betrug ist in der Welt, und jeder muss selber Sorge tragen, nicht hereinzufallen. Grundsätzlich scheint niemand gefeit zu sein; gestern habe ich gerade von einem renommierten Kunsthandel in New York gelesen, der nach 165 Jahren schmählich schließen musste, weil man es in den letzten Jahren an der notwendigen Sorgfalt hatte fehlen lassen und im großen Stil Fälschungen verkauft hatte, was schließlich herausgekommen war.

Die Tragödie, die Sie belastet, findet sich leider überall im Lande und vermutlich auf der ganzen Welt. Wir Menschen laden große Schuld auf uns und merken es nicht einmal; und wer es merkt, kann es oft nicht aushalten. Im Moment veröffentliche ich gerade eine Reitlehre eines FN-Reitlehrers, der nach mehreren Dutzend Jahren seiner Frustration nachgegeben und seine Wut zu Papier gebracht hat. Zum Wohle der Pferde, wohlgemerkt. Wer liest das? Wer nimmt sich das zu Herzen? Wer zieht daraus Schlüsse? Wer lernt daraus und ändert sich?

Ich glaube nicht, dass mein Editorial in irgendeiner Weise die Verkaufschancen Ihres Inserats beeinträchtigt hat. Leute, die Inserate lesen, wissen im allgemeinen gar nicht, dass es ein Magazin gibt. Und Leute die das Editorial lesen, lesen vermutlich keine Inserate. Schließlich kauft man nicht alle Nase lang ein neues Pferd. Außerdem ist es sehr schwierig, ein Pferd zu verkaufen. Meine eigene Tochter hat eine Zeit lang versucht, ihr Pferd mit hervorragendem Stammbaum zu verkaufen, und es dann aufgegeben. Sie haben es versucht und es hat nicht geklappt; Sie müssen sich keine Vorwürfe machen.

Man kann natürlich versuchen, seine Chancen durch einen guten Text und gute Bilder zu verbessern. Was den Text betrifft, so haben Sie sich viel Mühe gegeben. Man spürt, dass Ihnen etwas an diesem Pferd lag. Pferde sind ja sehr unterschiedlich, und manche Pferde sind einfach ganz wunderbar. Eines unserer Pferde war eine so beeindruckende Persönlichkeit, dass ich in meinen Artikeln immer wieder darauf zurückgekommen bin. Ich habe mir vorgestellt, dass ein Verkäufer sein Pferd, insbesondere, wenn es sehr gut kennt und es ihm ans Herz gewachsen ist, entsprechend gut beschreiben kann. Leider können die meisten Menschen das nicht, und entsprechend dürftig fallen die Inseratstexte oft aus. Im Vergleich ist Ihr Text eher die Ausnahme. Es waren eben die Bilder, die so gar nicht zum Text passen wollten.

Es tut mir leid, dass ich in diesem Fall überreagiert habe, und es freut mich, dass Sie sich nach so vielen Jahren gemeldet haben. Vielleicht findet sich doch noch jemand, der diesem Pferd ein würdiges Leben ermöglichen kann. Vielleicht liest jemand Ihren Leserbrief und meine Antwort und wird neugierig. Ich wünsche es Ihnen und dem Pferd!

Mit freundlichen Grüßen

Werner Popken
(Zu Ausgabe Magazin » 594)
Leserbriefe  Nr. 2084
vom 07.12.2011

bezieht sich auf
Magazin » Ausgabe 594
vom 15.08.2010
AW: Buchrezension "Gutes Reiten hält mein Pferd gesund – Eins werden mit dem Pferd"

Sehr geehrter Herr Popken,

vielen Dank für Ihre Antwort. Es ist wirklich interessant, was ein einziges Bild auslösen kann. Dass sie es nicht negativ darstellen wollten, dass es Reiter ohne Turnierambitionen gibt, konnte ich schon herauslesen und bin da auch voll auf Ihrer Seite, (den größten Teil meines Reiterlebens hatte ich selber keine). Das wurde schon deutlich in dem Satz "zum Nutzen von Körper und Seele von Pferd und Reiter". Nur die Art wie es geschrieben war, die „reifere Reiterin, die definitiv keine Turnierambitionen hat…“ Da muss man schon schlucken, wenn man noch nicht mal 30 ist. Oder das man ängstlich und bemüht aussieht und nicht den Eindruck erweckt, als würde man finden was man sucht. Ich rege mich übrigens auch gar nicht auf, sondern es macht mich eher traurig. Es ist einfach nicht schön, wenn man eigentlich etwas positives bewirken möchte und dann entsteht genau das Gegenteil. Es ist übrigens interessant, dass sie das von der Pferdeshow und den Reitern ohne Sattel schreiben. Ich denke nicht, dass Frau Kattwinkel etwas gegen genau solch ein Foto gehabt hätte, da sie auf dem ersten Band von „Gutes Reiten hält mein Pferd gesund“ ein ebensolches Bild einer Reiterin ohne Sattel und Zaumzeug gewählt hat. Ich wäre ebenfalls gerne so auf dem Buchcover erschienen, gerade weil genau das zeigt, was meine Reiterei ausmacht. Eher unkonventionell, z.B. auch im „ernsthaften“ Unterricht öfter Reiten ohne Sattel, Reitlehrer verschiedener Reitweisen, Spielerein mit den Pferden, einfach Spaß haben etc. Nur so lernte ich Frau Kattwinkel überhaupt kennen, da ich auf besagter Pferd & Jagd eingeladen war im Showprogramm mit meinem Pony eine Freestyle Reining zu zeigen, ohne Sattel, dafür mit Hund und teilweise am Halsring, die ich zuvor für ein Turnier eingeübt hatte. Frau Kattwinkel ist da durchaus aufgeschlossen, denn sie sprach ja gerade mich auf meinem kleinen puscheligen Winterfellpony an, wie ich in der Abreitehalle ohne Sattel zwischen all den teilweise bekannten Leuten auf ihren eleganten Pferden geritten bin. Und das obwohl in der eigentlichen Show dank der Aufregung nicht mal wirklich was geklappt hat. Genau das fand ich übrigens damals toll, da ich unglücklich über den verpatzten Auftritt war und ich mir wünschte, dass mal jemand hinter die Kulissen schaut und uns wirklich sieht… und genau das ist dann eingetroffen. Ich muss sagen, dass ich schon stolz war, auch dass ich sogar mit auf das Buchcover durfte.

Sie können meine Antwort unter die Rezension setzen, wenn Sie möchten. Ob sie etwas geraderücken kann weiß ich nicht. Ich kann letztlich nur hoffen, dass das Buch dennoch gekauft wird und so vielleicht beim Lesen ein anderer Eindruck von meiner Person und meiner Reiterei entsteht.

Vielleicht kann ich den Eindruck aber zumindest bei Ihnen wieder geraderücken. Ich bin sicher nicht die beste Reiterin, aber ich bin nicht ängstlich, sondern habe Spaß an meinem Lebensinhalt (es ist mehr als nur ein Hobby) und ich finde darin genau das was ich suche. Ich hoffe in den Bildern der angehängten Collage erkennt man mehr von meinem Gefühl.


Mit freundlichen Grüßen
Tina Hey



Guten Abend Frau Hey,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben und die wunderschönen Fotos! Die wollte ich gerne veröffentlichen und habe die Collage deshalb auseinandergeschnitten, damit die Bilder auch gut zur Geltung kommen können. Wer die Rezension liest, wird sie nicht übersehen können.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Popken

(Zu Ausgabe Magazin » 633)
Leserbriefe  Nr. 2083
vom 11.10.2011

bezieht sich auf
Magazin » Ausgabe 633
vom 15.05.2011
Buchrezension "Gutes Reiten hält mein Pferd gesund – Eins werden mit dem Pferd"

Sehr geehrter Herr Popken,

durch Zufall las ich auf  www.pferdezeitung.com Ihre Buchrezension zu Karin Kattwinkels „Gutes Reiten hält mein Pferd gesund – Eins werden mit dem Pferd“ . Die Reiterin auf dem großen Bild auf dem Titel bin ich. Zum Zeitpunkt der Aufnahme übrigens 26 Jahre alt. Ich musste doch etwas schlucken bei Ihren Worten: „In der linken Spalte werden drei Fotos präsentiert, die auf Fitness und anatomische Grundlagen hinweisen, daneben nimmt ein Großes Foto die Aufmerksamkeit in Anspruch, das unmissverständlich die Freizeitreiterin zeigt, die definitiv keine Turnierambitionen hat, sondern im reiferen Alter mit ihrem Pferd die Natur genießen möchte, und zwar zum Nutzen ihres Körpers und ihrer Seele und ihres Pferdes.“ Und weiter „Die Reiterin auf dem Titelbild schaut allerdings nicht ganz glücklich und entspannt, sondern im Gegenteil sehr ängstlich und bemüht, und man fragt sich, ob die gute Frau da oben in ihrem Westernsattel wirklich das findet, was sie sucht. Aber vielleicht soll das Bild ja Hoffnung machen und signalisieren, daß aller Anfang schwer ist, jede Reise mit dem ersten Schritt beginnt und man sich nur bei Zeiten auf den Weg machen muß, auf den richtigen versteht sich, damit man auch glücklich am Ziel ankommt.“ Meinen Gesichtsausdruck finde ich auch ziemlich unglücklich, tatsächlich ist das bei Bild aber bei Minusgraden, dick eingepackt, während eines Fotoshootings bei Frau Kattwinkel entstanden, bei dem wir zeigen wollten, dass man auch im Gelände sein Pferd gymnastizierend reiten kann und ich kneife aufgrund der mir entgegen scheinenden Sonne die Augen zusammen. Dass man das als ängstlichen Gesichtsausdruck einer „reiferen“ Reiterin interpretieren könnte, wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen. Dass es nicht besonders vorteilhaft aussieht, war mir hingegen auch aufgefallen, aber allen, denen ich das Bild gezeigt habe, nachdem Frau Kattwinkel mich fragte, ob sie dieses Bild für das Buchcover verwenden dürfen, meinten, dass man sieht, dass ich das Gesicht aufgrund der Sonne so zusammenkeife, dicke Reitjacke und Helm nie besonders vorteilhaft aussehen, es aber sonst ein schönes und harmonisches Bild ist. Übrigens ist das genau das Pony aus dem Kapitel „Jacky – Traumpony mit großem Herz und Vermögen“ .
Frau Kattwinkel sprach mich im Jahr 2008 auf der Messe Pferd & Jagd an und so entwickelte sich diese Zusammenarbeit und letztlich ein ganzes Kapitel für mein Pony und mich, was mich sehr gefreut und auch stolz gemacht hat. Übrigens bin ich zwar Freizeitreiterin, da ich mein Geld nicht mit der Reiterei verdiene, aber ich bin aktive und begeisterte Turnierreiterin seit inzwischen sieben Jahren, wie auch in unserem Kapitel zu lesen ist. Ich reite allerdings mindestens genauso gerne aus und verlagere auch mein Training teilweise ins Gelände, was wir mit dem Titelfoto verdeutlichen wollten (woran erkennt man bei einem Geländefoto, dass der Reiter/die Reiterin definitiv keine Turnierambitionen hat?).
Ich finde es schade, wenn das Bild so einen negativen Eindruck hinterlässt. Ich frage mich, ob es Ihnen überhaupt aufgefallen ist, dass es sich im ersten Kapitel um die gleiche Pferd-Reiter-Kombi handelt? Und ob mein Pony und ich da den gleichen negativen Eindruck auf Sie vermitteln? Ich hoffe nicht, da sie über unser Kapitel schreiben: „Jacky – Traumpony mit großem Herz und viel Vermögen. Damit wird schon eines der immer wiederkehrenden Themen angeschlagen: Auch Pferderassen, die üblicherweise als nicht geeignet für die klassische Reitlehre angesehen werden, sollten nach deren Prinzipien gearbeitet werden und können auf diesem Weg ebenfalls hervorragende Leistungen bringen.“ Ich hatte auch beim Lesen der Rezension die Hoffnung, dass dort vielleicht noch ein Hinweis darauf stehen würde. Leider ist dem aber nicht so. Also bleibt für mich in diesem Zusammenhang nur festzuhalten, dass das Buch zwar vollumfänglich zu empfehlen wäre, ich aber wie eine ältere, unglückliche und ängstliche Anfängerin wirke, die definitiv nicht mehr als durchs Gelände reiten kann und nur vermitteln soll, das aller Anfang schwer ist. Mir ist klar, dass Sie nur wiedergeben, wie dieses eine Bild auf sie wirkt, aber sicher verstehen Sie auch, dass ich nun etwas frustriert bin so etwas zu lesen. Finden Sie dieses Bild wirklich so schlecht?

Mit freundlichen Grüßen
Tina Hey




Sehr geehrte Frau Hey,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben! Sie haben recht, ich hätte erkennen können, dass es Winter ist und Ihnen die Sonne ins Gesicht scheint.

Das ist die sachliche Ebene – was der Betrachter dabei assoziiert, ist etwas anderes. Nun hat jede Sache zwei Seiten; wer keine Turnierambitionen hat, wird sich durch turnierlastige Titelbilder eher abgeschreckt fühlen. Insofern war diese Bemerkung nicht negativ gemeint. Es gibt sicher sehr viel mehr Reiter, die keine Turnierambitionen haben, als umgekehrt. Ich habe das Titelbild also als Identifikationseinladung aufgefasst, als gezielte Botschaft an die anvisierte Käufergruppe.

Selbstverständlich handelt es sich dabei um meine subjektive Interpretation, was aber kein Fehler ist, denn etwas anderes kann eine Rezension gar nicht sein. Ich versuche dem Leser einen Eindruck zu vermitteln, der ihn abschätzen lässt, ob das Buch für ihn interessant sein könnte. Jeder andere Rezensent würde mit ziemlicher Sicherheit zu einem anderen Ergebnis kommen. Auf Plattformen mit reger Benutzerbeteiligung kann man das sehr gut verifizieren. Bei der Pferdezeitung gab es nur in den Anfangsjahren lebhafte Reaktionen, und auch da nur, wenn jemand sich aufregte, so wie Sie jetzt. Ich interpretiere diesen Zustand als positiv – die Leser finden normalerweise keinen Anlass, sich aufzuregen.

Meine Betrachtung über das Titelbild versuchte also die unterschwellige Botschaft des Bildes zu entziffern. Es mag sein, dass Frau Kattwinkel sich darüber nicht allzu viele Gedanken gemacht hat, aber die Botschaften der Bilder sind im allgemeinen ziemlich präzise und vor allem wirksam, es lohnt sich also, genau hinzuschauen und die emotionale Qualität eines Bildes auszuloten. Für meine Rezensionen habe ich kein Rezept; ich glaube nicht, dass ich das Titelbild als solches in der Regel würdige. Warum ich das in diesem Fall getan habe, weiß ich nicht, und vermutlich war es auch gar nicht mal überlegt, sondern einfach eine spontane Reaktion. Dieses Titelbild löste in mir die Betrachtung aus.

Es tut mir leid, wenn ich Sie gekränkt oder beleidigt haben sollte, und vielleicht sollte ich in Zukunft solche Bemerkungen generell unterlassen. Ich weiß nicht, ob das Buch noch in meinem Besitz ist, und wenn, wo ich es abgestellt habe. Die Abbildung in der Rezension ist zu klein, um meinen Eindruck zu überprüfen, also habe ich die Möglichkeit von Amazon in Anspruch genommen, das Titelbild zu vergrößern; es tut mir leid, aber dieses Bild kann bei mir weder den Eindruck von Souveränität, Freude, Lockerheit noch Vergnügen hervorrufen. Spontan fallen mir Bilder ein, die ich anlässlich einer Pferdeshow geschossen habe, von französischen Reitern, die ihre Pferde ohne Sattel vorstellten, die genau diese Emotionen erzeugen, und zwar sowohl beim Menschen als auch beim Pferd. Nun wäre es natürlich unfair, beide Bilder gegeneinander auszuspielen; angemessener wäre es, das Bild einer Reiterin im Gelände zu zeigen, wo mir auch entsprechende Bilder einfallen, die allerdings vermutlich die Kritik von Frau Kattwinkel herausfordern würden, weil diese Leute wiederum ganz anders reiten. Das ist eben auch ein Problem in der Reiterszene: Eigentlich reiten alle Leute falsch, bis auf die, die gerade das Mikrofon in der Hand halten.

Insgesamt darf man bei einer Rezension nicht zu viel erwarten. Die Rezensionen in den Printmedien sind üblicherweise extrem kurz und durchaus nichtssagend, verdienen daher eigentlich gar nicht die Bezeichnung Rezension. In wissenschaftlichen Zeitschriften schreiben in der Regel Fachleute, und man hat meist den Eindruck, dass sie das Buch auch wirklich von vorne bis hinten durchgearbeitet haben. Einen solchen Aufwand kann eigentlich niemand bezahlen, und vermutlich handelt es sich dabei auch um ehrenamtliche Tätigkeiten. Bei solchen Rezensionen findet sich oftmals eine Wertung, die meines Erachtens angesichts der Unzahl unterschiedlicher Aussagen zu Reitweisen und Reittechniken in diesem Bereich nicht angebracht ist, der Wissenschaft allerdings gut ansteht, denn dort geht es hier um die Erarbeitung eindeutiger Erkenntnisse, die der Wahrheit dienen, wobei man unterstellt, dass es nicht zwei Wahrheiten geben kann. Als Reiter kann man auf seine Fasson selig werden, aus der Rezension muss also klar hervorgehen, um welche Fasson es sich handelt, wer damit angesprochen werden soll. Anscheinend hielt ich das Titelbild für einen geeigneten Anlass, diese Frage zu thematisieren.

PS: Wir behalten uns das Recht vor, Zuschriften zu veröffentlichen, aber in diesem Fall bin ich mir nicht sicher, ob es Ihnen recht wäre, wenn ich Ihren Text und meine Antwort veröffentlichen würde. Sie würde als Lesermeinung direkt im Anschluss an meine Rezension gebracht werden und meinen Text zurechtrücken. Was halten Sie davon?

Mit freundlichen Grüßen
Werner Popken


(Zu Ausgabe Magazin » 633)
Leserbriefe  Nr. 2082
vom 00.00.0000

bezieht sich auf
Magazin » Ausgabe 633
vom 15.05.2011
Barhuf

Hallo !

ich habe vor 4 Jahren ein Quaterhorse gekauft und wollte ihn auf Barhuf umstellen. Seit dem wird er von einer DIfHO – Huforthopädin alle 6 Wochen beschnitten. Leider geht er immer noch sehr fühlig, kann man dann davon ausgehen, dass er falsch beschnitten wird? Wie komme ich zu einem solchen Hufbearbeiter, wie Sie es in Ihrem Artikel beschreiben? Ich wäre für jeden Rat oder Tipp dankbar, der uns endlich zu gesunden Hufen führt.

Herzliche Grüße
B H.

Guten Tag Frau H.,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben! Ich kann Ihre Sorgen gut nachvollziehen. Da stimmt etwas nicht. Als wir unsere Pferde umgestellt haben, dauerte es höchstens eine halbe Woche.

Leider bin ich erstens kein Experte und zweitens ist es schwierig, ohne Untersuchung eine Aussage zu machen. Ich habe in einer ganzen Serie über die verschiedenen Hufschulen geschrieben, soweit mir das möglich war, und Stefan Hölzl hat eine Serie geschrieben; zu dem habe ich allerdings schon seit längerer Zeit keinen Kontakt mehr gehabt, ich weiß nicht, ob er unter der Adresse   sthoelzl@web.de noch zu erreichen ist.

Die Szene der Hufexperten ist ja sehr zerstritten und verfeindet; jeder behauptet, die Weisheit mit Löffel gefressen zu haben. Eine gute Übersicht ist vermutlich die Serie von Stefan Hölzl, insbesondere der zweite Teil:

 pferdezeitung.com/Bericht/355/ oder auch » equivox.de/Magazin/355/Hauptartikel

Stefan hat damals einen Kurs bei Chris Gehrmann nach der Methode Straßer mitgemacht und diese Erfahrung beschrieben. Er ist also in gewisser Weise vorbelastet. Von den anderen Schulen ist besonders die BESW aktiv, die sich nach meiner Einschätzung durch einen technokratischen Ansatz auszeichnet. Diese Leute sind sehr fasziniert von allen möglichen Arten von Hufschutz, sofern sie nicht aus Eisen sind, denn das ist die Domäne der Hufschmiede, mit denen sie nicht verwechselt werden wollen.

Dieses Wissen wird Ihnen wenig helfen, da Sie auf Experten angewiesen sind, die zu vernünftigen Kosten Ihr Pferd behandeln können, und das heißt auch: in Ihrer Nähe sind, es sei denn, Sie nehmen die Sache selbst in die Hand. Das haben sehr viele Leute getan, und ich habe auch darüber berichtet. Eine gute Übersicht über sämtliche Artikel zum Thema Hufpflege finden Sie unter

» equivox.de/Magazin/Hauptartikel/Hufpflege/

Die Meinungen gehen vor allen Dingen dort auseinander, wo man ideologisch wird. Da Pferde in der Natur keine Hufeisen tragen und auch nicht fühlig gehen, sind die Verfechter der natürlichen Methode der Meinung, dass jedes Pferd unter den richtigen Bedingungen genau die Hufe entwickelt, die es für diese Bedingungen braucht. Demnach muss man den Pferden unter Umständen entsprechende Hilfestellungen geben, also beispielsweise an einer Stelle, die die Pferde ständig überqueren müssen, Schotter hinschütten, damit die Hufe durch diese Belastung angeregt werden, fester, härter und länger zu werden.

Die anderen sind der Meinung, dass die Natur mit den von Menschen geschaffenen Bedingungen nicht zu vergleichen ist und neigen dazu, Pferde so wie Menschen zu behandeln, von denen wir ja heute annehmen, dass sie ohne Schuhe nicht laufen können, obwohl der liebe Gott uns auch ohne Schuhe geschaffen hat und Naturvölker auf Schuhe gut verzichten können und möglicherweise sogar bessere Füße haben als wir mit unseren Superschuhen. Die Pragmatiker werden dann vielleicht eine Kostenrechnung aufmachen und die Kosten für den Schotter gegen die Kosten für Hufschutz aufrechnen.

Die Do-It-Yourself-Methode ist bei uns nicht so weit verbreitet, was vielleicht daran liegt, dass in den Weiten Amerikas oder Australiens Hufpfleger einfach nicht zu finden sind und man sich wirklich selbst kümmern muss. So sind meine Reportagen über diese Methode stark Amerika-lastig. Diese Leute tauschen sich aber sehr stark über das Internet aus, wozu man natürlich des Englischen mächtig sein muss. Entsprechenden deutschen Internetseiten bin ich bisher noch nicht begegnet.

Mit freundlichen Grüßen

Werner Popken
Leserbriefe  Nr. 2078
vom 02.04.2011

Leserbrief zu "Loline in Lolium: Oedeme im Kopfbereich durch Weidelgräser?"

Hallo Herr Dr. Popken,

ich wurde gerade gefragt, ob Loline, die 2009 in Australien Ursache des Equine Fescue Oedema waren (siehe tödliche Vergiftung von Englischen Vollblut- Zuchtpferden durch Lolin in Australien durch Zucht- Rohrschwingel, der gezielt mit patentierten Endophyten infiziert war: Bourke, C.A., Hunt, E., Watson, R. (2009): Fescue-associated oedema of horses grazing on endophyte-inoculated tall fescue grass (Festuca arundinacea) pastures. – Aus. Vet. J., 87: 492-498. » www.ncbi.nlm.nih.gov) auch in Weidelgras vorkommen, und ob dadurch das Equine Fescue Oedema auch auf Weidelgrasweiden auftreten könnte.

Loline wurden zuerst in Lolium temulentum, dem giftigen Taumellolch, gefunden – daher die Namensgebung für das Gift. Der Taumellolch ist wahrscheinlich giftig wegen seiner Endophyten. Jedenfalls wird er in der Pflanzenzüchtung eingesetzt zur Kreuzung und Züchtung neuer Zuchtsorten von Weidelgräsern und Festuca-Lolium-Hybriden (siehe: Lenuweit U, Gharadjedaghi B, Süßer M, Blew J, Ridder S. Biologische Basisdaten zu Lolium perenne, Lolium multiflorum, Festuca pratensis und Trifolium repens. – Umweltbundesamt 2002, Texte 08/02, ISSN 0722-186X, » www.umweltbundesamt.de).

Zu Lolinen in Lolium (Weidelgras) siehe:

» www.giftpflanzen.com

» www-vetpharm.uzh.ch
da eingeben Lolium temulentum

» www.kaesekessel.de

Ich persönlich kenne die "Hamsterbacken" der Pferde (Ödeme am Kopf und Hals v.a. an Ganaschen, Unterkiefer, Ohrspeicheldrüse) seit etwas über 20 Jahren als Begleiterscheinung völlig überweideter Weidelgrasweiden ("grüne Ausläufe").

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Renate Vanselow
» www.biologie-der-pferde.de
(Zu Ausgabe Magazin » 562)
Leserbriefe  Nr. 2077
vom 28.02.2011

bezieht sich auf
Magazin » Ausgabe 562
vom 03.01.2010
[EquiVoX/Pferdezeitung] Leserbrief an die Pferdezeitung



Hallo Herr Dr. Popken,



ich werde diesen Winter immer wieder gefragt, warum so viele Pferd im Winter Hufrehe bekommen. Die Antwort können alle Interessierten folgenden links entnehmen:



PDF-Datei» www.csubeef.com



» www.bayerequineconnection.com



Viele Grüße,

Dr. Renate Vanselow

» www.biologie-der-pferde.de
Leserbriefe  Nr. 2076
vom 26.02.2011

[EquiVoX/Pferdezeitung] Leserbrief



Hallo Redaktion Pferdezeitung!



Toller Leitartikel – koennte mich festlesen.



Danke fuer den immer klasse Service der Pferdezeitung (oder EquiVox, mit dem ich mich noch mehr auseinander setzen muss).



Viele irische Gruesse,

Caroline Grimm (ehem. Neuenschwander)
(Zu Ausgabe Magazin » 621)
Leserbriefe  Nr. 2075
vom 26.02.2011

bezieht sich auf
Magazin » Ausgabe 621
vom 20.02.2011
 
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